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Band: Virgin Steele Album: The Black Light Bacchanalia Spielzeit: 78:18 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/SPV Homepage: www.virgin-steele.com VÖ: 22.10.2010 Wertung: 5 von 10 Um ein Haar hätte ich dem Postboten den Hals umgedreht…mein 3er Vinyl-Set war immer noch nicht da und die CD Version lange draußen, erste Rezensionen machten bereits die Runde und ich konnte nicht mitreden. Hölle.
Die Rede ist vom aktuellen Werk „The Black Light Bacchanalia“ der New Yorker Legende Virgin Steele.
Als langjähriger Verehrer der Band um Mastermind David DeFeis brauchte ich zugegebenerweise einige Zeit um die Platte objektiv beurteilen zu können…die Vereinsbrille quasi von der Nase zu nehmen. Und ich muss vorweg sagen, selten fiel es mir dermaßen schwer ein abschließendes, vor allem objektives Urteil zu fällen.
Hatte man nach dem Wechsel zu SPV noch auf einen Richtungswechsel hoffen dürfen, hören wir auf der neuen Scheibe im Grunde nichts anderes als auch schon auf dem schwächeren Vorgänger „Visions Of Eden“. Auffällig lange Tracks mit Spielzeiten von bis zu 11 Minuten die thematisch und musikalisch typischen Epic-Power Metal der Marke Virgin Steele bieten. Honigsüße Gesangseinlagen im Duell mit einer sauber durchdachten Songstruktur die mal mehr mal weniger den Funken überspringen lassen…das Ganze im Dauerduell mit klinisch reinen Doublebasseinlagen und einer stark in den Hintergrund gemischten Gitarre lassen mich erstaunt zurück. Hinzu kommt daß David DeFeis dermaßen gedrückt klingt als hätte man ihm einen Strick um den Hals gelegt: Die kraftvolle… mehrere Tonlagen umfassende und vor allem abwechslungsreiche Stimme, wo ist sie geblieben? Immer und immer wieder fängt ein neuer Song an und ich frage mich was in der Nummer vorher eigentlich passiert ist…mit den technischen Hilfmitteln derer sich hier sicher bedient wurde hätte es ein leichtes sein müssen auch einem Mann Ende 40 eine kraftvolle Gesangsstimme herzuzaubern. Nicht nur daß…die Aufnahmen entfalten sich nicht, es baut sich einfach kein Druck auf.
Obwohl jeder einzelne Song für sich durchaus gute Ansätze hat verfällt die ganze Scheibe am Stück zu einer langweiligen Angelegenheit, so schwer es mir fällt…das Album als Ganzes fällt im Vergleich zu früheren Glanzleistungen bei mir durch. Leider.
Und damit sind wir wohl zum Kern des Pudels vorgedrungen: Es scheint an der Zeit einen Produzenten zu engagieren, Herrn DeFeis ist dieser Job anscheinend über den Kopf gewachsen. Er wäre gut beraten Hilfe anzunehmen, ansonsten schwant mir Böses.
Highlights:
· By The Hammer Of Zeus (And The Wrecking Ball Of Fire)
· Pagan Heart
· The Bread Of Wickedness
· To Crown Them With Halos Pt.1 & 2
Kaum schreibe ich diese Worte höre ich von der Neuauflage des „Noble Savage“ Klassikers mit zahlreichen Bonus Tracks. Mal sehen wie lange der Postbote diesmal braucht… Bernd
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