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Wertung: 9 von 10

DC Cooper ist wieder zurück bei ROYAL HUNT! Der Sänger, der die beiden Meisterwerke "Moving Target" und "Paradox" eingesungen hat, ist endlich wieder mit Andre Andersen vereint und zusammen mit Allan Sorensen (drums), Andreas Passmark (bass) und Jonas Larsen (git) für das 2011er Album "Show Me How To Live" verantwortlich. Standesgemäß mit Hufgetrappel und Schwerterklirren steigt dann "One More Day" episch und theatralisch ein. Vergleiche zu KAMELOT oder STRATOVARIUS dürfen durchaus gezogen werden. Eingängig ist der Einstieg geworden und beweist sogleich, dass DC Coopers Stimme den letzten ROYAL HUNT Alben an allen Ecken und Enden gefehlt hat. Seine Stimme passt einfach wie die Faust aufs Auge zu den Kompositionen Andersens. Das folgende "Another Man Down" überrascht mich dann aber gewaltig. Erstens ist es anfangs ein Duett, bei dem ich leider nicht rausfinden konnte, wem die schöne weibliche Stimme gehört. Zweitens ist der gewaltige Refrain ein absoluter Ohrwurm geworden. Cool. Und auch "An Empty Shell" weiß zu gefallen. Besonders das Keyboardsolo lässt die Kinnlade wieder gen Boden wandern. Und dann wird es Wahnsinn. "Hard Rain's Coming" ist der beste ROYAL HUNT Song seit 1997. Nach dem sehr gefühlvollen Einstieg bei dem Coopers Stimme im Mittelpunkt steht, steigern ROYAL HUNT die Spannung fast schon ins Unerträgliche, um dann in einem grandiosen Refrain förmlich zu explodieren. Auch das folgende "Half Past Loneliness", das mit einer feinen Basslinie beginnt, stellt alle Songs der letzten 14 Jahre in den Schatten. Auch hier ist der Songaufbau ähnlich wie zuvor und das Songwriting einfach nur überragend zu nennen. Der Refrain selbst ist der größte Ohrwurm den ich im Melodic Metal Bereich seit langem gehört habe. Solche Ohrwürmer ist man (jetzt im etwas negativen Sinn) nur von ABBA gewohnt gewesen. Selbst meine Frau stand nach einmaligem Hören des Songs im Bad und summte auf einmal den Refrain vor sich hin. Und sie hasst Rock und Metal, wohlgemerkt! Ehrlich, "Half Past Loneliness" ist eine fast 6 Minuten währende Gänsehaut vor Verzücken. Der über 10-minütige Titelsong, der sich nun anschließt kann mit einigen geilen Solis ebenso überzeugen, wie der Abschluß des Albums mit "Angel's Gone", obwohl letzteres für "Show Me How To Live" nur Durchschnitt geworden ist. Ihr könnt euch sicherlich denken, was mein Fazit ist, oder? Ganz einfach: Seit "Paradox" ist ROYAL HUNT kein einziges so stark überzeugendes Album wie "Show Me How To Live" gelungen und damit kann es nur heißen: 9 von 10 Punkten und euch den einfachen Rat: Krallt euch die Scheibe!  

Markus

Wertung: 7,5 von 10

ROYAL HUNT haben bisher in meinen Augen Mitte der 90er Jahre ihre beiden besten Alben eingespielt. „Moving Target“ (1995) und „Paradox“ (1997) waren Progressive Metal der Spitzenklasse. Seither konnten mich die Dänen um Ausnahmegitarrist/-keyboarder André Andersen nicht mehr hundertprozentig überzeugen. Nun haben sie mit „Collision Course“ die Thematik von „Paradox“ (Wie können Religionen Menschen zum Krieg führen verleiten, wenn doch Nächstenliebe und Frieden gepredigt wird?) wieder aufgenommen, mit Mark Boals (Ex-Ring Of Fire, Malmsteen) einen neuen Sänger in ihren Reihen und zelebrieren den typischen ROYAL HUNT Sound auch anno 2008. „Collision Course“ erwartet von jedem Hörer mehrere Durchläufe, bevor sich die Melodien einprägen, bis man auch die kleinen Details entdeckt hat, die dieses Album ausmachen. Relativ eingängig zeigen sich ROYAL HUNT aber auch. „High Noon At The Battlefield“ bleibt schon beim ersten Hören hängen und gewinnt bei jedem Durchgang sogar ein bisschen. Mark Boals zeigt hier eine verdammt starke Gesangsleistung. Eigentlich kann man aber gar nicht so sehr auf einzelne Songs eingehen, da sie nicht nur direkt in einander übergehen, sondern auch ein homogenes Ganzes bilden. Denn das nachfolgende „The Clan“ z.B. führt den Vorgänger nahtlos weiter und stellt für mich den stärksten ROYAL HUNT Song seit 10 Jahren dar. Leider haben sich auch schwächere Momente wie bei „Blood In Blood Out“ eingeschlichen, hier finde ich weder Fisch noch Fleisch. Zu unausgegoren für meinen Geschmack. Das Fazit aber ist ganz klar. ROYAL HUNT Fans müssen zugreifen, denn „Collision Course“ ist stärker als „Paper Blood“ und „Eyewitness“ zusammen geworden. Neueinsteiger sollten vielleicht doch erstmal „Moving Target“ oder „Paradox“ als Midprice CD kaufen, um einen ersten Einblick zu bekommen.
Markus

Royal Hunt - Show Me How To Live

Info

Band: Royal Hunt
Album: Show Me How To Live
Spielzeit: 43:41 min.
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 02.12.2011
Homepage: www.royalhunt.com

Tracklist

1. One More Day
2. Another Man Down
3. An Empty Shell
4. Hard Rain's Coming
5. Half Past Loneliness
6. Show Me How To Live
7. Angel's Gone

royalhunt-collisioncourse

Info

Band: Royal Hunt
Album: Collision Course (Paradox II)
Spielzeit: 51:35 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Vergleichbare Bands: Kamelot
Homepage: www.royalhunt.com

Tracklist

 

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