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Wertung: 5,5 von 10

STAHLMANN haben anscheinend eine Kreativitätsschub zu verzeichnen, denn so lange ist es nicht her, dass deren Debüt in den Plattenläden frisch erschienen ist. Und nun steht schon Longplayer Nummer 2 in den Startlöchern. Natürlich spielt eine Band namens STAHLMANN neue deutsche Härte im Stil von EISBRECHER oder OOMPH und erinnert manchmal auch an RAMMSTEIN. Electro Rock soll das dies nach dem Pressetext nun sein, mit einem Schuß Gothic würde ich wohl sagen, denn die düstere Grundstimmung von Sänger Alex will keine fröhlichen Lieder trällern. Bereits bei "Engel Der Dunkelheit" fahren STAHLMANN tanzbare Beats, harte Gitarren, viel Elektronik und einen eingängigen Refrain als Geschütze auf und trotzdem treffen sie bei mir nicht wirklich. Zu oft kommen mir die Strukturen der Songs bekannt vor, zu selten höre ich gute Gitarrenriffs, dazu übertreibt es Sänger Alex mit dem Pathos, den er in die Stimme legt. Ich weiß, das ist seit RAMMSTEIN halt in, ich würde eine passendere Intonierung zum jeweiligen Text begrüßen. Das nun folgende etwas schnellere "Spring Nicht" geht völlig an mir vorüber, besonders der Refrain nervt. Die Single "Tanzmaschine" kann mich auch nicht begeistern, guter NDH Song, mehr aber nicht. Erst als es ein wenig trauriger wird bei "Asche" können STAHLMANN etwas Emotionen hervorrufen, allerdings ist der Refrain zu durchschnittlich. Schade. Schmunzeln musste ich bei "Götter", cooler Text und sehr tanzbarer Beat. Da dreh ich sogar mal auf. Auch wenn vieles bekannt vorkommt, hebt auch "Diener" die Wertung noch ein wenig nach oben, denn die restlichen Songs sind nur Dutzendware. Und nach gerade mal 37 Minuten ist auch Schicht mit "Quecksilber", was ich nicht gerade Value For Money nenne. In meinen Augen hätten sich die Göttinger auch nach der erfolgreichen Tour im Vorprogramm von EISBRECHER mehr Zeit nehmen müssen, um an "Quecksilber" noch zu feilen und so aus der Scheibe vielleicht etwas besonderes zu machen. So versinkt das '"Quecksilber" leider im Mittelmaß ohne giftige Spuren zu hinterlassen.

Markus 

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Stahlmann - Quecksilber

Info

Band: Stahlmann
Album: Quecksilber
Spielzeit: 36:55 min.
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 20.01.2012
Homepage: www.stahlmann.tv

Tracklist

1. Engel Der Dunkelheit
2. Spring Nicht
3. Tanzmaschine
4. Asche
5. Mein Leib
6. Am Grunde
7. Götter
8. Schmerz
9. Diener
10. Tanzmaschine (Club Remix)

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