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synclair cover

Band: Synclair
Album: Synclair
Spielzeit: 58:59 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: 7Hard
Homepage: www.synclairtheband.com oder www.myspace.com/synclairtheband
VÖ: 11.02.2011
Wertung: 8 von 10
Es gibt kaum ein Album, welches ich in der letzten Woche öfter gehört habe, als das Debüt von SYNCLAIR. Hauptgrund ist die Qualität der Musik. Das Album wächst von Hördurchgang zu Hördurchgang immer mehr.

Synclair ist eine 5 köpfige Band, die sich aus mehr oder minder bekannten Rockhaudegen zusammen setzt.
Georg von Staden -  Keyboards und Spacekeys
Ulli Pallua – Schlagzeug
Richard Krenmaier – Gesang (Ex STYGMA IV)
Michael „Groovedoctor“ Eibinger – Bass
Michael Hackl – Guitar
sowie Mike Flynn – Guest Guitar

Die Münchner/Innsbrucker Musikkapelle verzichtete auf modernen Studioschnickschnack, spielte das Album live ein und verweist nicht ohne stolz darauf, dass sie sich nach nur 2 Jamsessions an die Aufnahmen begeben haben.
Das hört man dem selbstbetitelten Debüt auch an. Es klingt herrlich spontan und frisch.

Laut Bandpromo spielt man BLACK SABBATH meets PINK FLOYD und im Anschreiben der Promoabteilung  steht etwas von AOR bester Machart … ähhhhmmmmmm … CURRYWURST.

Um es ganz einfach und simpel auf den Punkt zu bringen:
Die musikalische Ausrichtung des Albums ist ganz klar Classic Rock (LED ZEPPELIN, DEEP PURPLE, URIAH HEEP). Das ist die Grundlage und hier und da verfeinern SYNCLAIR diese mit leichten Space Rock Anleihen.

Man hat das Gefühl, dass die von mir oben genannten Referenzen ein gemeinsames Album aufgenommen haben. Die Band kopiert diese nicht, sondern nutzt diese Basis/den Einfluss, um energiegeladene Rocksongs zu komponieren. Die Songs sind durchgehend auf einem hohen Niveau eingespielt. Eibinger, Hackl, Pallua und von Staden haben ein sehr gutes Gespür für gut sitzende Hooks. Sie schaffen durch ihr druckvolles und vor allem perfektes Zusammenspiel genau die richtige Basis für einen tollen Hardrock Sound. Besonders die Leistungen von Eibinger und Pallua möchte ich an dieser Stelle hervorheben, denn die beiden Herren schaffen durch den genial groovenden Soundteppich DAS Wiedererkennungsmerkmal bei SYNCLAIR. Das geht heutzutage vielen Nachwuchsbands abhanden.
Von Staden sorgt mit seinem originellen Keyboardsound für ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Er besteht neben Hackl's sehr gutem Gitarrenspiel und zeigt, dass sein Keyboardspiel perfekt mit der Gitarre harmonisiert.

Was nützt die beste Rhythmusgruppe, wenn der Sänger nichts taugt? Diese Frage brauchen sich SYNCLAIR nicht stellen. Richard Krenmaier's kraftvolle, charismatische und raue Stimme passt perfekt zum gebotenen Hardrock. Er verfügt über ein breites Spektrum und seine Stimme fügt sich sehr angenehm in den Sound der Band ein.

Ich möchte gerne auf einige Songs eingehen, die auch das restliche Material sehr gut repräsentieren:
Nach einem kurzen Intro, welches nicht auf der Tracklist aufgeführt ist, holen sie aus und „No forgiveness“ katapultiert den Hörer gleich in die SYNCLAIR Welt. Diese besteht aus hart gespielten Gitarren, ein nach vorne treibendes Schlagzeug und ein stark von den 70er Jahren beeinflusstes Keyboardspiel.
„Parkwalker“ glänzt mit einem an PINK FLOYD angelehntes Gitarrenspiel und druckvollen Drums. Auf „Got it all“ dominiert Eibinger's Spiel, am Keyboard wird sich ausgetobt und Krenmaier überzeugt mit seinem Gesang. Der Midtemporocker zeigt die Vorliebe der Band für DEEP PURPLE. Bei“Together“ wird erstmal die Handbremse gezogen und der entspannte Rocker lebt vom kraftvollem Gesang und einem tollen Gitarrensolo. Besonders der Refrain frisst sich im Ohr fest. Der letzte Song auf dem Album ist auch gleichzeitig der Titeltrack. Der Song ist das absolute Highlight des wirklich tollen Debüts. Bei einer Spielzeit von über 11 Minuten wird das ganze Können noch mal auf eine mehr als nur beeindruckende Art und Weise gezeigt und hat bei mir für einen offenen Mund gesorgt. Eibinger's Bass bietet die Grundlage auf dem Hackl, Pallua und von Staden dankbar aufsetzen. Was die Band aus diesem harten und treibenden Rocksong macht ist einfach phantastisch und kommt einer wunderbaren Jamsession gleich. Der Song macht einfach nur wahnsinnigen Spaß und ich möchte nur zu gerne erleben, wie sie diesen und auch ihr restliches Material live auf der Bühne umsetzen.

Trackliste:

1 - Intro
2 - No Forgiveness
3 - Parkwalker
4 - Got It All
5 - Together
6 - Show Me Your Face
7 - One Of These Days
8 - Starshine
9 - Synclair

Die Band besitzt verdammt viel Talent und ich freue mich jetzt schon auf weiteres Material dieser Combo.
Ich wünsche mir sehr, dass SYNCLAIR nicht nur ein einmaliges Projekt bleibt. Die Herrschaften haben auf eine beeindruckende Weise bewiesen, welches Potential und welcher Ideenreichtum in ihnen schlummert. Es wäre nur zu schade, wenn dieses nicht weitergeführt wird.

 Auf „Synclair“ wird gegroovt und handwerklich perfekter, kreativer 70er Jahre Classic Rock geboten. Da schlägt doch gleich jedes Rockerherz „Flicflac“.

Hier gilt: Kaufpflicht, denn sonst verpasst ihr eine der talentiertesten Newcomerbands der letzten Jahre!!!

 … und es purzeln 8 Sterne auf meinem ausgebreiteten Rockhimmel.
Götz

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