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Band: Williams-Friestedt
Album: Williams-Friestedt
Spielzeit: 33:01 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: AOR Heaven/ Soulfood
Homepage: www.facebook.com/WilliamsFriestedt
VÖ: 27.05.2011
Wertung: 10 von 10
Es gibt Alben auf die ich Monate gewartet habe und es kaum erwarten konnte, diese zu besprechen. Die Kollaboration der beiden Herren Williams und Friestedt gehört zu dieser Kategorie und meine Freude war riesig, als ich die Promo endlich zwischen meinen Fingern hatte.

Der Ex TOTO Sänger Joseph Williams (er sang „Fahrenheit“ und „Seventh One“ ein, wirkte am Songwriting späterer Songs der Band mit und letztes Jahr stand er mit der Band wieder auf der Bühne und wird auch dieses Jahr  mit TOTO touren) war nach der Trennung von der  AOR/ West Coast Institution nicht untätig und hat neben einer Vielzahl von Musikprojekten (Backing Vocals für CHICAGO, die Stimme des erwachsenen Simba im Disney Film „König der Löwen“) auch etliche Filmmusikproduktionen realisiert. Unter anderem war er für die Musik der Fernsehserie Roswell mitverantwortlich.

Den schwedischen Gitarristen/Songwriter Peter Friestedt lernte er  zu den Arbeiten dessen Projekts „LA Project“ im Jahr 2002 kennen. Auch auf dem zweiten Album „LA Project II“ (2008) hat Williams mitgewirkt.
Nun liegt also ein gemeinsames Studiowerk vor, bei denen die beiden Herren von einer illustren Schar von erstklassigen Musikern unterstützt wurden.  Unter anderem sind Lars Säfsund (WORK OF ART, LIONVILLE), Bill Champlin (CHICAGO) und Tommy Denander dabei und greifen den beiden Herren unter die Arme.

„WILLIAMS-FRIESTEDT“ überrascht mich sehr. Ich habe zwar ein gutes Album erwartet, aber nicht, dass die beiden Herren uns so ein ausgereiftes und starkes Album präsentieren! Ich lehne mich jetzt einfach aus dem Fenster und stelle die Behauptung auf, dass das Duo uns eine der überraschendsten und besten AOR Veröffentlichung des Jahres 2011 beschert haben. Diese Leistung wird einfach fast nicht zu toppen sein. Die einzige Band, die eventuell den beiden noch gefährlich werden könnte und ihnen den Titel „AOR Album des Jahres“ vor der Nase wegschnappen könnte, ist JOURNEY.

Was ich für unbedingt Erwähnenswert halte ist, dass das Album zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkommen lässt, dass es sich hier „nur“ um ein Projekt handelt. Man merkt den Songs an, dass sie ausschließlich auf  Williams's Stimmlage zugeschnitten sind und nicht am Reißbrett entstanden sind, wie es bei manchen AOR Projekten ja inzwischen üblich ist. „WILLIAMS-FRIESTEDT“ ist also definitiv kein Hau-Ruck bzw. kein künstliches Projekt, sondern hier treffen Musiker aufeinander, die einfach Bock hatten miteinander zu arbeiten und haben dabei so ganz nebenbei eins der besten Rockalben des Jahres veröffentlicht.

Williams Gesang ist einfach unglaublich stark! Seine markante und charismatische Stimme hat nichts an Zauber verloren und fesselt den Hörer, wie vor über 20 Jahren. Teilweise bin ich sogar recht verwundert, da er bei manchen Songs noch kraftvoller und rauer agiert, als noch zu TOTO Zeiten. An manchen Stellen fühlt man sich auch an diese erinnert, was aber weniger daran liegt, dass das Duo keine eigenen Ideen hat, denn diese haben sie mehr als genug, sondern einfach an seinem Gesang. Friestedt's tolles, frisches und abwechslungsreiches  Gitarrenspiel geben den Tracks die nötige Härte, um nicht in die Plüschecke zu landen. Er ist auch für das außergewöhnlich gute Songwriting verantwortlich, welches durch intelligente Arrangements zu überzeugen weiß. Die immense Spielfreude, die phantastischen Hooklines, der götttliche Gesang von Joseph, die tollen Refrains, die superben Backing Vocals (Bill Champlin und Lars Säfsund), die glasklare und druckvolle  Produktion (verantwortlich ist Joey Carbone) und das bärenstarke Songwriting lassen nur ein Urteil zu: „WILLIAMS-FRIESTEDT“ ist  AOR in PERFEKTION!!!

Zu den Hörempfehlungen (abgesehen davon, dass einfach alle Songs göttlich geworden sind) gehören der rockige Opener „Swear Your Love“. Der Track besticht sofort durch Williams's toller Stimme und Peter Friestedt liefert mit seinem Gitarrenspiel den rockigen Untergrund. Das Solo in der Mitte des Songs ist einfach klasse! Der tolle, an TOTO erinnernde, melodische Song „Say Goodbye“ dürfte sich zum Hit entwickeln, bietet er einen sehr starken Refrain und eine sehr gute Bandarbeit. Auch die Herren Champlin und Säfsund sollen hier positiv erwähnt werden. Sorgen sie doch für ARSCHGEILE Backing Vocals, die nicht mehr aus dem Ohr gehen. Auf „Where To Touch You“ glänzt Friestedt wieder einmal durch ein sehr starkes Spiel und ist der dominante Part, neben Williams Gesang, ist. „Gotta Find It“ ist eine tolle und entspannte Nummer, die mächtig viel Spaß macht. Die Backing Vocals sind zum wiederholten Male einfach erste Sahne.

Trackliste:

1. Swear Your Love
2. Say Goodbye
3. Sometimes You Win
4. Where To Touch You
5. Going Home
6. Stay With Me
7. One More Night
8. Gotta Find It
9. Letter To God

Mit nur 33 Minuten Spielzeit ist das Album viel zu kurz geraten und ich hätte mir noch mindestens 2-3 Nummern gewünscht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese fruchtbare Zusammenarbeit wirklich nur 9 Songs zustande gebracht hat.

Auch wenn ich mich wiederholen sollte, muss ich einfach nochmal erwähnen, dass es sich bei „WILLIAMS-FRIESTEDT“ um DAS AOR ALBUM des Jahres handeln könnte und jeder AOR Fan ist einfach dazu verpflichtet, dem Album eine Chance zu geben. Hört es euch an und ich garantiere, dass es euch begeistern wird, so wie es mich begeistert.

Danke Joseph und Peter für ein so tolles Album! Hier gilt absolute Kaufpflicht!!!

Bei so einer hochkarätigen Leistung der beiden Herren, muss ich einfach die volle Punktzahl vergeben.
Das Duo lässt meinen Rockhimmel hell erleuchten und die 10 Sterne werden mich immer an dieses göttliche Album erinnern.
Götz

 

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