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THUNDERBLAST_-_Invaders_from_another_World_artwork

Band: Thunderblast
Album: Invaders From Another World
Spielzeit: 56:30 min
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.07.2011
Homepage: www.thunderblast.net
WERTUNG: 8 von 10

Südamerika ist ein Metal verrücktes Land, soviel steht schon mal fest. Auch ein paar gute Metalbands hat das Land schon hervorgebracht. Kolumbien war bislang aber eher ein weißer Fleck auf der Metallandkarte. Nun machen sich die 1999 unter dem Namen SIDEREAL gegründeten THUNDERBLAST auf, dies zu ändern. Mit „Invaders from another World“ kommen die Jungs dieser Tage mit ihrem zweiten Album um die Ecke. Nachdem man im Jahre 2004 noch auf eigene Faust das Debüt „Warzone“ veröffentlichte, hat man nun beim deutschen Label Pure Steel Records unterschrieben und dürfte so ein wesentlich breit gefächertes Publikum erreichen.
Der Stil der Jungs wird mit thrashigem 80er-Jahre-Speed/Power Metal ganz im Stile alter ICED EARTH und IRON MAIDEN angegeben. Das beiliegende Promoblättchen verspricht natürlich etwas ganz großes und kraftvolles. Wir werden gleich mal schauen ob die THUNDERBLAST den Vergleich mit den Großen der Szene aufnehmen können. Leider müsst ihr auf eine Vorstellung der Mannschaft dieses Mal verzichten, denn auf dem Promozettel findet sich kein Hinweis auf die Mannen und auf der Homepage der Jungs ist das Ganze so klein, das man es nicht lesen kann. Aber ich denke das ist zu verkraften, oder? Lassen wir nun lieber mal die Musik der Jungs sprechen.
Da es sich hierbei um ein Konzeptalbum handelt, haben wir zum Anfang ein atmosphärisches Intro, welches uns in die Geschichte über eine Invasion fremder Besucher einführen soll.
Der erste richtige Track ist dann „Core Domain“. Die Marschrichtung steht auch sofort fest, es geht direkt straight nach vorne! Heftige Stakkato Riffs paaren sich mit kräftigen Bassläufen und oben drauf kommt der aggressive Gesang des Fronters. Gleich mit dem ersten Track so ein Fest für Power Metal Freaks, na das geht ja gut los. Als Opener geht das Ganze vollkommen in Ordnung.
Schnell und mit viel Schmackes geht es auch beim folgenden „Horror at Outpost 10“ weiter. Das Grundgerüst ist eigentlich genauso wie beim Vorgänger, allerdings wurde hier ein bisschen mehr auf die Melodic gesetzt, was man dann im Chorus auch hört. Die Stimme des Fronters passt auch perfekt zu den schnellen, druckvollen Songs, soviel Rotz und Aggressivität gehört einfach gescheit untermalt!
Beim folgenden „The Human Torch“ dürfen zur Abwechslung mal die Rythmusinstrumente den Song eröffnen. Kurz darauf setzt aber auch der Rest der Mannschaft ein und schon ist man wieder drin in einem, ja schon typischen, THUNDERBLAST Song. Keine Änderung der Marschrichtung und das ist auch gut so!
In der Mitte des Albums erwartet uns mit „Invaders from another World“ der Titeltrack der Scheibe. Und der ist wirklich besonders geworden, nicht weil die Jungs von ihrem Stil abweichen und hier sanftere Töne anschlagen, nein mitnichten. Sie haben einen richtig geilen Chorus mit eingebaut, der das Ganze zu einem geilen Livetrack machen sollte. Coole Nummer!
Beim nächsten Stück „When Zombies rise“ gibt es auch mal einen Tempowechsel zu verzeichnen. Man holzt nicht mehr ganz so schnell durch die Nummer, der Intensität und der Klasse des Songs tut das Ganze aber keinen Abbruch. Gewohnte Qualität wird uns hier geboten.
Auch in der Folge begeistern uns die Südamerikaner mit so Nackenbrechern wie „Screams at Hunted Hill“, das sehr melodische „Lap from Hell“ oder dem Ablusstrack „Units of Pain“.

Anspieltipps:

Ein paar feine Songs stechen hier ganz klar heraus. “Horror at Outpost 10”, “Invaders from another World” oder “Screams at Hunted Hill” sollten ihr auf jeden Fall anchecken.

Fazit :

Ein feines Zweitwerk haben die Südamerikaner THUNDERBLAST uns da aufs Tablett gezaubert. Mit ordentlich viel Schmackes und Ausdruck dürften sie eine Menge Power Metal Anhänger für ihre Mucke begeistern. Ihre großen Vorbilder ICED EARTH oder auch RAGE verleugnen sie zu keiner Zeit.
Die Stimmlage des Sängers passt perfekt zu den Songs, das Ganze ist gut umgesetzt und auch gut produziert.
Viel hat man noch nicht aus Kolumbien in Sachen Metal gehört, aber das sollte sich nun ändern, THUNDERBLAST sind ein absoluter Geheimtip was das angeht.
Klar ein bisschen was zu meckern gibt es immer, ein bisschen mehr Abwechslung hätte es dann doch sein können, viele Songs klingen doch recht ähnlich. Aber trotzdem ist mir die Leistung der Jungs ordentliche 8 Punkte wert! Leute checkt die Band einfach mal an!

Trackliste:

01. Intro (We are not alone)
02. Core Domain
03. Horror at Outpost 10
04. The Human Torch
05. Target Earth
06. Invaders from another World
07. When Zombies rise
08. Screams at Hunted Hill
09. Mutate
10. War of the Monsters
11. Lab from Hell
12. Units of Pain

Julian
 

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