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SISTER SIN - True Sound Of The Underground
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Band: Sister Sin
Album: True Sound of the Underground
Spielzeit: 39:50 min
Plattenfirma/Vertrieb Metal Heaven/Soulfood
Veröffentlichung: 23.07.2010
Homepage: www.sistersin.com
Wertung: 9 von 10
Die Band SISTER SIN wirbelte im Jahre 2008 mit ihrem Debüt „Switchblade Serenades“ mächtig Staub auf. Mit viel Lob bedacht, versuchen die 4 Schweden nun mit ihrem, mir nun vorliegenden, Zweitling, „True Sound of the Underground“ diesen Erfolg nun zu wiederholen wenn nicht sogar zu übertreffen.
Schon mal vorab gesagt, der Erfolg konnte wiederholt werden. Für die noch Unwissenden, noch ein paar Hintergrundfacts. Die 3 Jungs und 1 Mädel von SISTER SIN stammen aus der Göteborger Underground Szene und haben für sich die eigene Stilrichtung Street Metal geschaffen. Rotzige, dreckige Riffs ähnlich der bekannten Rockgrößen MOTÖRHEAD und MÖTLEY CRÜE.
Namentlich haben wir es hier mit Frontfrau Liv (Gesang), Jimmy (Gitarre), Dave (Schlagzeug) und Benton (Bass) zu tun.
Von Besetzungswechseln blieb man leider nicht verschont.
Kurz nach Veröffentlichung der Platte hat leider Basser Benton seinen Ausstieg bekannt gegeben. So dass SISTER SIN nun auf der Suche nach einem neuen Tieftöner sind.
So nun aber genug mit dem Rumgesülze. Ab geht’s mit den Songs des neuen Werkes.
Mit „Sound oft the Underground“ grinst uns gleich der Titeltrack zur Eröffnung entgegen. Wie vom Debüt schon gewohnt geht es hier gleich in die Vollen. Es kracht und sägt an allen Ecken und die Rythmusfraktion legt einen breiten Teppich. Spätestens wenn Sängerin Liv die Stimme erhebt, fühlt man sich als Kenner der Band gleich zu Hause. Der Track ist mit einem einprägsamen Chorus ausgestattet, der das Ganze zu einem würdigen Opener macht.
Ein richtiges Brett wird uns mit dem folgenden „Outrage“ um die Ohren gehauen. Hier geht es Midtempo stampfend mächtig zur Sache. Ein richtig guter Track zum mitgrölen und abgehen. Party pur würde ich sagen. Im Vergleich zum Opener simpler gestrickt, dadurch aber besser zugänglicher und unterhaltsamer.
Mit „Better than them“ und „24/7“ folgen zwei ähnlich gestrickte Songs, die aber beide die hohe Qualität halten können und auch tierisch abgehen. Man höre sich nur mal den Chorus des letzteren Stückes an, da kann man sich bildlich vorstellen wie bei einem Konzert die Livemeute so richtig durchdreht.
Und weiter geht die wilde Fahrt mit dem 6. Track „I stand alone“. Keine Zeit zum verschnaufen. Wer hier Balladen sucht, hat die falsche CD eingelegt. Der Track ist ein flotter Rocker der von seinem klassen Riffing und dem Gesang von Frontfrau Liv lebt. Und wieder dieser catchige Chorus. Man kommt ja quasi aus dem abfeiern nicht mehr raus.
Der abschließende Track „Beat Em Down“ ist noch zu erwähnen. Den haben SISTER SIN dem verstorbenen schwedischen Box Champion Ingemar Johansson gewidmet und ist noch mal ein krachendes Stück Street Metal welches uns zum Abschluss noch mal alles abverlangt und mit allem aufwartet was wir auch vorher schon zu Hauf hatten. Treibende Riffs, frecher Gesang, einfacher Songaufbau und einem einprägsamen Chorus.

Anspieltipps:

Es gibt ein paar Perlen auf dem neuen Werk. Namentlich sind dies „Outrage“, „24/7“, „I stand alone“ und “Nailbiter“ die ihr euch auf jeden Fall mal reinziehen solltet

Fazit :

Mit „True Sound of the Underground“ ist SISTER SIN ein würdiger Nachfolger zu ihrem Debütalbum „Switchblade Serenades“ gelungen. Man konnte sich sogar noch mal im Vergleich ein wenig steigern. Das ganze Paket wirkt einfach kompakter und knackiger. Einfach eine Spur besser. Man darf hier natürlich keine großen Ansprüche in Bezug auf Songaufbau oder großartigen Spielereien stellen. SISTER SIN praktizieren einfach geradlinigen Heavy Rock, der einfach direkt, laut und schnell ist. Ruhige Momente sucht man wie schon gesagt hier vergeblich. Alle Songs sind hier auf einem relativ hohen Level obwohl der Mittelteil im Vergleich zum ersten Drittel ein wenig schwächelt. Nichts desto trotz haben wir es hier mit einem ganz starken Album zu tun. All diejenigen die einfach mal wieder guten geradeaus Metal hören wollen und vielleicht dabei ein bisschen feiern und abhängen wollen, dem ist das neue Werk von SISTER SIN nur wärmstens zu empfehlen.
Fette 9 Punkte vergebe ich und somit haben SISTER SIN den Einzug in unsere Hall of Fame bereits mit dem zweiten Album geschafft.

Trackliste:

01. Sound Of The Underground
02. Outrage
03. Better Than Them
04. 24/7
05. Heading For Hell
06. I Stand Alone
07. Built To Last
08. The Devil I Know
09. Times Aren't A-Changing
10. Nailbiter
11. Beat 'Em Down

Julian
 

sister sin - switchblade serenades

Band: Sister Sin
Album: Switchblade Serenades
Spielzeit: 44:29 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Metal Heaven/Soulfood
Homepage: www.sistersin.com oder www.myspace.com/sisterssin
Wertung: 8,5 von 10
Irgend etwas muss an dem Sprichwort dran sein, dass man sich im Leben immer zwei mal über den Weg läuft. Denn als ich 2003 eine CD einer schwedischen Band namens SISTER SIN in die Hände bekam, die sich „Dance Of The Wicked“ schimpfte, war ich der festen Überzeugung, dass dies eine weitere Combo ist, die die Welt nicht braucht und habe einen dicken Haken hinter die Angelegenheit gemacht. Vor einiger Zeit habe ich von verschiedenen Seiten mitbekommen, dass genau diese Band eine neue CD rausbringen soll, die angeblich super sein soll. Nun, mit den Geschmäckern ist das ja immer so eine Sache, vor allem wird viel Müll auch oder gerade heute hoch gelobt und mit Lorbeeren überschüttet. Als ich jetzt die Gelegenheit bekam, eben diese neue Scheibe, welche auch gleichzeitig das offizielle Debüt darstellt, anzuhören bzw. zu rezensieren, hab ich mir gedacht: why not, hör mal rein. Und was soll ich sagen? Schon der Opener „Beat The Streets“ fegt alles weg, was nicht angenagelt ist. So einen perversen Bastard hätte ich nicht einmal SKEW SISKIN zugetraut. Und damit wären wir auch schon bei der groben musikalischen Ausrichtung. Jedoch packen SISTER SIN noch eine gehörige Portion Rock´n Roll obendrauf und außerdem finde ich die Songs noch einen Tick eingängiger. Aber es sind auch Anleihen von MOTÖRHEAD (ähnlich wie bei SKEW SISKIN) oder frühen MÖTLEY CRÜE zu erkennen, besonders zur „Shout At The Devil“-Phase. Ihr seht, SISTER SIN haben einen riesigen Wespenschwarm im Allerwertesten und dass der Gesang von einer Frau übernommen wird, stört mich auch nicht im Geringsten. Frontfrau Liv hat eine raue, rockige Stimme, die perfekt zum Sound passt. Weitere Höhepunkte stellen für mich „Hostile/Violent“, „ On Parole“ oder der Titeltrack dar. Was ich auch ziemlich kultig finde, ist das „Platten-Feeling“, denn am Anfang und am Ende von „Seite 1 und 2“ gibt’s das Knacken und Knistern zu hören, wie zu seligen Schallplattenzeiten. Aber das nur mal so nebenbei. Eins ist klar, in Göteborg tobt das Leben auf der Strasse, und die Musikszene hat sich da auch angepasst. SISTER SIN machen den passenden Street Metal mit jeder Menge Spielfreude, Attitüde und Glaubwürdigkeit. Für mich eine der größten Überraschungen 2008.
P.S. Natürlich hab ich mir die 2003er Scheibe noch einmal reingezogen, und bleibe diesbezüglich bei meiner Aussage von damals, was die letzten fünf Jahre also so abgelaufen ist, habe ich nicht verfolgt, aber mit diesem Rundling haben SISTER SIN bei mir den Reset-Knopf gedrückt und ich bin ganz Ohr, was die Schweden noch so alles an Land ziehen. „Switchblade Serenades“ ist jedenfalls ein richtig fieses, zähnefletschendes Metal Monster.
Stefan

 

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