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Band:The Human Abstract Titel:Digital Veil Herkunft:Los Angeles / U.S.A. Genre:Progressive Metal Spielzeit:36:46 Plattenfirma:Steamhammer / SPV VÖ:17.06.2011 Bewertung: 8 von 10 Die schlechte Nachricht vorweg. Die neue Langrille „DIGITAL VEIL“ der L.A. Frickelkönige THE HUMAN ABSTRACT wird viele Metal Fans enttäuschen.
Die gute Nachricht: Noch mehr von Euch wird sie restlos begeistern.
Wer mit progressiv-nervösen Sounds nicht viel anzufangen weiß wird die Scheibe womöglich nach den ersten Höreindrücken entsetzt weglegen. Die Vielzahl der Höreindrücke in Form vermeintlich wirrer Gitarrenläufe, höchst vertrackten Schlagzeuggrooves, ständigen Breaks, Tempiwechseln und dem sich ständig verändernden Gesang des neuen Sängers Travis Richter (ehem. From First To Last) machen es dem Hörer zunächst schwer. Es bedarf schon einer Portion Zeit und vor allem Entdeckungsgeist in Sachen Metal um Zugang zu der Platte zu finden.
Wer sich jedoch drauf einlassen möchte und erfrischend kurze 37 Minuten Zeit für eine Reise in die große weite Welt der harten progressiven Musik hat wird fürstlich entlohnt.
THE HUMAN ABSTRACT schaffen es auf DIGITAL VEIL dem Genre Prog-Metal alle Ehre zu machen, fusionieren sie doch auf höchst angenehme Weise härtesten Metal mit kleinen Prisen klassischer Elemente, mixen einen Teil Death Metal unter und verblüffen den Hörer schon nach kurzer Zeit durch die absolute Beherrschung ihrer Instrumente. Sie setzen Akzente. Ich vermute daß sich etlich Bands in Zukunft an ihnen orientieren und kopieren werden. Was THE HUMAN ABSTRACT in ein einzelnes Stück reinpacken reicht anderen für eine ganze Platte.
Direkt im instrumentalen Opener „Elegiac“ hören wir die akustische Gitarre des zurückgekehrten Musikstudenten (klassiche Konzertgitarre) A.J. Minette, abgelöst von einer sauber gespielten elektrischen. Mit leicht angezogener Handbremse geht es über zum Rest der Scheibe. „Complex Terms“ baut dann langsam auf was uns nun erwartet. Höchst vertrackte und verschachtelte Kompositionen, präzise gespielte Instrumente, Doublebass, kurze Blastbeatattacken, wohldosierte Growls im ständigen Contra zum sauberen Klargesang, Tempiwechsel ohne Ende und immer wiederkehrendes Griffbrettgewichse der drei !!! Gitarristen A.J. Minette, Dean Herrera und dem inzwischen „gegangenen“ Andrew Tapley.
So zieht es sich wie ein roter Faden durch die Platte. „Antebellum“ fällt im Mittelteil etwas ab, doch mit den letzten drei Songs beschließen die laut Presseinfo nur fünf Musiker eine starke Scheibe.
Was mich an DIGITAL VEIL fasziniert ist der kurzweilige Mix der Zutaten, wie oben beschrieben...ich kann die Scheibe immer wieder hören und entdecke jedesmal interessante Details. Aber wie gesagt, Freunde harmonischer Klänge werden hier nur bedingt glücklich werden.
Meine Anspieltipps:
Digital Veil / YOUTUBE: http://youtu.be/O9e0NXu3lRo
Faust / YOUTUBE: http://youtu.be/29wl7QeUXqg
Pro: Ein starker, innovativer Death-/Prog-/Klassik-Mix bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt.
Contra: Extrem hoher Frickelfaktor...nix für Leute die mit Prog sonst nix am Hut haben.
Acht von 10
Die Band:
Travis Richter - Lead Vocals A.J. Minette - Guitar, Piano Dean Herrera - Guitar Henry Selva - Bass Brett Powell - Drums
Bernd
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