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Band: Scheepers Album: Scheepers Spielzeit: 52:30 min Plattenfirma/Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood Veröffentlichung: 18.02.2011 Homepage: www.myspace.com/rs05 Wertung: 9 von 10 Ralf Scheepers ist eine wirkliche Institution gerade im deutschen Metal Kosmos und darf auf eine lange beeindruckende Karriere zurückblicken. Begonnen hat für ihn Alles, im Jahre 1983 als Ralf mit der von ihm gegründeten Band TYRAN’ PACE wie aus dem Nichts auftauchte um die Metal Welt im Sturm zu erobern. Die Band löste sich aber leider im Jahre 1986 auf und Ralf brachte zusammen mit Kai Hansen eine neue Kapelle an den Start. Ihr Name GAMMA RAY. Dort sang er die ersten drei Alben ein und verabschiedete sich dann um mit Mat Sinner eine neue Power Metal Formation ins Leben zu rufen. PRIMAL FEAR erblickte 1997 das Licht der Welt und mauserte sich bis zum heutigen Tage zu einer der deutschen Heavy Metal Bands. Die letzten Outputs „New Religion“ und „16.6 Before The Devil Knows You're Dead“ waren bärenstark, man ist auf dem Metal Olymp angekommen und mittlerweile Vorbild für viele neugegründete Metal Formationen. Laut eigener Aussage sammelten sich im Laufe der Zeit einige Songs an, die nicht wirklich ins Raster von Ralf’s Stammband PRIMAL FEAR passten und so muss wohl der Entschluss gereift sein ein Soloalbum aufzunehmen. Dieses mit dem schlichten Titel „Scheepers“ betitelte Album liegt mir nun vor und wir werden zusammen beleuchten, was dort nun auf uns zugerollt kommt. Das Abum erscheint unter seinen eigenen Namen SCHEEPERS und Ralf hat dort eine Ansammlung der Cream de la Cream des Heavy Metal’s versammelt. Tim „Ripper“ Owens (Ex JUDAS PRIES, Ex ICED EARTH) konnte für ein Duett gewonnen werden und die instrumentale Fraktion wird von so Hochkarätern wie Magnus Karlsson (Gitarre, PRIMAL FEAR, ALLEN LANDE), Alex Beyrodt (Gitarre, SILENT FORCE, PRIMAL FEAR), Kai Hansen (Gitarre, GAMMA RAY), Victor Smolski (Gitarre, RAGE) Sander Gommans (Gitarre, Ex After Forever), Mike Chlasciak (Gitarre, HALFORD), Mat Sinner (Bass, PRIMAL FEAR, SINNER) und Snowy Shaw (Schlagzeug, KING DIAMON), besetzt. Die Namen alleine bürgen ja schon für Qualität, schauen wir mal ob das Album wirklich so stark ist, wie die Aufstellung vermuten lässt. Mit „Locked in the Dungeon“ wird das Album recht kultig, mit Kettengerassel und Geschrei eröffnet. Kurz danach setzen auch schon die kraftvollen Riffs ein und Ralfs Stimme erklingt zum ersten Mal. Das Ding hat dermaßen Power das es sich gerade zu in die Gehörgänge frisst. Beim Chorus heißt es Arme hoch und die Rübe schütteln! Ralf singt schön aggressiv und kraftvoll, so stell ich mir eine richtige Power Metal Granate vor. Ein geiler Einstieg! Das folgende „Remission of Sin“ ist dann, das schon angesprochen Duett mit Tim „Ripper“ Owens. Hier haben wir es mit einem Midtemposong zu tun, der durch seinen einprägsamen Chorus besticht und bei dem die beiden Herren natürlich eine geniale Gesangsleistung abliefern. Darauf hat die Welt glaube ich gewartet, zwei der genialsten Metalshouter in einem Song. Killertrack! Bei “Cyberfreak” haben wir es mit einer Abrechnung mit dem Internetboom zu tun. Achtet mal genau auf den Text. Der Song beinhaltet ein paar New Metal Einflüsse, was dem Ganzen aber sehr gut zu Gesicht steht. Der Gesang ist schön aggressiv und die Riffs sind richtige Brecher. Coole Nummer, die auch recht gut im Ohr hängen bleibt. In der Mitte des Albums ans 6. Stelle erwartet uns mit „Saints of the Rock“ eine Neueinspielung des gleichnamigen TYRAN’S PACE Songs. Eine klassische Midtempo Hymne mit einfachen, eingängigem Chorus und mehrstimmigen Chören. Ein alter Track im neuen Gewand, der sich sehr gut in das Album einfügt und auf Anhieb begeistern kann. Das folgende „Before the Dawn“ ist eine recht ruhige Nummer, die komplett von Ralfs genialen Gesang getragen wird. Das Besondere hierbei ist, das Ralf bei dieser Nummer alle Instrumente selbst gespielt hat. Ein kleiner Multiinstrumentalist würde ich sagen . Im letzten Drittel der Scheibe erwarten uns mit „The Pain of the Accused“ und „ Compassion„ zwei erstklassige Balladen, die Ralf genauso stark vertont wie die harten Tracks. Zum Abschluss noch mal ein gehöriger Schuss Abwechslung so muss ein gutes Power/Melodic Metal Album sein.
Anspieltipps:
Sehr schwierig, hört euch einfach das ganze verdammte Album an, schlechte Songs gibt es hier nicht!
Fazit :
Man konnte es ja schon erwarten, als man die Liste der beteiligten Musiker gelesen hat, das Album ist ein richtiger Kracher geworden. Es bietet eingängige Songs, krachende Riffs, genialer Gesang und auch den nötigen Schuss an Abwechslung um somit dem Album eine lange Haltwertzeit zu ermöglichen. Dass Ralf Scheepers ein erstklassiger Sänger und Fronter ist, das wussten wir schon vorher, dass er aber auch fast im Alleingang so gute Songs schreiben kann, das war noch nicht jedem klar. Man kann ihn nur zu einem fantastischen Album beglückwünschen. Absolut verdiente 9 Punkte vergebe ich, die Einzug in unsere Hall Of Fame ist geschafft und ich spreche jedem Power/Melodic Metal Fan eine absolute Kaufempfehlung aus!
Trackliste:
01. Locked in the Dungeon 02. Remission of Sin 03. Cyberfreak 04. The Fall 05. Doomsday 06. Saints of The Rock 07. Before the Dawn 08. Back on the Track 09. Dynasty 10. The Pain of the Accused 11. Play with the Fire 12. Compassion
Julian
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