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While Heaven Wept_front_170
monsters

Band: While Heaven Wept
Album: Vast Oceans Alchrymose
Spielzeit: 42:21 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Cruz Del Sur Music
VÖ.: 06.11.2009
Homepage: www.whileheavenwept.com und www.myspace.com/whileheavenwept
Wertung: 10
Lange Zeit hab ich nur Gerüchte über die Genialität von WHW gehört, da die ersten beiden Alben nur zu Wucherpreisen bei Ebay zu erstehen waren. Auf die Band haben mich Leute gebracht da ich tierisch was für epischen Doom übrig habe. Und WHW scheinen in diesem Bereich dass Non Plus Ultra zu sein. Wie happy war ich als die neuen Scheibe "Vast Oceans Alchrymose" angekündigt wurde und ich mich direkt davon überzeugen konnte was an den Gerüchten dran ist. Schliesslich hat sich Tom Phillips gut 6 Jahre mit diesem Album Zeit gelassen.
Die CD lag zwei Tage vor VÖ bei mir im Briefkasten und ich fummel das Teil raus, geh erfürchtig in meine Wohnung, leg die CD ein und innerhalb von 20 Sekunden war mir klar dass ich ein einmaliges Album in der Hand hielt.
Der Opener "The Furthest Shore" geht relativ heftig los und entwickelt sich innerhalb der 17 Minuten Dauer zu dem ohralsten Ohrwurm der letzten 20 Jahre.
Leicht ruppig startend mit fetten Riffing entwickelt sich die Nummer über die Strophen zu einem solche musikalischen Ohrgasmus dass man gar nicht mehr weiss wo die Grenze zwischen Heavy-, Doom- und Epic Metal beginnt bzw. aufhört. Gut zur Hälfte des Songs wird man in eine ruhige Zwischenphase entalassen und man möchte glauben man hat alles gehört und erfahren. Irrtum!! Jetzt geht es erst richtig ab. Aber ohne Gebolze, Thrash-Riffing oder Ähnliches. Es folgen gut 7 Minuten voll von den feinsten und gefühlvollsten Gitarrenleads der Geschichte. Es wird immer dieselbe Hookline in verschiedenen Stimmungen dargeboten. Und das fesselt wie schon lange nichts mehr.
Ist dieses musikalische Monster erst mal überwunden geht es direkt im selben Stil weiter.
"To wander The Void" ist wahrscheinlich die kompetenteste, gefühlvollste und beeindruckenste Verneigung vor Fates Warning mit John Arch ever. Ein Mördersong der nur seinen Vorgänger und die Nummer vier auf der CD zu fürchten hat.
Und wir sind bei dem einzigen kleinen Schatten den dieses Album zu bieten hat.
"Living Sepulchre" klingt irgendwie unvollständig, zerfahren und unschlüssig. Andere Bands würde für so eine Nummer zwar immer noch ihre Omas verkaufen, aber umgeben von lauter Gottnummern wirkt dieser Song im ersten Moment wie ein Totalausfall. Dabei ist er gar nicht so schlecht wie er zu Beginn scheint. Der Anfang verwirrt zwar etwas aber insgesamt doch sehr gut.
Danach folgt das bereits erwähnte "Vessel". Fast 8 Minuten lang Spannung, Feeling und Erhabenheit in Reinkultur. Für viele Fans ist das DER song des Albums, für mich steht er hinter dem übermächtigen Opener.
Anschliessend folgt mit "Vast Oceans Alchrymose" ein Instrumental dass 5 Minuten lang die selben Gitarrenleads zum Thema hat und diese nur leicht variiert. Trotzdem eine übermächtige Nummer die einen einfach in fremde Klangwelten entführt und dabei jeden Fan tief im Inneren berührt.
Zum Abschluss gibt es mit "Epilogue" noch ein kurzes Instrumantel dass dich die letzten 40 Minuten verarbeiten lässt und dich trotzdem zwingt gleich wieder auf Play zu drücken.

Neben den überragenden Songs ist vor allem noch der neue Sänger Rain Irving zu erwähnen der die Zerrissenheit und Seelenqualen von Tom perfekt interpretiert und transportiert.

"Vast Oceans Alchrymose" ist das intensivste, bewegenste, mitreissenste, ehrlichste und faszinierendste Album der letzten Jahre.
Jeder, und damit mein ich JEDER!!! sollte dieses Überwerk im Schrank stehen haben.
Egal welche Mucke man sonst hört.

Nachtrag.
Aktuell sind die beiden Vorgänger Album als streng limitierte Re-Releases auf dem Markt.
Die Alben sind zwar etwas doomiger haben aber auch schon die Killermelodien am Start,
Wenn dann sollte man schnell zugreifen bevor man die Scheiben wieder nur zu Mondpreisen bekommt.
Steve

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ODER  UND 

 

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