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Jaja, die Japaner sind schon ein lustiges Volk. Besonders im musikalischen Bereich huldigen sie oftmals noch den Achtzigern und haben mit modernen Metal Tönen manches Mal eher wenig Spaß. Auch nach mittlerweile 15 Jahren zelebrieren die Mitglieder von SOLITUDE (die Band existiert nicht so lange, aber sie haben alle in anderen Bands Erfahrung sammeln können) aus Tokio klassischen New Wave Of British Heavy Metal ganz in den Spuren von MAIDEN, SAXON und Co. Was die Japaner allerdings von diesen Größen unterscheidet, wird schon beim ersten Song "You Were All Of My Life" deutlich: Auch deutschen Gruppen wie GRAVE DIGGER sind die Japaner anscheinend nicht abgeneigt. Was mich allerdings stört ist die recht dünne Produktion, besonders das blechern klingende und weit vorne produzierte Schlagzeug geht mir voll auf den Zeiger. Denn ansonsten machen SOLITUDE vieles richtig. Sänger Akira Sugiucchi hat endlich mal eine feste Reibeisenstimme und nicht das hohe piepsige Gesinge vieler seiner Landleute drauf. Allerdings ist sein Stimmumfang etwas eingeengt, das aber durch entsprechendes Stimmvolumen aber fast wieder wett gemacht wird. Während "You Were All Of My Life" nach einem ruhigen Intro etwas ziellos durch die NWOBHM Landschaft stolpert, macht das folgende "Brave The Storm" einen zielstrebigeren und geradlinigeren Eindruck. Diesen Eindruck führt "Falling Down" dann auch fort. Was mir aber an den oft über 5 Minuten langen Stücken ein wenig fehlt ist das berühmte Aha-Erlebnis. Alles ganz nett, aber nicht überragend, besonders bei "Walk In Paradise" habe ich unvermittelt das Gefühl alles schon mal irgendwo gehört zu haben. Bei "Chained To The Rock" kommen dann angeblich progressive Elemente endlich stärker zum Tragen, was stimmen mag, da alles zwar passend aber auch leicht zusammengestöpselt klingt, dadurch wird eine eigentlich cooler Song auf fast 6 1/2 Minuten gestreckt, was ihm meiner Meinung nach nicht gut tut. Beim Instrumental "Head Wind" beweisen SOLITUDE, dass sie auch mal was von RUNNING WILD gehört haben. Richtig punkten können sie dann aber tatsächlich gegen Ende der Scheibe. "Volcano Of Anger" knallt endlich richtig geil und auch das SAXON Cover "Rainbow Theme - Frozen Rainbow" macht Freude. Wie ihr merkt machen SOLITUDE schon ein paar Sachen absolut richtig, begeistern können sie mich aber nicht. Damit bleiben sie im oberen Mittelfeld hängen.
Markus
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