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Als vor ca. 2 Jahren der erste Teil dieses Megaprojektes auf den Markt kam, waren sowohl die Presse als auch die Fans entzückt. Mit “High & Mighty” kommt nun der zweite Streich der Herren Lausmann & Voss in die Läden und auch dieses Mal kann die Scheibe von A bis Z überzeugen. Höchste Zeit, mal bei Chris Lausmann anzuklopfen und ihm das ein oder andere Statement zu entlocken:

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MICHAEL VOSS und CHRIS LAUSMANN----Photocredit - Burkhard Salzmann

Hallo Chris!


Als erstes möchte ich mich gleich vorneweg für die Zeit bedanken, die Du Dir für dieses Interview nimmst und Dir/Euch zu diesem grandiosen Zweitling in der VOICES OF ROCK Reihe beglückwünschen. „High & Mighty“ ist wieder ein heißer Anwärter in meiner Top 10 Liste 2009 (wie auch schon der Vorgänger in 2007).
 
 
1. Was ich mich auch erneut fragen musste, wo kommen solch tolle Songs her? Die können doch nicht irgendwo in Euren Schubladen geschlummert haben, oder doch?
 
Wenn die Songs bei den Leuten ankommen, freut uns das natürlich doch sehr stark. Es ist ja nicht so, dass wir in der Vergangenheit komplett untätig waren, es gibt immer Ideen oder fertige Songs die auf Halde liegen. Zum teil sind dieses Mal Songs von früher verwendet worden, einpaar sind aber auch neu für dieses Album entstanden.
 
2. Du bildest mit Michael Voss den Kopf dieses Projektes. Wie läuft bei Euch die Aufgabenverteilung ab?
 
Die Zusammenarbeit läuft bei uns eigentlich relativ einfach. Ideen werden in Form von Playbacks oder fertigen Songs ausgetauscht, und dann machen wir uns Gedanken welche Songs wir verwenden möchten. Teilweise gibt es auch Playbacks, die ich Michael schicke, und er dann die Texte und Gesangslines dazu kreiert. Wir sind da ziemlich auf einer Linie, sodass die Songs sehr selten noch stark verändert werden müssen. Gut 90% des Demos bleiben im fertigen Song erhalten.
 
3. Wie war es denn dieses Mal mit der Kontaktaufnahme zu den einzelnen Sängern. Beim ersten Projekt war es ja teilweise ganz schön schwierig an die Herrschaften heranzukommen. Immerhin eilte Euch ja dieses Mal schon der gute Ruf des ersten Albums voraus.
 
Es hat sich auch diesmal nicht recht anders verhalten, wir haben uns überlegt, welcher Sänger denn für den ein oder anderen Song in Frage kommen könnte, und haben dann einfach versucht zu den Sängern einen Kontakt aufzubauen. Teils durch unsere persönlichen Kontakte aus der Vergangenheit, teils auch über das Label. Es waren wieder ca. 20 – 25 Sänger auf unserer Liste gestanden. Klar ist, dass es nicht mit jedem klappt. Der eine hat keine Zeit, wegen seiner eigenen Projekte oder Tourneen, der andere möchte sich evtl in eine andere Richtung verändern etc.
 
4. Gibt es denn noch konkrete Wunschkandidaten für einen eventuellen dritten Teil (bei denen es vielleicht die ersten beiden Male nicht geklappt hat)?
 
Klar gäbe es die, wir hätten durchaus noch Material und Kandidaten, mit denen man sich ein weiteres Album gut verstellen könnte, aber dass ist momentan noch Zukunftsmusik.
 
5. War es dieses Mal auch so, dass der Vossi die Nummern eingesungen hat und dann der jeweilige Kandidat seine Version davon gemacht hat? Wie wart Ihr denn mit der Umsetzung des Materials zufrieden?
 
Wie oben schon angesprochen, machen wir die Songs immer komplett fertig, und präsentieren diese Fassungen den Sängern. Um den Künstlern das besser zu veranschaulichen, ist klar dass wir immer einen Layoutgesang mit anliefern, der bereits auch Harmonie Vocals und Chöre beinhaltet. In wieweit die Sänger das dann eins zu eins nachsingen oder geringfügig abweichen, ist natürlich immer eine spannende Sache. Allerdings halten wir natürlich da auch ständig Rücksprache mit ihnen.
 
6. Auch dieses Mal wird es so gewesen sein, dass jeder Beteiligte seinen Part per Internet beigesteuert hat. Aber kannst Du Dir vorstellen, dass so ein Projekt ablaufen könnte wie in der guten alten Zeit, als sich noch alle Musiker im Studio befanden (abgesehen vom Aufwand und den Kosten eines solchen Unterfangens) und sich die Stars die Klinke in die Hand gaben?
 
Das stimmt so nicht ganz. Bert Heerink oder Davis Reece haben diesmal bei uns eingesungen, die anderen, die aus Übersee im Boot waren, da mussten wir allerdings wieder den für uns komfortableren Weg wählen, über das Internet.
Klar kann das auch heute noch auf die herkömmliche Art im studio umgesetzt werden, warum denn nicht. Nachdem aber mittlerweile das Budget nicht mehr den alten Zeiten entspricht wird dies natürlich immer seltener. Besonders wie in unserem Fall, wo wir doch hauptsächlich mit Künstler zusammen arbeiten, die nicht einfach um die Ecke wohnen. Aber hier eröffnet das Internet natrürlich neue Möglichkeiten, die früher so einfach nicht umsetzbar waren. Warum soll man sich das nicht auf eine gewisse Art zu nutze machen.

 
7. Der Sound auf „High & Mighty“ ist erneut erste Sahne. Natürlich waren hier auch 2 Topleute am Werk, aber was machen viele andere falsch? Es gibt auch anno 2009 noch massig schlecht produzierte (Rock-)Scheiben, wobei doch so vieles vermeintlich „einfacher“ geworden ist.
 
Danke für das Kompliment, auch diesmal sind sämtliche Instrumental Recordings bei mir in München und bei Vossi in Münster entstanden. Den Mix habe ich wieder bei mir in München gemacht, das Mastering war auch wieder in München, wo Vossi und ich eigentlich fast allen unserer Produktionen den letzten Schliff verpassen lassen.
Ob andere etwas falsch machen, das würde ich nie so betrachten, denn letztendlich versucht jeder immer das Maximum aus dem vorliegenden Material heraus zu holen. Der eine mit mehr Erfolg, der andere vielleicht mit weniger. Aber das ist doch wirklich ein Punkt, den nur die Fans oder der Käufer entscheiden kann. Jeder macht eben sein Ding. Vielleicht liegt es einfach oftmals an dem gewissen Etwas oder an dem Einfühlungsvermögen, das manchmal mehr oder weniger vorhanden ist.
Einfacher ist es diesbezüglich nicht wirklich geworden, vielleicht der ein oder andere Punkt in der Technik, ja schon. Nur egal ob analog, oder digital man muss natürlich dann versuchen damit klar zu kommen. Nur weil es immer heißt, dass jetzt alles in der Digitaltechnik so einfach ist, und jeder auf seinem Laptop sogar eine Produktion fahren kann, ist das noch lange kein Argument, dass es besser klingt. Es ist in manchen Punkten vielleicht kostengünstiger, aber auch nur vielleicht. Da spielen oft ganz andere Punkte mit rein, was jetzt zu weit führen würde. Diese Diskussion habe ich auch oft mit meinen Studenten, wobei natürlich immer einige kleinen Punkte verdrängt werden, die in der Summe natürlich sehr viel bewirken können.

 
8. Gibt es so etwas wie Vorbilder für Dich in Deinem Schaffensbereich als Produzent?
 
Klar gibt es die, und die kommen oftmals nicht mal aus der rockigen Ecke. Einige natürlich schon, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen um alle hier aufführen zu können. Letztendlich muss man ja auch irgendwie seine eigene Linie versuchen zu finden. Jeder kann hier von jedem profitieren. Und was mir persönlich so aufgefallen ist, dass andere auch nur mit Wasser kochen. Manchmal sind eben die Zutaten nur etwas anders. Es ist auch erstmal egal ob nun High End Equipment oder nur Amateur Equipment am start ist, solange man damit zum Ziel kommt ist das völlig legitim.
 
9. Du bist ja unter anderem auch Dozent am SAE Institute, Produzent und Musiker? Wie viele Stunden müsste ein Tag für Dich haben, damit Du auch noch genügend Zeit für private Dinge hast?
 
Am SAE Institute bin ich hauptsächlich eher Dozent, denn das ist ja mehr auf die technische Anwendung ausgelegt. Aber natürlich versucht man da auch bestimmte Aspekte als Musiker oder Produzent mit einfließen zu lassen, um gewisse Vorgänge besser veranschaulichen zu können.
Zeit für private Dinge muss man sich nehmen, sonst wird man zu fest gefahren in dem was man macht. Es läuft doch immer sehr viel auf einen eher kreativen Prozess hinaus. Und da braucht man auch den Kopf dafür frei.

 
10. Wie sieht es eigentlich mit Deiner Band ROTTEN ROSE aus? Auf der Homepage wird schon lange Zeit angekündigt, dass sich was tun soll, aber bis auf ein paar Auftritte in München hab ich leider nichts mehr vernehmen können.
 
Nun ja, das ist auch nicht so einfach, denn jeder der Band steht auch in seinem Berufsleben. Ich bin eigentlich der Einzige, der hauptsächlich in der Musik und Technik geblieben ist. Aber ich habe jetzt mit den Recordings für ein Album angefangen, und wir werden das auf jeden Fall durchziehen. Wann das fertig ist, oder wann und wo das dann zur Veröffentlichung kommt, dass weiß ich momentan noch nicht. Was ich weiß, dass es bestimmt gut werden wird, denn wir haben gute Songs, es ist auch nicht so der Einheitsbrei, ebn ROTTEN ROSE. Wir waren immer schon sehr vielseitig mit vielen verschiedenen Einflüssen, das werden wir auch versuchen damit fest zu halten. Man darf also durchaus auf das Ergebnis gespannt sein.
 
11. Wie sehen Deine Zukunftspläne aus? Eine Liveumsetzung von VOR wird ja außer Frage stehen, oder?
 
Diese Frage wird uns logischerweise oft gestellt. Man soll aber niemals nie sagen. Es wäre natürlich ein Logistisches Meisterwerk, aber auch finanziell eine Hürde, die man nicht so einfach überwinden kann. Wenn sich ein Sponsor finden würde, und vielleicht auch bei dem ein oder anderen Festival einige Künstler mit der eigenen Band vor Ort wären, dann ist das durchaus ein Thema. Nur so einfach wie sich viele das vorstellen ist es eben nicht. We will see.
Ansonsten haben wir beide die ein oder andere Anfrage für Produktionen, die wir demnachst versuchen in die Tat umzusetzen.

 
OK, nochmals vielen Dank aus dem Hause Rockingboy für dieses Interview. Viele Grüsse aus Ingolstadt und alles Gute für die Zukunft!

Stefan
 

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ODER  UND 

 

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