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Band: Voodoo Highway Album: Broken Uncle's Inn Spielzeit: ?? min Plattenfirma: Voodoo Highway Veröffentlichung: 26.06.2011 Homepage: www.myspace.com/voodoohighway WERTUNG: 7,5 von 10
Italien ist ein Land aus dem uns schon viele gute Bands oder Projekte präsentiert wurden. Beispiele dafür sind z.B. RHAPSODY OF FIRE, LIONVILLE oder SHINING LINE. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis auch eine Band mit typischen Hard Rock Klängen ala DEEP PURPLE versucht im großen Musikzirkus Fuß zu fassen. VOODOO HIGHWAY, die im Jahre 2010 das Licht der Welt erblickten, heißt diese neue Gruppe, die dieser Tage mit ihrem Debütalbum „Broken Uncle's Inn“ bei uns um die Ecke biegt. Die Band wird mit Lob bislang von den einschlägigen Rock Magazinen überschüttet und sie werden als das nächste große Ding seit DEEP PURPLE gehandelt. Ob diese Vergleiche und Lobpreisungen gerechtfertigt sind, werden wir später versuchen heraus zu finden. Der Musikstil ist natürlich bei den Vergleich glasklar, lupenreiner Hardrock wird uns hier geboten. Hier erklingt auch endlich mal wieder die gute alte Orgel, die vielleicht dadurch wieder etwas mehr in Mode kommt. Gerade das super DEAMONS EYE Album hat gezeigt wie genial dieses Instrument eingesetzt werden kann. Noch kurz etwas zur Bandzusammensetzung, diese liest sich so. Matteo Bizzarri (Gitarre), Filippo Cavallini (Bass, Gesang), Federico di Marco (Gesang, Gitarre), Lorenzo Gollini (Schlagzeug) und Allessandro Duo (Orgel, Gitarre). Das war es jetzt auch an Hintergrundinfos, lassen wir jetzt endlich die Musik sprechen. Als Opener fungiert ein Hörspielintro betitelt mit „Since 1972“ was einfach ein bisschen Atmosphäre schaffen soll. Das gelingt auch ganz gut. Der erste richtigen Track ist dann „Till it Bleeds“. Direkt am Anfang erwarten einen die Gitarren, bevor kurz danach die Orgel ihr erstes Lebenszeichen von sich lässt. Schön präsent bleibt es auch weiterhin. Der Gesang von Hauptsänger Frederico ist angenehm in mittlerer Tonlage angesiedelt und gefällt auf Anhieb. Ein simpler Hard Rock Song mit einem schicken, leicht zu merkenden Chorus. Zum Beginn der Platte denke ich, ist das eine sehr gute Wahl gewesen . Als Nächstes erwartet uns „The Fire will burn away“. Ähnlich angelegt wie beim Vorgänger geht es hier zur Sache, auch wenn der Chorus hier nochmal einen Tucken eingängiger ist. Ansonsten ein eher unauffälliger Track, der aber bei weitem nicht schlecht ist. Wesentlich besser machen es die Jungs beim folgenden „J.c. Superfuck“ . Coole Melodien paaren sich mit klasse Riffs und einer stehts sehr präsenten Orgel. Diese Mischung wird dann durch den erstklassigen Chorus perfekt abgerundet, so das wir es hier mit dem ersten kleinen Hit zu tun haben, den das Debüt von VOODOO HIGHWAY verbuchen kann. Dieser Song sollte auf keiner Sommerparty fehlen! Der nächste richtig erwähnenswerte Song ist das Titelstück „Broken Uncle's Inn“. Hier zelebrieren die Jungs quasi schon die guten alten DEEP PURPLE Gassenhauer! Ein Song der sehr vielschichtig ist und so mit seiner Abwechslung beim ersten hören etwas überfordert. Aber gibt man dem Song ein paar mehr Durchläufe offenbart sich das wahre Potential. Die Orgel quietscht und klimpert an allen Ecken und Ende, die Gitarrenriffs sitzen perfekt und der Gesang ist auch im grünen Bereich. Eine coole Nummer, die ordentlich Flair besitzt! Eine schöne ruhige Nummer folgt dann mit „Heaven with No Stars“. Hier zeigen die Jungs das sie auch die sanften Töne perfekt drauf haben. Natürlich darf man jetzt hier keinen Schmachtfetzen ala AOR erwarten. Einfach eine ruhige Nummer die gekonnt umgesetzt wird und einfach ein bisschen zum abschalten vom bisherigen sehr rockigen Album einlädt. Den Schlusspunkt unter das Debüt von VOODOO HIGHWAY setzt dann das etwas durchschnittliche „In Fact it's the worst“.
Anspieltipps:
Die Kracher auf “Broken Uncle's Inn” sind ganz klar “J.c Superfuck”, “Broken Uncle's Inn” und “Heaven with No Stars”.
Fazit :
Die Italiener sind doch immer wieder für eine Überraschung gut, ich hätte ja fast alles aus dem Stiefelland erwartet, aber keine Hard Rock Band im Stile von DEEP PURPLE! Die Überraschung geht auch noch weiter, denn das Debütalbum der Jungs ist dazu noch ganz ordentlich. Natürlich ist hier noch nicht alles Gold was glänzt, aber man ist ganz klar auf dem richtige Weg. Ganz im Stile der großen Väter schafft man es, die Orgel perfekt in die Songs zu integrieren. Auch die restliche musikalische Leistung kann sich wirklich sehen lassen. Arbeiten muss man aber auf jeden Fall noch an der Eingängigkeit und den besser zündenden Choren, die das Album zugänglicher gemacht hätten. Wer der Scheibe aber ein paar mehr Durchläufe gönnt, entdeckt kleine Perlen des Hard Rocks. Gute 7,5 Punkte ist mir das Wert. Fans von DEEP PURPLE oder DEAMONS EYE sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren!
Trackliste:
01. Intro (Since 1972) 02. Till It Bleeds 03. The Fire Will Burn Away 04. J.c. Superfuck 05. Window 06. Running Around 07. Broken Uncle's Inn 08. Heaven with No Stars 09. Gasoline Woman 10. In Fact It's the Worst
Julian
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