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Band: Sturm und Drang Album: Rock´n Roll Children Spielzeit: 41:08 min. Plattenfirma/Vertrieb: GUN Records/Sony BMG Homepage: www.sturmis.com oder www.myspace.com/sturmis Wertung: 8,5 von 10 Die finnischen Youngsters sind zurück mit ihrem zweiten Streich. „Rock´n Roll Children“ nennt sich der neue Silberling, so führen die Jungs in gewisser Weise ihre Philosophie in Sachen Albumtitel fort, denn ihr Erstling hörte auf den Namen „Learning To Rock“. OK, das rocken haben sie auch da schon ordentlich drauf gehabt, leichte Abzüge gab es in der Disziplin Eigenständigkeit. Und das ist auch teilweise auf ihrem neuen Werk so. Nehmen wir einmal den Opener „Last Of The Heroes“, die Zeitmaschine bleibt prompt 1987 stehen bei einer Band namens PRETTY MAIDS, die sich damals mit ihrer „Future World“ in die Herzen der Rocker bohrte. Der Vergleich ist verblüffend, zumindest was das Riffing angeht, leider. Track Nummer zwo („River Runs Dry“) stammt aus der Feder von Ex-SONATA ARCTICA Axeman Lani Liimatainen, der auch das Solo beisteuerte. Den Rest hat STURM UND DRANG Shouter Andre Linman übrigens entweder mit seinem Vater oder zweier dessen Cousins in Schweden verfasst. Auch dieses Mal ist das Spektrum der Songs wieder breit gefächert, vom schnellen Metalsong über hymnenhafte Midtempostampfer bis hin zur gefühlvollen Ballade. Was beim zweiten Anlauf aber sehr viel stimmiger gelungen ist als noch beim Debüt, denn „Rock´n Roll Children“ klingt wie aus einem Guss. Zum Schluss hin wird es aber noch einmal sehr gefährlich, denn der Rausschmeißer „Sinner“ klingt fast wie eine 1:1 Adaption von „Rising Son“ vom Debüt der Finnen. Lässt man also Track Nr. 1 und 10 weg, die an sich zwar nicht schlecht sind, wenns da nicht schon früher was gegeben hätte, ist „Rock´n Roll Children“ eine deutliche Steigerung, auch was die Produktion angeht. So dermaßen fett hätte die Sturmis nicht erwartet. Aber das zeigt auch, dass die Jungens schnell dazulernen und sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen (was mit Sicherheit hart bestraft werden würde). In ihrem Heimatland hat sich das auch schon ausgezahlt, denn die erste Single „Break Away“ schaffte es auf Anhieb auf die Pole Position. „Rock´n Roll Children“ hat nur knapp unsere Hall Of Fame verfehlt, wohin es das Debüt ja geschafft hatte, nur diesmal ist der Überraschungsbonus natürlich aufgebraucht und somit gibt es eine „normale“ Bewertung. Trotzdem ist auch die neue Langrille der Sturmis ein sehr starkes Stück Heavy Metal, und wer weiß, vielleicht ist der ein oder andere Song hier Ansporn für noch mehr junge Künstler, sich mit Leib und Seele dem Rock´n Roll zu verschreiben und wir haben schon bald eine Riege neuer Nachwuchsbands, die sich nicht von Bohlen und Co. verarschen und ausbeuten lassen. P.S. ich bin schon gespannt was meine deutschen Lieblings-Youngsters von KISSIN´ DYNAMITE für eine Antwort auf „Rock´n Roll Children“ haben. Stefan
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Band: Sturm und Drang Album: Learning To Rock Spielzeit: 39:33 min. Plattenfirma/Vertrieb: HMC – Helsinki Music Company Vergleichbare Bands: Stratovarius, The Poodles Homepage: www.sturmunddrang.fi oder www.myspace.com/sturmis Wertung: 9 von 10 Das sind also die finnischen TOKIO HOTEL! Nein, nicht gleich wieder wegklicken, denn alles was diese Finnen mit dem deutschen Zahnspangenjagdgeschwader gemeinsam haben, ist das Alter, denn die Mitglieder von STURM UND DRANG sind durchschnittlich 16 (!) Jahre alt. Außerdem merke ich gleich, dass die T-Shirts von JUDAS PRIEST und CHILDREN OF BODOM auf den Bildern im Booklet nicht vom Management verordnet wurden, sondern aus freien Stücken getragen werden. Was ich damit sagen möchte ist, dass das gesamte Image nicht aufgesetzt wirkt und die Band absolut glaubhaft rüberkommt. Alle Achtung, was die Debütanten auf ihrer treffend betitelten Scheibe „Learning To Rock“ ablassen. Zwar klauen sie teilweise ganz eindeutig bei den Kollegen von STRATOVARIUS, aber Eigenständigkeit kommt nach und nach, wichtig ist das Talent, die Instrumente richtig zu halten, und daraus die richtigen Töne zu quälen. Und das kann man STURM UND DRANG absolut nicht abstreiten, technisch spielt der Fünfer auf hohem Niveau und auch das Songwriting ist absolut im grünen Bereich. Was ich auch absolut genial finde, ist der Bandname, einfach Klasse. In ihrer Heimat kletterte „Learning To Rock“ bis auf Platz 3 der Charts und auch die Single „Rising Son“ hat es weit nach oben geschafft. Sänger André Linman hat eine außergewöhnlich vielseitige Stimme und passt zum Sound wie der Deckel auf die Schüssel. Auf der gesamten Scheibe befindet sich nicht ein Füller und zum Schluss hin lässt auch der Einfluss von STRATOVARIUS sichtlich nach und es gibt mehr STURM UND DRANG pur, straight und rockig. Herausheben möchte ich die Single „Rising Son“ (erinnert mich ein wenig an THE POODLES), „Learning To Rock“, „Fly Away“ und „Mortals“, wobei ich noch eimal betonen möchte, dass das komplette Album wirklich sehr stark ist. Ich wünsche diesen Jungs Erfolg, viel Erfolg, aber nicht, dass sie sich mit kreischenden Heerschaaren pubertierender Mädels rumschlagen müssen. Für mich DER Newcomer 2007 und ab August auch bei uns zu haben! Dieses Stück Plastik macht gewaltig Spaß!!! Stefan
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