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Am 16.Mai 2010 starb einer der grössten Helden der Rockmusik im Alter von 67 Jahren. Ronald James Padavona, besser bekannt als Ronnie James Dio. Er begeisterte und prägte ganze Heerscharen von Anhängern des harten Rock und Heavy Metal und wurde mit zunehmender Dauer seiner Karriere zur heldengleichen, sympathischen Nummer eins. Wenn es heute darum geht den besten Sänger dieser Branche zu nennen, fällt nicht selten sein Name. Was viele nicht wissen: Vor Heaven & Hell, Dio, Black Sabbath und Rainbow gab es eine Band namens Elf. Und vor Elf waren die Elves.(...und die Geschichte vor den Elves wird sicher auch noch aufbereitet werden).
Nun darf der Fan teilhaben an dieser Zeit, kann hören wie der Mythos DIO entstanden ist. Mit der Ende Oktober erscheinenden CD „And Before Elf...There Were Elves“ kann ein kleiner Teil der Geschichte des beliebten Sängers aufgearbeitet werden. Niji Productions, in Deutschland durch Tonpool vertrieben, veröffentlicht erste Aufnahmen aus einem ernomen Fundus unveröffentlichter Dio-Songs.
Auf vorliegender CD finden sich 12 Tracks aus dem Jahre (Januar/Februar) 1972, einer Ära, in der der Sänger bestenfalls unter Insidern einen Namen hatte. Bands wie Black Sabbath, Led Zeppelin oder Deep Purple etablierten in dieser Zeit den Hardrock, Heavy Metal stand in den Startlöchern. In dieser Zeit fand auch Ronnie James Dio mit seinen Freunden und Mitmusikern, den ELVES (später ELF) nach unzähligen Stilwechseln und Versuchen in der Musikbranche Erfolg zu finden, langsam einen Einstieg in den harten Rock. Das könnten die Aufnahmen in ihrem ursprünglichen Zusammenhang sehr schön belegen, hätte man nicht etliche Stücke, meist Coversongs wie „War Pigs“, „Aqualung“ oder „Black Dog“, welche Dio's Richtungswechsel wunderbar belegen, einfach weggelassen. Dass gerade auf diese Songs verzichtet, und nur 12 von 26 Songs verwendet wurden, kann nur lizenzrechtliche und somit finanzielle Gründe gehabt haben. Schade.
Trotz allem...es handelt sich hierbei um lang herbeigesehnte Aufnahmen, die 33 Jahre lang in den Archiven des Elves / Elf Fans Jim Pownall vor sich hinschlummerten. Um 2005 wurde ihm klar wie interessant diese Tondokumente für den Rest der Welt sein könnten und übergab sie an Jeremy Whitted. Der wiederum lud sie auf seine Homepage und verteilte sie somit in der Welt, weshalb diese CD für den harten Kern der Dio-Anhänger keine Sensation darstellen dürfte. Zwischenzeitlich kursierten die Aufnahmen unter dem Bootleg-Titel „Elves – Live At The Bank“ und sind heute sogar auf Youtube zu finden. Warum man diese Songs aber aus dem Zusammenhang reisst und klanglich nur unwesentlich aufbessert, indem man den Lautstärkepegel etwas anhebt, bleibt die Frage. Wer weiss, dass die Elves, die übrigens neben Dio aus Gary Driscoll (Schlagzeug), Mickey Lee Soule (Keyboard) und Dios Cousin David „Rock“ Feinstein (Gitarre, später bei den Rods) bestanden, im fraglichen Zeitraum zwei ofizielle Singles (Walkin In Different Circles / She's Not The Same, 1969) (Amber Velvet / West Virginia, 1970) herausbrachten, wird sich besonders ärgern. Davon abgesehen hat es weit vorher bereits diverse Veröffentlichungen von Ronnie gegeben. Es wird also in Zukunft noch einiges zu Entdecken geben...
Nun sind auf dieser CD aber durchaus hörenswerte Songs enthalten, den Anfang macht der Blues-Standard „You Shook Me“ von Willie Dixon und J.B.Lenoir, besser bekannt in der Led Zeppelin Version von deren ersten Platte. Auch das Humble Pie Cover „Four Day Creep“ oder das Piano-Blues-Rock'n'Roll Medley„Little Queenie/Johnny B.Goode“ wissen zu gefallen. Den Höhepunkt stellen aber wohl „Driftin“ und vor allem „Smile For Me Lady“ dar, in denen wir Ronnies exzellentes Organ trotz bescheidener Soundqualität bewundern dürfen.
Alles in allem eine CD die Dio-Fans, die diese Aufnahmen noch nicht besitzen, begeistern dürfte.
Bernd
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