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Band: Waltari Album: Release Date Spielzeit: 70:55 Min. Plattenfirma/Vertrieb: Dockyard1 Vergleichbare Bands: vielleicht noch Pain Of Salvation goes Techno Wertung: 6,5 Dies ist für mich nach langer Zeit wieder ein Versuch mit WALTARI warm zu werden. Den letzten hab ich ausführlich vor ziemlich genau 10 Jahren mit „Space Avenue“ durchgeführt. Und wie damals ist die Sache ein sehr zweischneidiges Schwert geworden. So beginnt das neue Album „Release Date“ erstmal wirklich ordentlich. „Get Stamped“ und „Big Sleep“ sind gute Techno Metal Songs mit klassischen Melodien und einem normalen Songaufbau geworden. Bei „Let's Puke Together“ verleiden es mir die verrückten Finnen aber wieder. Ich kann mit Kotzgeräuschen im Song nicht viel anfangen. Das soll wahrscheinlich Humor sein, für mich ist das aber das Niveau einer platten „American Pie“-Kopie. Und das nachfolgende 5-teilige „Cityshamaani“ erschwert die Sache noch deutlich mehr. Hier werden Soundcollagen mit Songfragmenten vermischt und wahrscheinlich soll das Ganze auch noch progressiv sein. Mal Operngesang, mal Gegrunze. Tut mir leid, aber das machen Bands wie PAIN OF SALVATION so viel besser. Bei denen hat man das Gefühl, dass es definitiv durchdacht ist. Bei WALTARI klingt das wie Jammen im Drogenrausch. Lediglich der abschließende über zehnminütige Part „Sympathy“ kann wieder Sympathien wecken. Die nun folgenden „Hype“ und „THD“ sind teilweise ganz nett, aber WALTARI schafft es nie mich zu überraschen oder die Aufmerksamkeit wieder voll auf das Geschehen zu richten. Ich tu mich einfach irre schwer, ihnen in ihr Nirwana zu folgen. WALTARI Fans sollten „Release Date“ natürlich längst im Schrank stehen haben, alle anderen sollten wirklich ausführlich probehören.
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