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Band: Sister Sin Album: Switchblade Serenades Spielzeit: 44:29 min. Plattenfirma/Vertrieb: Metal Heaven/Soulfood Homepage: www.sistersin.com oder www.myspace.com/sisterssin Wertung: 8,5 von 10 Irgend etwas muss an dem Sprichwort dran sein, dass man sich im Leben immer zwei mal über den Weg läuft. Denn als ich 2003 eine CD einer schwedischen Band namens SISTER SIN in die Hände bekam, die sich „Dance Of The Wicked“ schimpfte, war ich der festen Überzeugung, dass dies eine weitere Combo ist, die die Welt nicht braucht und habe einen dicken Haken hinter die Angelegenheit gemacht. Vor einiger Zeit habe ich von verschiedenen Seiten mitbekommen, dass genau diese Band eine neue CD rausbringen soll, die angeblich super sein soll. Nun, mit den Geschmäckern ist das ja immer so eine Sache, vor allem wird viel Müll auch oder gerade heute hoch gelobt und mit Lorbeeren überschüttet. Als ich jetzt die Gelegenheit bekam, eben diese neue Scheibe, welche auch gleichzeitig das offizielle Debüt darstellt, anzuhören bzw. zu rezensieren, hab ich mir gedacht: why not, hör mal rein. Und was soll ich sagen? Schon der Opener „Beat The Streets“ fegt alles weg, was nicht angenagelt ist. So einen perversen Bastard hätte ich nicht einmal SKEW SISKIN zugetraut. Und damit wären wir auch schon bei der groben musikalischen Ausrichtung. Jedoch packen SISTER SIN noch eine gehörige Portion Rock´n Roll obendrauf und außerdem finde ich die Songs noch einen Tick eingängiger. Aber es sind auch Anleihen von MOTÖRHEAD (ähnlich wie bei SKEW SISKIN) oder frühen MÖTLEY CRÜE zu erkennen, besonders zur „Shout At The Devil“-Phase. Ihr seht, SISTER SIN haben einen riesigen Wespenschwarm im Allerwertesten und dass der Gesang von einer Frau übernommen wird, stört mich auch nicht im Geringsten. Frontfrau Liv hat eine raue, rockige Stimme, die perfekt zum Sound passt. Weitere Höhepunkte stellen für mich „Hostile/Violent“, „ On Parole“ oder der Titeltrack dar. Was ich auch ziemlich kultig finde, ist das „Platten-Feeling“, denn am Anfang und am Ende von „Seite 1 und 2“ gibt’s das Knacken und Knistern zu hören, wie zu seligen Schallplattenzeiten. Aber das nur mal so nebenbei. Eins ist klar, in Göteborg tobt das Leben auf der Strasse, und die Musikszene hat sich da auch angepasst. SISTER SIN machen den passenden Street Metal mit jeder Menge Spielfreude, Attitüde und Glaubwürdigkeit. Für mich eine der größten Überraschungen 2008. P.S. Natürlich hab ich mir die 2003er Scheibe noch einmal reingezogen, und bleibe diesbezüglich bei meiner Aussage von damals, was die letzten fünf Jahre also so abgelaufen ist, habe ich nicht verfolgt, aber mit diesem Rundling haben SISTER SIN bei mir den Reset-Knopf gedrückt und ich bin ganz Ohr, was die Schweden noch so alles an Land ziehen. „Switchblade Serenades“ ist jedenfalls ein richtig fieses, zähnefletschendes Metal Monster. Stefan
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