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Band: Sator Album: Under The Radar Spielzeit: 37:42 min. Plattenfirma/ Vertrieb: Planet of Noise Records/Wild Kingdom Homepage: www.sator.se oder www.myspace.com/satorsweden VÖ: 29.04.2011 Wertung: 8,5 von 10 NEIN, wie geil... SATOR melden sich nach 5 Jahren Funkstille mit einer neuen Langrille zurück! Meine Freude kennt kaum noch Grenzen. Wer wissen möchte, wer des Coolen seine Söhne sind, der muss sich mit dieser Combo einfach beschäftigen! Die Götterscheiben „Stock Rocker Nuts!“, „Headquake“ und auch das Coveralbum „Barbie-Q-Killers vol. 1“ sollte jeder Rockfanatiker, mit gutem Geschmack, im Schrank stehen haben, oder zumindest schon mal von gehört haben.
Ich habe die Jungs leider aus den Augen verloren und kenne auch nicht deren 2006 erschienene Comeback Album „Basement Noise“, welches ich mir aber tunlichst beschaffen werde.
2011 sind SATOR back in Business! Die fünf Männer haben sich vorgenommen der Rockwelt nochmal in Erinnerung zu rufen, wer hier die „Cojones“ hat und wie ROTZ ROCK klingen muss.
Die Band besteht aus: Kent Norberg – Lead Vocals & Guitar Chips Kiesbye – Lead Vocals & Guitar (produzierte unter anderem THE HELLACOPTERS und THE NOMADS) Hans Gäfvert – Keyboard Heikki Kiviaho – Bass & Backing Vocals Michael Solen - Drums
Mit ihrer Mischung aus AC/DC, RAMONES und SOCIAL DISTORTION begeistern sie auch 2011 noch genau so wie 1990 mit „Stock Rocker Nuts!“ und haben wirklich rein gar nichts ihrer Rotzigkeit eingebüßt. Hier treffen wirklich alle Merkmale aufeinander, die eine gute PUNK ROCK/ROTZ ROCK Platte ausmachen! die ungezügelte Energie und Aggressivität, welche 180% pure ROCK 'N' ROLL Spielfreude vermittelt zwei äußerst charismatische Sänger, die mal rau aggressiv oder auch mal cool wie MIKE NESS singen eine Band die ihre Instrumente richtig gut beherrscht und einen Pfifferling darauf gibt, welchen Stil sie gerade spielen. das Händchen für tolle Melodien/Ohrwürmer und auch mal poppige Refrains die Liebe zum PUNK ROCK, der durch die Adern jedes einzelnen Musikers fließt die Begabung tolle Songs zu schreiben, die vor eigener Identität nur so strotzen, egal welche Band gerade bei dem jeweiligen Track als Inspirationsquelle herhalten muss etc. etc. etc.
„Under The Radar“ ist vollgepackt mit Hits, die einen nicht still sitzen lassen. Ich verspüre andauernd den Drang meinen, mit zu vielen Kilos geplagten, Körper durch meine Wohnung rotieren zu lassen. Dabei fängt das Album so harmlos an. „Your Up Gets Me Down“ ist ein unauffälliger Punk Rocker mit einem netten Refrain und geht leicht in Richtung SOCIAL DISTORTION mit einem starken Rock 'n' Roll Einschlag. Plötzlich fängt mein Körper unkontrolliert zu zucken an. Das liegt an „Drive Through The Night“ und erinnert mich aufgrund des Gesanges ganz stark an die seeligen RAMONES mit einer phantastischen Rhythmusarbeit. Der poppige Refrain geht mir nicht mehr aus den Ohren und ist gleich mein erstes Highlight. „S.T.S.“ ist ein typischer SATOR Punk Rocker ohne viel Firlefanz. In knapp 2 Minuten wird dem Mitbewerbern mal gezeigt, wie PUNK ROCK mit viel Harmonie zu klingen hat. Riff Rock, im Stile der australischen Götter, dominiert auf „Tonight's The Night“. Es wird gegroovt was das Zeug hergibt und der bluesige Track ist das zweite Highlight. Dann kommt die Single „Wanted: Hope And Pride Befor I Die“. Volltreffer! Poppiger Gesang, melodische Gitarren und eine Bass/Drums Konstellation, die den Song nach vorne treibt, sind das Grundgerüst des Songs. Aber das was den Song so toll macht, ist das Feeling, welches die Jungs ans Tageslicht setzen. Der Song lebt von der Stimme und der wahnsinnigen Emotion, welche durch Band und Gesang transportiert wird. Einfach ein geiler Track! Ich hatte gar keine Möglichkeit das Erlebte zu verdauen, da kommen SATOR wieder mit dem straighten Punk Rocker „When You Lie Down With The Dogs“ ums Eck. Eine starke Sangesleistung macht auch den Titelsong „Under The Radar“ aus. Teilweise wird hypnotisch/beschwörend auf den Hörer eingesungen und musikalisch ist der Song eine Mischung aus SD und AC/DC. „You've Got Blood On Your Hands“ und ist wieder eine Verneigung in Richtung Australien. „We're All Gonna Die!“ lässt meinen Körper wiederholt zucken. Der rffbetonte Rocker verfügt über einen genialen Refrain. Mit „Love Bells“ holen SATOR zum wiederholten Male zum Rundumschlag aus und liefern einen coolen, von TOM PETTY inspirierten, Song ab. Sehr untypisch für die Band, aber einfach nur geil intoniert. Besonders der Refrain lässt mich nicht mehr los.
Trackliste:
1.Your Up Gets Me Down 2.Drive Through The Night 3.S.T.S. 4.Tonight's The Night 5.Wanted: Hope And Pride Before I Die 6.When You Lie Down With Dogs 7.Under The Radar 8.The Get Out 9.You've Got Blood On Your Hands 10.We're All Gonna Die! 11.Love Bells SATOR haben bewiesen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und auch in der Lage sind, die unzähligen Mitbewerber, ganz locker in die Hosentasche zu stecken.
Auch wenn ich mit der Aussage vielleicht auf Unverständnis stoße, aber mir gefällt „Under The Radar“ teilweise besser als SOCIAL DISTORTION's neuestes Output, da es mir mehr Spielfreude versprüht und herrlich unbekümmert/cooler daher kommt.
Fans von SD, RAMONES, GLUECIFER etc. kommen an diesem geilen Stück Silber einfach nicht vorbei, es sei denn, sie möchten zu der Fraktion von Rockfans gehören, die eine der besten skandinavischen Bands weiterhin ignoriert und dadurch erstklassige Musik verpasst.
Für mich ist die Angelegenheit glasklar. Die Band hat nichts verlernt und kann ihren herrlich frischen Stil/Sound auch ins Jahr 2011 transportieren. Bei der Punktevergabe greife ich auf ultrastarke 8,5 Punkte zurück. Diese hat sich „Under The Radar“ auch wahrlich verdient, denn es ist ein ambitioniertes, vielseitiges, frisches und erstklassig produziertes Album, welches nicht so leicht zu toppen ist. Götz
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