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Band: Thunderbolt Album: Dung Idols Spielzeit: ?? min Plattenfirma: Rock It Up Records/ Ice Warrior Records Veröffentlichung: 25.03.2011 Homepage: www.myspace.com/thunderbolt Wertung: 7 von 10 Die Flut der skandinavischen Metal Bands ist nicht aufzuhalten. Nun ist mal wieder Norwegen dran, denn mit ihrem neuen Album „Dung Idols“ treten THUNDERBOLT wieder auf dem Plan. Nach langen 5 Jahren erscheint nun ihr lang erwartetes drittes Album. Gleichzeitig ist dies der Einstand bei ihrem neuen Label Rock It Up/Ice Warrior Records. Nachdem man sich vom bisherigen Label Massacre Records getrennt hat versucht man nun sein Glück mit etwas Neues. Na das kann ja nur besser werden, oder? Für ihr Debütalbum „Deamons & Diamons“ bekam man im Jahre 2003 sehr gute Kritiken. 2006 veröffentlichte man noch den Nachfolger „Love & Destruction“ der unterschiedlich von der Fachpresse aufgenommen wurde. Dann trennten sich die Wege der Band und dem Label Massacre Records. Nun schlappe 5 Jahre später treten die Jungs also nun mit ihrem neuen, und schenkt man der Promoinfo Glauben stärksten, Album vor uns. Das Lineup der Band hat sich in der Zwischenzeit auch etwas verändert und ließt sich nun wie folgt, Tony Johannessen (Gesang), Marius Halleland (Gitarre), Per Erik Holt (Gitarre), Morten Eriksen (Bass) und Stig Moe (Schlagzeug). Der Stil von THUNDERBOLT ist aber nach wie vor unverändert und bewegt sich in der Schnittmenge zwischen ACCEPT, SABATON oder HAMMERFALL. Soweit die Fakten. Werfen wir nun endlich einen Blick auf die Musik. Mit dem Titeltrack „Dung Idols“ wird die Platte eröffnet. Gitarrenriffs begrüßen uns, bevor die Stimme von Fronter Tony einsetzt und man von seinem dreckigen, aggressiven Gesang mitgerissen wird. Ansonsten erwartetet uns ein eher durchschnittlicher Heavy Rocker der nicht so ganz zu überzeugen weiß. Irgendwie fehlt der richtige Pepp, der letzte Tick der mir die Nummer einfach im Gedächtnis behalten lässt. Viel besser machen es die Jungs beim folgenden „Metal Tide“. Ohne viel Vorgeplänkel startet der Song und die treibenden Riffs und das Drumming reißt einen sofort mit. Den Chorus kann man dieses Mal auch ordentlich mitschmettern und überzeugt mit seinen mehrstimmigen Gesang sofort. Das Gitarrensolo im Mittelteil ist auch absolut hörenswert. Klasse Song! Beim folgenden „Special“ laden die stampfenden Drums sofort zum mitwippen ein und bei den Melodien erinnert der gute Tony ein bisschen an den IRON MAIDEN Gesangsgott Bruce Dickison. Der, dieses Mal, etwas längere Chorus läuft uns auch ganz gut ins Ohr, was soll ich sagen, keine überragende Nummer aber ganz ordentlich gemacht. „Land of the living“ kann wieder ganz locker mit „Metal Tide“ mithalten. Coole Riffs und ein schöner mehrstimmiger Gesang im Chorus werten die Nummer auf und lassen sie schön in unseren Gehörgängen kreisen. Auf viel Neues wartet man leider auch hier vergebens, deswegen kann ich auch nur wieder sagen, gut aber nicht überragend! Diese Durchschnittskost wird erst wieder mit „The Moderators“ etwas besser. Schöne Melodien, ein überzeugender Gesang und ein guter, etwas längerer Chorus sind die Hauptmerkmale der Nummer. Der Mitdtempotrack ist zwar einfach gestrickt, aber einfach muss ja nicht immer gleich schlecht heißen! Leider endet die Platte wie sie begonnen hat. Denn das abschließende „Crime of the Sentry“ ist eher im Mittelfeld anzusiedeln und bietet nicht so viel neues bzw. aufregendes. Das griffige was man vorher bei dem ein oder anderen Track hören konnte, fehlt hier komplett und so rauscht die Nummer einfach an mir vorbei. Schade!
Anspieltipps:
So richtig viele Songs stechen nicht aus dem Einheitsgrau heraus. Am ehesten kann ich euch hier “Metal Tide”, “Land of the Living” und “The Moderators“ nennen.
Fazit :
Tja was soll ich sagen? Ganz überzeugen können mich THUNDERBOLT nicht. Drei bis vier richtig überzeugende Songs auf einem Album sind einfach zu wenig um in der heutigen Veröffentlichungsflut richtig herauszustechen. Damit wir uns nicht falsch verstehen, ein Totalausfall ist “Dung Idols” sicherlich nicht, aber ich hatte mir einfach ein bisschen mehr erwartet. Eigentlich ist es auch schade, denn Potential haben die Jungs und die Ansätze sind ja auch da. Vor allem Fronter Tony weiß mit seiner Stimme durchaus zu überzeugen. Die Jungs sind ja demnächst auch auf Tour, vielleicht sollte man sich einfach mal von der Livequalität überzeugen. Dort könnten nämlich einige Songs wesentlich besser zünden, als auf Platte. Ich zücke mal durchschnittliche 7 Punkte und empfehle euch aber auf jeden Fall die Jungs einfach mal anzuchecken, verdient hätten sie es!
Trackliste:
01. Dung Idols 02. Metal Tide 03. Special 04. Land of the Living 05. Majestic Travesty 06. Fight 07. The Moderators 08. Hell Run 09. Black Horde 10. Crime of the Sentry
Julian
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