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Tesla - Alive In Europe

Band: Tesla
Album: Alive In Europe
Spielzeit: 79:45 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Homepage: www.myspace.com/teslatheband oder www.teslatheband.com
VÖ: 23.04.2010
Wertung: 8,5 von 10
Lange hat es gedauert, ehe TESLA das europäische Publikum mit einer ordentlichen Tour beglückten und das Ergebnis darf man sich nun auch auf Konserve anhören. Oft frage ich mich, warum man unbedingt ein Livealbum zuhause anhören soll, denn zu selten wird die Atmosphäre eines Konzertbesuches tatsächlich eingefangen. TESLA ist dies mit „Alive In Europe“ glücklicherweise zu 100% geglückt. Das nenn ich einen unverfälschten, geilen Livesound, der hier dargeboten wird. Bereits bei „Forever More“ werden die ersten Glückshormone ausgeschüttet, das folgende „I Wanna Live“ wird herrlich räudig rausgerotzt und ohne Pause zum Atem holen hauen uns die Jungs um Frontmann Jeff Keith „Modern Day Cowboy“ um die Ohren. Starker Auftakt, erst 2 Stücke vom aktuellen Album und dann sofort einen Klassiker. Entsprechend schnell war die Stimmung in Barcelona schon auf einem Siedepunkt. Das nenn ich mal ein tolles Publikum. Da mit „What You Give“ auch die Überballade aus dem Hause TESLA enthalten ist, dürften sogar die weiblichen Fans mit Freuden zugreifen. Neben dem tollen Sound meint man fast die Spielfreude der Amis aus Sacramento durch die Boxen zu hören, dass es ein wahrer Genuss ist. Von wegen alt und leise, hehe. „Into the Now“ schließt ein Livealbum der Güteklasse 1A ab, das mit fast 80 Minuten Spielzeit wahrlich Value For Money ist. Es gibt nur einen Kritikpunkt von meiner Seite aus. Macht doch das nächste Mal ein Doppelalbum und packt unbedingt noch „Edison's Medicine“ mit drauf, dieser Klassiker fehlt leider auf der Scheibe. Den Einzug in unsere Hall Of Fame haben TESLA aber nur um Haaresbreite verpasst, denn „Alive In Europe“ ist ein Pflichtalbum für jeden Hardrocker geworden, der mal wieder ein geiles Konzert mit toller Atmosphäre im eigenen Wohnzimmer genießen möchte.

Tesla - Forever More
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Band: Tesla
Album: Forever More
Spielzeit: 50:50 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Homepage: www.teslatheband.com oder www.myspace.com/teslatheband
Wertung: 9,5 von 10
Nicht erst seit „Edison's Medicine“ hab ich TESLA immer oben auf meinen Wunschzetteln entdecken können. Schon das Platin-ausgezeichnete Debüt „Mechanical Resonance“ hat mich zum TESLA-Fan gemacht und das war 1986. Im Kreise der Grunge-Welle gab es zwar Ende der 90er Jahre auch nicht wirklich viel von TESLA zu hören, die Band löste sich schließlich auf. Glücklicherweise fand man sich 2001 wieder zusammen, spielte mit „Into The Now“ auch ein ordentliches Album ein, welches mich jedoch nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Das Coveralbum „Real To Reel“ ging mir dann auch am Allerwertesten vorbei, da ich noch nie Fan solcher Alben war. Doch jetzt haben es TESLA wieder geschafft. Das neue Album „Forever More“ bietet zeitlosen Hardrock der Güteklasse 1A. Schon beim Opener „Forever More“ wird ein Highlight nach dem anderen produziert. Geniale Gitarren, cooler Gesang, anfangs etwas sperrig, wird er spätestens beim Refrain zum Monsterhit. „I Wanna Live“ hat ordentlich Sleaze-Schlagseite und gefällt mit mitreißenden Melodiebögen und einer dreckigen Rock N Roll Attitüde. „One Day At A Time“ erinnert stark an die seligen 80er Jahre und sollte jedem Hardrock-Fan runter wie Öl laufen. Dann jedoch folgt mit „So What“ der geilste TESLA-Song aller Zeiten. Und das will was heißen. Diese schrägen Gitarren, die sich langsam zu einem Wahnsinnsrefrain steigern. Das ist einfach gesagt nur obergenial! Von der modernen Halbballade („Just In Case“ oder „Fallin' Apart“) bis zum Uptemporocker („All Of Me“), hier gibt es alles in allerbester Qualität zu bestaunen. Oder das an ALICE COOPER erinnernde „In A Hole Again“ mit seiner fiesen Atmosphäre, ach, ich komme einfach ins Schwärmen. So muss Hardrock anno 2008 einfach klingen, nicht zu modern, nicht zu angestaubt, mit dutzenden guten Einfällen. Andere Bands schreiben in ihrem ganzen „Leben“ ein Dutzend halbwegs guter Hits, TESLA packen das gesamte Dutzend auf nur ein Album. Hut ab!

 

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