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Band: Seven Witches Album: Call upon the Wicked Spielzeit: 43:44 min Plattenfirma: Massacre Records Veröffentlichung: 03.06.2011 Homepage: http://www.myspace.com/jackfrostsevenwitches
WERTUNG: 6 von 10
Mastermind und Gitarrist Jack Frost hat sich wirklich lange Zeit gelassen um uns ein neues Album seiner Band SEVEN WITCHES zu präsentieren. Ganze 4 Jahre dauerte es um den Nachfolger für das letzte Album „Deadly Sins“ einzuspielen. Diesen Sommer hat das Warten nun ein Ende und „Call upon the Wicked“, das achte Album der Band, biegt um die Ecke. Die lange Zeit seit der Gründung der Band im Jahre 1998 und des Debüts „Second War in Heaven“ 1999 war geprägt von Besetzungswechseln und einer bewegten Bandkarriere. Mittlerweile ist nur noch Jack selbst aus dem Original Line Up übrig geblieben. Zurückgekehrt ist aber Sänger James Rivera (HELSTAR, DISTANT THUNDER), der schon auf den 2004er und 2007er Outputs „Year of the Witch“ und eben „ Deadly Sins“ hinterm Mikro stand. Ergänzt wird die aktuelle Mannschaft durch Mike LePond (SYMPHONY X, Bass) und Taz Marazz (Schlagzeug). Laut Promoinfo haben wir es hier mit dem abwechslungsreichsten und ausgereiftesten Album der Band zu tun. Na wir schauen mal ob das auch so zutrifft. Lost geht es mit dem Opener „Fields of Fire“, der gleich mit dem gewaltigen Gesang von James startet. Er singt aggressiv und beherrscht die Nummer zu jeder Zeit. Die Songstruktur ist zwar ein bisschen einfallslos, dafür weiß der Chorus aber durchaus zu gefallen auch wenn er nicht gerade vor Innovation strotzt. Aber das muss ja auch nicht immer sein. In der Summe haben wir hier einen Opener der in Ordnung geht. Das Titelstück „Call Upon the Wicked“ erwartet uns an dritter Stelle des Albums. Eine recht flotte Nummer, die uns mit einigen schönen Bass und Gitarrenläufen zu begeistern weiß. Der Gesang von James geht auch hier wieder absolut in Ordnung und der Chorus ist schön eingängig. Gute Nummer, die gut reinläuft und die man sich gut anhören kann. Apropos gut reinläuft, hierzu kann man auf jeden Fall auch das folgende „Ragnarock“ zählen. Ein Heavy Metal Rocker der alten Schule mit krachenden Stakkato Riffs und einem genialen Chorus, der einen schon nach kurzer Zeit nicht mehr loslässt. Der Gesang von Fronter James bewegt sich dort auch im Mittelfeld, was dem Song absolut gut tut. Eine kurzweilige, aber bärenstarke Nummer! Im Anschluss haben wir leider mit einigen durchschnittlichen Tracks zu kämpfen. Das Niveau kann erst wieder in der Mitte der Platte mit „Harlot of Troy“ gesteigert werden. Eine schnelle Nummer, bei der tierisches Rübe schütteln angesagt ist. Hier gibt es alles was das Old School Metal Herz sich wünscht. Schnelle Gitarrenläufe, pumpende Bass und Schlagzeugspiel und ein kurzer prägnanter Chorus. Nicht überragend, aber anständig was uns hier geboten wird. Dann tritt leider wieder unser alter Bekannte der Durchschnitt auf den Plan, richtig erwähnenswert ist kein Song mehr. Bis auf das reguläre Ende der Platte. Den dort bekommen wir dann das CREAM Cover „White Room“ serviert. SEVEN WITCHES drücken dem Ganzen zwar ihren Stempel auf, man versucht aber die Seele des Originals beizubehalten, was den Jungs auch ganz gut gelingt. Zum Abschluss bekommt man hier doch noch einigermaßen die Kurve.
Anspieltipps:
Selten viel es mir so schwer, euch hier etwas zu nennen. Viele Songs rauschen einfach an einem vorbei. Die, die hängen bleiben sind aber ganz klar der Titelsong “Call Upon the Wicked”, “Ragnarock” und “Harlot of Troy”.
Fazit :
Also ich bin doch ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir doch etwas mehr von so alten Hasen im Metalgeschäft wie SEVEN WITCHES erwartet. Vor allem die Rückkehr von James Rivera ließ einen hoffen. Das neue Album „Call Upon the Wicked“ enthält mir leider zu viele mittelmäßige Nummern um aus der Masse der aktuellen Veröffentlichungen richtig hervor zu stechen! Drei bis vier gute Tracks in der heutige ist einfach zu wenig Jungs, sorry! Vielleicht bin ich auch aufgrund der aktuellen teils sehr guten Veröffentlichungen wie der neuen HAMMERFALL, das Debüt von LOVE.MIGHT.KILL oder auch FULLFORCE zu verwöhnt, aber ich persönlich kann dem neuen Album von SEVEN WITCHES nur durchschnittliche 6 Punkte geben. Schade, denn mit ein, zwei guten Songs mehr sehe das Ganze wieder ganz anders aus. Allen Fans und Interessierten sei geraten, vor dem Kauf mal rein zuhören und dann für sich selbst zu entscheiden ob die CD ihr Geld wert ist.
Trackliste:
01. Fields Of Fire 02. Lilith 03. Call Upon The Wicked 04. Ragnarock 05. End Of Days 06. Mind Games 07. Harlot Of Troy 08. Eyes Of Flame 09. White Room 10. Metal Tyrant (Digipak bonus) 11. Metal Asylum (Digipak bonus) 12. Jacob (Digipak bonus)
Julian
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