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TOSDCover

Band: ZeroKing
Album: A Taste Of Self-Destruction
Spielzeit: 21:02 min.
Plattenfirma: Vanity Music Group
Veröffentlichung: 10.05.2011
Homepage: www.myspace.com/zeroking
WERTUNG: 8,5 von 10

Eigentlich dürfte es kein Geheimnis mehr sein, dass ich sehr gern Modern Rock höre und auch eine Vorliebe für klassischen Hardrock habe. Bloß mit der Kombination aus beiden Genre hatte ich bisher so meine Problemchen. Es gibt schon einige ehrgeizige Bands, die sich an diesen Sound versuchen, z.B. HINDER, welche ich persönlich einfach nur doof finde. Tja, und nun kommt eine Combo aus Charleston (USA) daher und sorgt dafür, dass ich aus dem Stand, vor Freude aus meinem Schlüpper springe. Die Gruppe ZEROKING verbindet auf ihrer Debüt EP „A Taste Of Self-Destruction“ genau diese beiden Stile miteinander und macht ihre Sache außerordentlich gut.

Die ZERO's bestehen seit 2005 und haben einige Live-Erfahrungen sammeln können. So spielte man schon mit TWISTED SISTER, ANTHRAX, BLACK STONE CHERRY und AIRBOURNE zusammen. Was den Jungs noch fehlte war eine Veröffentlichung. Man entschloss sich dazu, eine digitale Single auf den Markt zu schmeißen, welche die Songs „Stone Cold Bitch“ und „Girls Of California" enthielt. Nach der Überlegung das Material ihren Fans auch auf den Konzerten anbieten zu können, entschlossen sie sich 3 weitere Titel dazu zu packen, welche auch auf dem am 27. September erscheinenden ersten Longplayer „Kings Of Self Destruction“ enthalten sein werden, und das ganze als EP zu verkaufen.

ZEROKING besteht aus:
Andy Haught - Vocals
Shane Day - Guitars, Backing Vocals
Paul First - Bass, Backing Vocals
Chris Webb - Drums, Backing Vocals Man kann die Band in 2 Fraktionen spalten. Auf der einen Seite stehen Drummer und Bassist, die sehr solide den klassischen Hardrock vertreten und auf der anderen Sänger und Gitarrist, welche immer wieder zwischen beiden Genre pendeln. Gitarrist Day spielt sein Instrument schön hart, abwechslungsreich und zeitgemäß. Was mich an seinem Gitarrenspiel wirklich begeistert ist, dass er trotz seiner New Rock Ausrichtung den typischen Hardrock Spirit mit einfließen lässt und so manch sehr feines, klassisches Soli präsentiert. Sänger Haught hat ein sehr angenehmes, melodisches Organ, welches er sehr vielseitig nutzt. Durch seinen variantenreichen Gesangsstil gelingt es ihm, die Songs sehr zu prägen und zu beeinflussen. So kann es passieren, dass er am Anfang eines Songs den Hardrock Sänger mimt und im Verlaufe seine Stimme harscher, rauer und moderner einsetzt.
Beim Songwriting stellt sich ganz deutlich heraus, dass ZEROKING eindeutig vom typischen amerikanischen Hardrock beeinflusst sind. Wenn man den modernen Anstrich herausfiltert, bleiben Rocker, die das Grundgerüst bilden und diese lassen ganz leichte Vergleiche zu RATT und Konsorten zu – hört einfach mal in den Opener „Girls Of Califonia“ rein. Besonders auffällig wird es bei den mehrstimmigen Backing Vocals.

Die EP fängt schon gleich mit einem sehr geilen Rocker an. Auf der digitalen Single war „Girls Of California“ der zweite Track und kommt nun die Ehre des Openers zu. Wie weiter oben schon geschrieben, erinnert mich der Song ein wenig an RATT. Vom Gesang und Gitarrenspiel ist er um einiges moderner ausgefallen, wobei mir die Sequenzen, welche an den typischen Hardrock erinnern, besonders gut gefallen. „Stone Cold Bitch“ geht auch in diese Richtung und entpuppt sich als ein wahrer Ohrwurm. First und Webb verpassen dem Titel einen gewaltigen Groove und Day zeigt stark, von der Spandex tragenden Gitarristen Fraktion, beeinflusst. Mit einem riesigen Refrain kann „She Said“ trumpfen. Der Gitarrist hält sich dezent zurück und man kann die Gesamtleistung der Band richtig schön geniessen. Jetzt wird erst so richtig bewusst, um was für eine klasse und perfekt harmonierende Band es sich bei den ZERO's handelt. „Black Friday“ groovt sich stampfend in den Gehörgang und ist für mich ganz klar der Song, der noch am klassischsten intoniert wird. Sehr old schoolig rockt sich die Combo durch den Titel und begeistert mich auf ganzer Linie. „Kings Of Self Destruction“ schlägt auch in diese Kerbe, gefällt mir aber von der Gesangsleistung und vom Songwriting nicht ganz so gut. Das war es dann auch schon. Geschockt und wie unter Trance stehend, schlürfe ich zu meinem CD-Player und drücke mit ausgestreckten, zitternden Zeigefinger die Playtaste …

ZEROKING haben mich auf ganze Linie überzeugt und das, obwohl ich dieser Kombination nicht gerade offen gegenüber stehe. Die Jungs schaffen es auf eine sehr coole Art und Weise, den '80er Jahre Hardrock Spirit ins neue Jahrzehnt zu transportieren. Trotzdem muss ich eine kleine Warnung aussprechen! Man sollte schon beiden Musikstilen aufgeschlossen gegenüber stehen und mögen, damit „„A Taste Of Self-Destruction“ auch funktioniert und sich die Dauerkarte im CD Player sichern kann. Ich freue mich auf das komplette Album und vergebe jetzt schon einmal starke 8,5 Punkte.

Trackliste:

Girls Of California
Stone Cold Bitch
She Said
Black Friday
Kings Of Self-Destruction

Götz

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