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In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

withinunforgiving
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Band: Within Temptation
Album: The Unforgiving
Spielzeit: 58:14 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: Dragnet (Sony Music)
Homepage: www.within-temptation.com oder www.myspace.com/withintemptation
VÖ: 25.03.2011
Wertung: 9 von 10
BINGO BONGO! Das habe ich nun davon. Fragt nie eure Freundin, ob ihr eine CD mitbringen sollt, denn ihr könntet folgende Antwort bekommen: „Auja, Trötti (natürlich durch euren Spitznamen zu ersetzen) darf ich die neue WITHIN TEMPTATION haben? Die ist voll toll!“ So, da habe ich also den Salat. Aber damit nicht genug. Nein, der Trötti gehört zu den ganz, ganz Großen und fragt den Stefan, ob schon jemand die „The Unforgiving“ bespricht und falls nein, könnte der Trötti das machen! Natürlich hat Stefan das Angebot angenommen und nun … tja ganz armer Trötti...

Ich glaube nicht das es nötig ist, die Band hier weiter vorzustellen. Schließlich sind Within Temptation (bis zu dem aktuellen Release) eines der führenden Flagschiffe der Gothic/Metal/Disneyland Rock Fraktion...gewesen!

Nur für Personen, die wirklich gar nichts mit WT anfangen können, hier das aktuelle Line-Up:
Sharon den Adel, Vocals
Robert Westerholt, Guitar
Ruud Jolie, Guitar
Jeroen van Veen, Bass
Nicka Hellenberg, Drums
Martijn Spierenburg, Keyboard

Ich nehme es gleich voraus. „The Unforgiving“ wird mit 100%iger Sicherheit charten und dies zu recht. Bisher gefielen mir die Vorgängeralben gut, wobei die Qualtität der Kompositionen, von Release zu Release, etwas zu sehr in den Hintergrund geriet und dafür mehr auf einen Cheesy Sound gesetzt wurde. Das Livealbum stimmte mich ein bisschen versöhnlicher. Das aktuelle Konzeptalbum – die Edition mit der DVD liegt mir leider nicht vor – überrascht mich positiv und stellt für mich ganz klar ein absolutes Highlight des Jahres dar. So ein vielseitiges Album hätte ich WITHIN TEMPTATION beim besten Willen nicht zugetraut. Die Holländer haben ein mächtiges Pfund an Songwriterqualtitäten dazugewonnen. Aber … sie haben ihren Sound schon stark modifiziert und distanzieren sich musikalisch erheblich von ihren vorherigen Outputs. Der Gothic und Metal Anteil ist auf ein Minimum reduziert worden und schimmert nur noch ganz leicht durch. Auf „The Unforgiving“ regiert purer Melodic Rock, der teilweise auch schon in Richtung POP/ROCK abdriftet. Dieser steht WT sehr gut zu Gesicht. Die Combo verzaubert den Zuhörer mit dem vollen Paket an erstklassigen Songs, einer phantastischen Instrumentalisierung, einem neuen Soundgewand und natürlich der tollen Frontfrau. Sharon den Adel's Gesang ist ausdrucksstärker und variabler geworden und sie intoniert die neuen Songs perfekt. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Tracks extra ihrer Stimme angepasst worden sind. Die Streichersamples sind diesmal noch besser im Gesamtsound integriert und der ehemalige Nervfaktor erweist sich auf dem Album als eine Stärke.

Ganz ehrlich, ich könnte mir so vor Freude in die Hose pinkeln! Ich bin total von der Bandleistung begeistert und kann mich nicht entscheiden, welcher Song wohl der Beste ist. Dafür ist das ganze Material einfach viel zu stark und bietet fast ausschließlich Ohrwürmer. Jeder einzelne Track hat ein enormes Hit- und Suchtpotential. „Shot in the dark“ ist purer Melodic Rock, der mit Streichern unterlegt ist. Sharon's Stimme brennt sich fest und der Refrain geht nicht mehr aus dem Kopf des Hörers. Bei „In the middle of the night“ geht es etwas metallischer zu und erinnert an älteres Material. Die Gitarren braten und das Keyboard bietet die typischen WT Passagen, wie man sie aus der Vergangenheit kennt. Der Song ist einer der wenigen Verweise an vergangene, glorreiche Tage. Das die Band auch wunderschöne Pop Songs komponieren kann, beweist sie mit „Faster“. Wenn der Track es nicht ganz hoch in die Charts schafft, fresse ich einen Besen. Melancholische Streichersamples und getragene Pianoklänge lassen „Fire and Ice“ starten. Eine wunderschöne Ballade, die uns die Band präsentiert. Hier trumpft Sharon auf und zeigt, dass die ganzen Trällerelsen noch einiges von ihr lernen können. Emotion pur! Es wird wieder geschickt der Brückenschlag in die Vergangenheit geschlagen. „Iron“ glänzt durch, wie „In the middle of the night“, mit alten Trademarks. Es folgt „Where is the edge“ und ich kann nicht mehr … der Song ist spannend arrangiert und Sharon verleiht ihm eine Prise Melancholie, Spannung und Verzweiflung. Sensationelle Leistung der Band! Schon fast mit einem Discobeat wird „Sinèad“ intoniert. Klingt im ersten Moment sehr befremdlich, ist aber keineswegs schlecht gemacht. Mit „Lost“ wird es wieder bedächtiger. Am Anfang wird Sharon nur von einer Akkustikgitarre und Streichersamples begleitet. Sie singt sich auf eine faszinierende Art die Seele aus dem Leib. Die Frau hat es einfach raus, den Songs die dementsprechende Stimmung zu verleihen. Dramaturgie pur bietet „Murder“. Die Streicher kommen fast beängstigend und bedrohlich daher. Der Chorus
und Sharon's teilweise verfremdeter Gesang unterstreichen diese Grundstimmung. Anschließend folgt der letzte Part der Vergangenheitsverweise in Form von „A Demon's Fate“, wobei eine ganz leichte, poppige Grundausrichtung anzumerken ist. „Stairway to the skies“ ist eine tolle, melancholische Halbballade. „I don't wanna“, eine astreine Pop Ballade, ist der Rausschmeißer und lässt den Hörer mit einem verblüfften Gesichtsausdruck zurück. Der Song ist einfach der Hammer. Sharon's Stimme und ein hypnotisches Drumming lassen einen nicht mehr los.

Tracklist:
(Why Not Me - Intro)
Shot In The Dark
In The Middle Of The Night
Faster
Fire And Ice
Iron
Where Is The Edge
Sinéad
Lost
Murder
A Demon's Fate
Stairway To The Skies

Tja, ich kann mich eigentlich nur der Meinung meiner Freundin anschließen! Die neue WITHIN TEMPTATION ist voll toll!
Sie sind eine der wenigen Bands die es schafft, trotz Stiländerung, vollkommen zu überzeugen. Ich finde sogar, dass der neue Sound der Band besser zu Gesicht steht und sie wieder zu Höchstleistungen angetrieben hat.

Was anderes als eine 9,0 wäre einfach nicht angemessen für so ein BRÜLLER – ALBUM!
Götz
 

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