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Wertung: 7,5 von 10
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Das Terry Brock zweifelsohne zu den Größen seines Faches angehört, stellt er nicht nur mit den STRANGEWAYS unter Beweis, sondern bot dies 2010 schon mit seinem Solo-Debüt "Diamond Blues" auf allerhöchstem Niveau. Da es jahrelang relativ ruhig um die Kombo wurde, lag letzten Endes auch daran, das einfach qualitativ nur Mittelmaß abgeliefert wurde. Mit einem gelungenen Comeback und dem Wechsel von Mitgründerstimme Tony Lidell zu eben oben genannten Terry Brock erhielt die Band wieder einen Schub nach vorne. Der mittelmäßige bis Schmalspurkost angebotene AOR fand durch Terry´s Ausnahmestimme eine andere Stimmung, und so kommt es nicht von ungefähr, das "Age of Reason" weiter eine merkliche Verbesserung ist.
Hier wird dem Hörer wundervoller AOR geboten, langsam getragen, melodiös, ruhig aber dennoch mit einer Prise Rock. Gut, für Freunde von GIANT, SEVENTH KEY oder THE SIGN dürfte hier mit breiter Front alles vertreten sein, was diesen Stil an Beliebtheit einbringt. Treibender Rock darf hier allerdings niemand erwarten, denn die Songs fließen seicht und ruhig dahin, ohne aufdringlich zu werden, allerdings auch ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Es reicht halt nicht nur, sich auf die Stimme von Brock zu verlassen. Da sollte mehr kommen, vor allem, da es sich bei diesem Longplayer schon um das 8. Werk handelt. Das Songwriting dient der Stimme sehr, wobei man weiß, das Brock weitaus mehr zu bieten hat, als Gedudel und Midtempo Rock. Eigentlich schade, denn mit einem solchen Sänger in den eigenen Reihen könnten noch viel höhere Gefilde eingeschlagen werden. Hier reicht es leider nur zum Mittelmaß, mit ein paar kleinen Höhen...
Jockel
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Wertung: 5,5 von 10
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Terry Brock gehört momentan anscheinend zu den vielbeschäftigsten Musikern im AOR/Melodic Rock Bereich. Nachdem er auf einigen Projekten in diesem Jahr zu hören war, z.B. PHENOMENIA und er auch seine neue Soloplatte „Diamond Blue“ veröffentlicht hat, legt er nun mit dem neuen Output „Perfect World“ der wiedervereinigten STRANGEWAYS nach. Mehr als 20 Jahre, es war im Jahre 1986, als sie ihr selbst betiteltes Debütalbum veröffentlichten kehren die AOR Veteranen nun also wieder ins Rampenlicht zurück. Da es vermutlich einige unter uns geben wir die dort noch nicht das rockkompatible Alter, so wie ich auch, hatten, hier ein kurzer Abriss der Historie. Mit dem schon angesprochenen Debüt veröffentlichte man zwischen 1986 und 2000 6 Studioalben, spielte unzählige Liveshows unter auch im Vorprogramm solcher Rockgrößen wie EUROPE, BRYAN ADAMS und MEAT LOAF, musste mehrere Besetzungswechsel verkraften Terry Brock verließ die Band in den 90iger und man löste sich dann im Jahre 2000 schlussendlich auf, nachdem von dem anfänglich Bandsound nicht mehr viel übrig war. Das Firefest 2010 muss dann wohl die Initialzündung zur Wiedervereinigung gegeben habe und man entschloss mit dem Lineup Terry Brock (Gesang), Ian J Stewart (Gitarre), Warren Jolly (Bass), Jimmy Drummond (Schlagzeug) und David „Munch“ Moore (Keyboard) den alten Sound der ersten Alben “Native Sons” und “Walk in the Fire” wieder aufleben zu lassen. Nun aber schnell wieder zurück in die Gegenwart um zu prüfen was uns die wieder erstarkten STRANGEWAYS hier präsentieren. Los geht es mit dem Opener „Perfect World“. Schön rockig geht der Song seinen Weg, der auch noch von Terry's klasse Gesang veredelt wird. Dazu kommt noch ein schöner eingängiger Chorus und fertig ist der perfekte Opener für ein AOR Album. Hat Ähnlichkeiten zu den Songs von Terry's letzter Soloscheibe „Diamond Blue“. Weiter geht es mit „Borderlines“. Das schöne rockige vom Vorgänger ist leider weg, dafür gibt es hier eine AOR Ballade die mit viel Gefühl und Atmosphäre aufwarten kann. Hier passt der Gesang auch wie die Faust aufs Auge. Brocks Gesang ist einfach typisch für diese Art von Song. So jetzt aber bitte wieder etwas mehr Druck.Leider hat das folgende „Movin On“ zwar nicht ganz so viel Balladencharakter, aber richtiges Rockfeeling kommt nicht auf. Irgendwie klingt das Ganze sehr blutleer und wie ich finde auch lieblos. Ein Fall für die Skip Taste. Leider sind die nachfolgende Tracks nicht wirklich besser. Man fällt immer mehr in den weichgespülten Kitsch und Plüsch AOR zurück und so richtig überzeugen und an die alten Glanztaten herankommen tun die Songs leider auch nicht. „One more Day“ ist noch eine kleine Erwähnung wert. Mehr gibt es aber auch leider nicht du den restlichen Songs zu sagen.
Anspieltipps:
Leider kann ich hier nicht so viel nennen. “Perfect World”, “Borderlines” und “ One more Day” kann ich euch ans Herz bzw. Ohr legen.
Fazit :
Nun ich bin leider sehr ernüchtert. Nachdem extrem starken neuen Soloalbum von TERRY BROCK und den alten STRANGEWAYS Klassikern hatte ich hier mit einer richtigen AOR Perle gerechnet. Leider entpuppt sich das Ganze, nach den ersten guten Songs, als weichgespültes Kitsch AOR Werk. Dieses mag vielleicht für einen Kuschelabend mit der Liebsten gut geeignet sein, für den AOR Liebhaber zum Hören im Auto oder einfach daheim vor der Anlage, aber absolut ungeeignet. Gegen ein bisschen Schmalz aus den Boxen habe ich ja nichts, aber das hier ist ein bisschen zu viel des Guten. So muss ich hier leider meine bislang schlechteste Benotung von 5,5 Punkten vergeben. Die Reunion von STRANGEWAYS ist für mich bislang kein Erfolg!
Julian
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Info
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Band: Strangeways Album: Age of Reason Spielzeit: 54 min. Plattenfirma: Dangerous Dog Records Veröffentlichung: 12.12.2011 Homepage:
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Tracklist
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1. The sentinel 2. Run 3. Playin´it over 4. As we fall 5. Call 6. End of the day 7. Alive again 8. Silver moon 9. Frozen 10. Long road
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Info
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Band: Strangeways Album: Perfect World Spielzeit: 59:40 min Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records Veröffentlichung: 15.10.2010 Homepage: www.facebook.com/Terry.Brock.Music.Page
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Tracklist
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01. Perfect World 02. Borderlines 03. Movin On 04. Time 05. Crackin' Up Baby 06. Liberty 07. One More Day 08. Bushfire 09. Too Far Gone 10. Can t Let You Go 11. Say What You Want
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