|
Band: Xerión Album: Cantares das loitas esquecidas Spielzeit: 47:03 min. Label/ Vertrieb: SchwarzdornProduction Homepage: www.otronodexerion.com/ Wertung: 8 von 10 Xerión kommen aus Spanien, genauer gesagt aus dem galizischen Ourense. Sie machen nicht etwa fröhliche, südländische Musik, sondern haben sich dem Black Metal verschrieben. Besser gesagt, dem Celtic Black Metal. Und so erscheint fast jedes Jahr seit der Gründung 2001 entweder ein Demo oder ein Album. Heuer ist wieder ein Album dran und es trägt den Titel Cantares das loitas esqueridas. Was muss ich mir unter Celtic Black Metal vorstellen, fragt sich der geneigte Leser. Neben typischen Black Metal Passagen wie hämmernde, disharmonische Riffs und kreischender Gesang, findet man auch ruhigere Stellen, die von Akustikgitarre, weichen Keyboard-Klängen und düsterem Gesang geprägt sind. Dass die Vierer-Cpmbo aus Spanien stammen merkt man spätestens, wenn dieser einsetzt. Die Songs sind übrigens alle auf Galizisch verfasst. Bei Oespertar Do Xerión beispielsweise ist der direkte Übergang von ruhig, melancholisch zu schnell, aggressiv und brutal zu erkennen. Im Mittelteil kommt es noch einmal zu einer Verschnaufpause mit der Tin Whistle – eine von den britischen Inseln stammende Flöte mit hellem, klaren Klang, die eine nette kleine Melodie spielt. Richtig Black Metal und infernalisch wird’s bei Alquimica Dexeneración Da Ialma: heiserer Gesang, höher gestimmte Gitarren und durchweg rasselndes Schlagzeug. Das Keyboard mimt einen Chor. Der nächste Song ist dagegen von rockiger Natur. Schon der Beat des Schlagzeugs lädt zum Mitschunkeln ein, die Gitarren spielen zunächst gleichmäßig ihre Achtelnoten. Im mittleren Teil hört man dann wieder eine Art Männerchor, die ho ho ho jodeln, ganz wie in der Mattisburg bei Ronja Räubertochter. Bei Cantares das loitas esquecidas, das übersetzt Lieder vergessener Schlachten bedeutet, erklingt zuerst ein langes, ruhiges Intro von Keyboard und Gitarre, dann folgt das Schlagzeug – natürlich Vollgas – und böser, düsterer Gesang. Dazu kommen noch Dudelsack und Bodhran, eine keltische Trommel. Wer sich für düstere und härtere Musik interessiert, ist hier an der richtigen Stelle. Für Black Metal Fans ist es auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zum alltäglichen Black Metal Sound. Eine sehr gut gemachte und stimmungsvolle Platte! Franziska
|