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SHAKRA, GODIVA & M.A.D.

03.10.2007, Ingolstadt

Es ist der 03.10.2007. Ganz Deutschland ist von schlechten Castingbands und HipHoppern besetzt. Ganz Deutschland? Nein, ein kleiner aber verwegener Haufen qualitativ hochwertiger Rockbands stellt sich der Übermacht entgegen. Da kommt tatsächlich eine Topband wie SHAKRA mal wieder nach Ingolstadt, diesmal aber anders als 2003 (damals als Vorband von KROKUS) als Headliner. Und im Gepäck haben sie nicht nur die Schweizer Kollegen von GODIVA. Nein, auch noch eine der stärksten regionalen Bands nämlich M.A.D. (Maniacal Area Damage) darf anheizen. Ein Interview mit den Jungs folgt übrigens schnellst möglich. Ich muss es nur noch vom Diktiergerät kryptografieren (Achtung - Kryptografie war leider nicht mehr möglich und es wird kein Interview mehr folgen. Sorry. M.R.). Einfach Mist, wenn man ein Interview in einem Treppenaufgang macht (verdammter Hall). Aber kommen wir zum heutigen Konzert.

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M.A.D.

Pünktlich legten M.A.D. los wie die Feuerwehr.  Als erstes hauten sie uns "Dragons Eye" um die Ohren. Wahrlich ein gelungener Einstieg. Auch das anschließende "Dirty Woman" war nicht von schlechten Eltern. Deswegen war es für mich um so verwunderlicher, dass das Ingolstädter Publikum nicht mehr mit ging. Denn M.A.D. präsentierten sich als tighte und spielfreudige Liveband, die mit ihren manchmal ein wenig an AC/DC erinnernden Songs und ihrem aktuellen Album im Gepäck nichts falsch machten.

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Egal ob "Warrior", der Mitsinghit "Life Ain't Fair" oder mein absoluter Favorit "Stealin' My Time", alle schlugen in dieselbe Kerbe und waren aus verdammt gutem Holz geschnitzt. Sänger Jochen S. Bach zeigte ein eigenwilliges Stageacting und brillierte mit seiner starken Stimme, Gitarrist Robert Mayer lies die Haare fast ununterbrochen kreisen, spielte technisch perfekt und überraschte mit einem kurzweiligen Gitarrensolo vor "Life Ain't Fair". Auch Bassist Andreas Laubmeier und Willi Hagn an der Schießbude waren ständige Aktivposten. Hier sah man einer Band an, dass sie live eine Macht sind. In meinen Augen ein sehr gelungener Auftritt und ich verspreche euch, von M.A.D. werden wir mit Sicherheit noch einiges hören.

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Nach einer kurzen Umbauphase wurde es Zeit für die Schweizer GODIVA. Auch diese brachten ihr kürzlich erschienenes Album "Destruction" mit. Mit dem Titelsong stiegen sie dann auch hammerhart ein. Und ließen mit dem anschließenden "Pedal To The Metal" dem Publikum kaum Zeit zum Luftholen. Auch "Proud To Be A Beast" oder "Call Me Under 666" vom Vorgängeralbum sind recht gute Metalsongs. Entsprechend kamen sie auch relativ gut beim Publikum an, obwohl sie ja doch der härteste Stoff am heutigen Abend waren. "Heavy Metal Thunder" war mir persönlich dann etwas zu altbacken, irgendwie kam mir da nur eines in den Sinn: Schon 1000x gehört. Aber kaum ein Wunder, schließlich waren "Let The Tanks Roll", welches mich auch nicht zu Begeisterungsstürmen verleiten konnte, und eben jener Song noch vom Debüt aus dem Jahre 2003.  

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Egal den Gig schlossen GODIVA mit dem superben "Vicious Blade" vom aktuellen Longplayer ab und hinterließen viele freundliche Gesichter im Publikum. Allerdings haben sie doch so einiges verschenkt. Gerade Sänger Fernando Garcia, der ja bereits mit VICTORY auf den Brettern, die die Welt bedeuten, stand, machte einen sehr verlorenen Eindruck. Sorry, aber so einen schlechten Entertainer habe ich selten gesehen. Kaum Bewegung, schüchterne Ansagen, da habe ich von so einem alten Hasen im Geschäft viiiel mehr erwartet. Tja in der Schweiz ticken die Uhren anders. Denn Basser Mitch Koontz schien das Posing mit der Muttermilch aufgenommen zu haben. Schon etwas komisch anzusehen, dass der Mann an den vier Saiten dem Sänger die Show stahl. Leider hatte Mitch vor lauter Posing ein paar kleinere Timing Schwierigkeiten und so kam GODIVA manches Mal ein wenig aus dem Takt. Das Zusammenspiel der einzelnen Bandmitglieder war also verbesserungswürdig. Insgesamt gesehen aber ein solider Auftritt. Doch nun wurde es Zeit für den Hauptact.

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SHAKRA legten wie von der Tarantel gestochen los. Professionelles Stageacting, unbändige Spielfreude und ein klarer wenn auch etwas zu lauter Sound versprachen Genuß pur. Und um es vorweg zu nehmen: Es wurde niemand enttäuscht. Obwohl Sänger Mark Fox gerade nach überstandener Virusinfektion aus dem Krankenhaus entlassen wurde, fegte er wie alle seine Mitstreiter über die nun viel zu klein geratene Bühne. Der Einstieg mit "Vertigo" und "Inferno" war absolut gelungen. Als "Nothing To Lose" folgte, hatten SHAKRA bereits auf ganzer Linie gewonnen und alle Songs wurden von der ersten bis zur letzten Minute abgefeiert.

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Und SHAKRA zeigte nicht die geringste Schwäche. Richtig geil waren "She's My Ecstasy" und die hammermäßig geile Version von "Chains Of Temptation". Gut, als es gegen Ende ging, zeigte sich doch, dass Mark konditionell ein wenig zu kämpfen hatte. Doch er biss die Zähne zusammen und zeigte besonders stimmlich keinerlei Schwächen. Als sich SHAKRA mit "Rising High" als dritte und letzte Zugabe und insgesamt 15 gespielten Songs verabschiedeten, war Mark ähnlich wie seine Mitstreiter und das Publikum pitschnass geschwitzt. Meinen allergrößten Respekt für diese Leistung. Wenn die Band sich weiter so stark präsentiert, sehe ich eine sehr rosige Zukunft voraus. Apropos Zukunft. Leider hat sich mittlerweile Bassist Oliver von der Band verabschiedet und die Jungs suchen Ersatz. Doch an diesem gelungenen Abend wird sich dadurch auch nix mehr ändern. In dieser Form sind sämtliche Bands ein gern gesehener Gast in Ingolstadt. Daher sag ich nur: Bis zum nächsten Mal!!!

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