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Die neue Großtat „Clash Of The Elements“ erforderte natürlich ein amtliches Update in Sachen THE POODLES. Alsdann wollte ich mir Shouter Jakob Samuel krallen, um ihn erneut über dies und das zu löchern. Wie sich aber herausstellte, war dieser nicht zu fassen, und so nahm sich Bassist Pontus Egberg meiner Fragen an:
S.T.: Hallo. Ich hoffe, es ist alles roger in Rockin´ Sweden und es geht Euch gut? Ich hatte ja das letzte Interview mit Euch vor ca. 2 Jahren in München vor dem Gig mit HAMMERFALL und KROKUS, es war echt super, Euch zu treffen.
P.E.: Hallo Stefan, hier ist Pontus Egberg am anderen Ende der Leitung. Ich kann mich noch sehr gut an die Show in München mit HAMMERFALL und KROKUS erinnern, war echt super.
S.T.: Es scheint, als dass der POODLES Rock´n Roll Zug so richtig rollt und Ihr so erfolgreich seid wie nie zuvor. Das gilt sowohl für das neue Album als auch für die Band selbst. Habt Ihr am Anfang Eurer Zusammenarbeit damit gerechnet?
P.E.: Nun, planen kann man so etwas natürlich nie, aber wir hatten schon ein gutes Gefühl mit dem, was wir da gestartet hatten. Wir hatten das Potential dieser Konstellation im Blick und außerdem haben wir von Anfang an sehr hart an unserer Karriere gearbeitet.
S.T.: Der „neue“ Mann (nun schon seit über einem Jahr) an der Gitarre ist Henrik Bergqvist. Erzähl unseren Lesern doch bitte etwas über ihn und den Grund, warum Pontus Norgren die Band verlassen hat.
P.E.: Ich denke Pontus Norgren wollte weiterziehen und etwas anderes ausprobieren. Als ihm der Posten bei HAMMERFALL angeboten wurde, hat er seine Chance einfach genutzt. Ihre Art Musik zu machen hat er schon immer gemocht. Als wir von unserer letzten Europatour im Frühjahr 2008 zurück kamen, hat er uns eingeweiht und wir standen ohne Gitarristen da. Henrik Bergqvist ist ein alter Freund von ein paar Jungs aus der Band und war schon am Anfang der POODLES für diesen Job gedacht. Er hatte damals andere Pläne, aber jetzt war er verfügbar und natürlich unsere erste Wahl. Er macht einen wirklich großartigen Job und füllt den Posten als Gitarrist fantastisch aus, sowohl musikalisch als auch menschlich.
S.T.: Wie war es denn mit Henrik im Studio?
P.E.: Es war natürlich sehr aufregend, da wir nicht so ganz wussten, was auf uns zu kam. Aber wir waren sehr zuversichtlich , dass er einen tollen Job machen wird. Immerhin hatten wir schon viele Liveauftritte mit ihm absolviert, also wusste er genau, wie der Hase bei den POODLES läuft.
S.T.: Ihr habt erneut 14 Songs auf Euer neues Album gepackt und es für die europäische Version sogar noch mit Bonusmaterial aufgestockt. Andere Bands machen dieses 10 Track Ding, aber THE POODLES geben den Fans Quantität UND Qualität für ihr Geld. Kannst Du mir etwas über die Entstehung des neuen Materials erzählen?
P.E.: Nun, wir versuchen, den Fans für ihre hart verdiente Kohle auch was zu bieten. Aber wir haben dabei auch immer ein Auge auf die Qualität, das ist der Hauptgrund, warum wir auch dieses Mal mit Co-Autoren gearbeitet haben, wie auch schon bei den ersten beiden Scheiben. Wir alle schreiben Songs aber wir nutzen auch gerne die Hilfe von außenstehenden Komponisten. Wenn wir die Songs dann aufnehmen, stecken wir unseren eigenen Touch und all unser Gefühl in den Song, damit es eine POODLE-Nummer wird.
S.T.: Kannst Du uns ein wenig durch das neue Album führen? Hast Du irgendwelche Favouriten?
P.E.: Wir haben 14 Songs auf dem Album, da ist es echt schwer, Favouriten herauszupicken. Aber ich versuch es einmal: „Too Much Of Everything“ – der Opener, ein echt emotionaler Song. Eine gute Zusammenfassung des ganzen Albums. Diese Nummer hat alles, der softe erste Vers mit den wunderschönen Streichern und dem Piano, ein einprägsamer Chorus und ein cooles Solo. „I Rule The Night“ – Der perfekte Heavy Metal Hit, wenn Du mich fragst. „Give Me A Sign“ – Ein richtig harter Song mit einem tollen Chorus. Was gibt es da noch? „Sweet Enemy“ ist ein echt guter Song und mir gefällt auch „Dream To Follow“ sehr gut. Was soll ich sagen, eine ganze Reihe guter Songs, wie ich finde.
S.T.: Letztes Jahr wart Ihr in Deutschland als Supporter für GOTTHARD unterwegs. Dieses Mal seid Ihr die Headlinder mit H.E.A.T. im Gepäck. Wie fühlt es sich an, so viel Zeit zu haben wie Ihr wollt, um auf der Bühne so richtig die Sau rauszulassen?
P.E.: Das ist natürlich großartig. Wir genießen es, auf der Bühne richtig crazy zu sein. Aber wir hatten auch die Möglichkeit, mit einigen großartigen Bands wie HAMMERFALL, KROKUS oder GOTTHARD als Vorband die Bühne zu teilen, das hat praktisch das Fundament dazu gelegt, um heute selbst zu touren, und wir lieben es. Wie Du vielleicht schon gehört hast, werden H.E.A.T. auf dieser Tour leider nicht mit uns kommen können. Sie sind eine tolle Band und wir hätten es genossen, mit ihnen unterwegs zu sein, aber es hat ihrerseits nicht geklappt. Im Moment sind wir noch auf der Suche nach einem würdigen Ersatz und wir werden sehen, wer sich mit uns auf diese Reise begibt. Aber ich kann Dir versprechen, dass die POODLES auf dieser Tour alles geben werden und noch ein bisschen mehr.
S.T.: Was bevorzugst Du? Festivals oder „normale“ Shows, bei denen alles ein wenig persönlicher ist?
P.E.: Das ist schwer zu sagen. Beides ist auf seine Weise super. Auf Festivals hast Du normalerweise die Chance, Dich einem breiten Publikum zu präsentieren, auf der anderen Seite sind reguläre Gigs einfach sagen wir einmal intimer. Das Gefühl, auf einer Festivalbühne vor einem riesigen Publikum zu stehen ist schwer zu toppen aber die Kommunikation mit den Fans klappt in kleineren Venues einfach besser.
S.T.: Dieses Mal hattet Ihr die Gelegenheit, mit Andy Fraser zu arbeiten, sozusagen einer lebenden Legende. Kannst Du mir etwas über diese Zusammenarbeit erzählen? Außerdem hattet Ihr beim neuen Album auch einen anderen Produzenten.
P.E.: Mats Valentin hat die Produktion für das neue Album übernommen. Ein echt toller Typ und ein alter Freund. Außerdem ist er ein super Produzent. Wir haben mit ihm schon für die beiden Songs „Line Of Fire“ und die offizielle schwedische Olympia Hymne „Raise The Banner“ zusammengearbeitet, die nach dem „Sweet Trade“ Album entstanden sind. Mit Mike Fraser sind wir eher zufällig in Kontakt gekommen. Aber er hat uns sofort geholfen und hat ein paar Songs für das neue Album gemixt. Es war echt großartig, als er das Studio betrat und seine Magie über die Songs versprühte. Das Resultat ist einfach nur super. Die restlichen Songs wurden von Robert Wellerfors gemixt, nicht so berühmt wie Mike Fraser, aber auch er hat einen tollen Job gemacht. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es fantastisch war, mit diesen drei Menschen arbeiten zu dürfen, denn durch sie ist das Album so toll, wie es ist.
S.T.: Ihr schreibt für ein Album ziemlich viele Songs. Für „Sweet Trade“ waren ca. 25 im Gespräch und für die neue Scheibe habe ich was von 35 gehört. Was macht Ihr denn mit den übrig gebliebenen Stücken?
P.E.: Ja, wir sind schon eine kreative Truppe. Wir hatten tatsächlich um die 35 Songs, aus denen wir für „Clash Of The Elements“ auswählen konnten. Am Ende waren es eben diese 14 Stück, die wir dann aufgenommen haben. Die restlichen Ideen werden wir eventuell mit einbeziehen, wenn es an die Planung für ein neues Album geht. Es sind alles gute Songs, und so werden mit Sicherheit einige darauf landen.
S.T.: Beim letzten Interview, das vor ca. 2 Jahren stattfand, haben wir schon über eine DVD gesprochen, die aber bis jetzt nicht veröffentlicht wurde. Was ist passiert?
P.E.: Die Sache wird immer konkreter. Wir haben diesen Sommer mit einer Filmcrew gearbeitet, die uns 2 Wochen durch Schweden begleitet hat und dabei 6 Shows gefilmt hat. Im Moment wird das Material gerade bearbeitet und ich bin zuversichtlich, dass die DVD noch dieser Jahr erscheinen wird. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie.
S.T.: Ihr habt jetzt auch Euer eigenes Plattenlabel am Start (Rosehip Alley Records). Außerdem habt Ihr mit Blistering Records einen neuen Vertriebspartner. Klär mich doch mal bitte auf.
P.E.: Im September 2008, als wir uns mit unserem alten Label Lionheart International zusammengesetzt haben, um Pläne für ein neues Album zu machen, wurde uns ziemlich schnell bewusst, dass es nicht die gleichen Dinge und Visionen sind, die wir für „Clash Of The Elements“ im Kopf hatten. Wir konnten uns nicht einigen, in welche Richtung das Ganze gehen sollte, wann die Platte veröffentlicht werden sollte usw. So dachten wir, dass es vielleicht besser wäre, getrennte Wege zu gehen und als wir das beschlossen hatten, kontaktierten wir unseren Produzenten und buchten das Studio. Als die Aufnahmen sich gen Ende neigten, suchten wir einen geeigneten Partner, das Album zu veröffentlichen. Aber wir wollten keine Kompromisse eingehen, wir wollten dabei die gleiche Kontrolle haben, die wir schon bei den Aufnahmen hatten. Nach einer Weile fanden wir mit Blistering Records einen Partner, der unseren Vorstellungen entsprach und nach vielen Gesprächen kamen wir zu der Übereinstimmung, dass es für beide Parteien in dieser Konstellation am Besten wäre. Und hier sind wir, mit unserem neuen Album im Gepäck, und wir hoffen, dass sich am Ende alles zum Guten wendet. Wir lieben das Album sehr und ich denke, dass es das bisher beste von THE POODLES ist. Wir sind guter Hoffnung.
S.T.: Welche Pläne habt Ihr füe die Zukunft? Ich habe gehört, Ihr wollt die USA erobern?
P.E.: Wir wollen die ganze Welt erobern, aber die Staaten sind die nächste logische Stufe. Wir sind gerade dabei, verschiedene Optionen zu prüfen und ich hoffe, dass wir dort bald Fuß fassen können.
S.T.: OK, ich möchte mich ganz herzlich für die Zeit bedanken, die Du Dir für meine Fragen genommen hast. Die berühmten letzten Worte gehören Dir.
P.E.: Es war super, mit Dir zu sprechen, ich hoffe, Du kannst mit den Antworten etwas anfangen. Und an alle da draußen: Checkt unser neues Album „Clash Of The Elements“, wir freuen uns außerdem riesig, wieder auf Tour zu sein und Euch alle zu treffen. Rock On!
S.T.: Ich wünsche THE POODLES natürlich alles Gute dafür und ich hoffe, trotz des „Ausfalls“ von H.E.A.T. am 31. Oktober in München dabei sein zu können.
Stefan
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