Rockingboy Banner
loudproud1

Ab sofort präsentieren wir jeden Montag ab
20.00 Uhr ein redaktionell geprüftes Album mit 3 Songs beim Internet Radio
www-rock-schmiede.de.
DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

ROSS_THE_BOSS_-_Hailstorm_artwork

Band: Ross the Boss
Album: Hailstorm
Spielzeit: 44:20 min
Plattenfirma/Vertrieb: AFM Records
Veröffentlichung: 29.10.2010
Homepage: www.ross-the-boss.com
Wertung: 8 von 10
Im Jahre 2008 kehrte der von vielen schon als verschollen geglaubte Ur MANOWAR Gitarrist Ross „The Boss“ Friedman in die Metal Welt zurück. Erst war es nur als einmalige Aktion gedacht, das er mit den Mitgliedern der MANOWAR Coverband MEN OF WAR auf die Bretter stieg. Daraus wurde aber zum Glück mehr und kurzerhand rekrutierte er den Großteil der Band um fortan mit ihnen unter dem Banner ROSS THE BOSS den Metal zu praktizieren den MANOWAR schon seit Jahren, Ross war bis zum Götteralbum „Kings of Metal“ aus dem Jahre 1988 bei den selbsternannten Kings of Metal, vernachlässigen. Das Debüt „New Metal Leader“ schlug ein wie eine Bombe und die Fachpresse verneigte sich vor soviel großartigen True Metal. Nun sind die Mannen von ROSS THE BOSS mit ihrem neuen Werk „Hailstorm“ zurück und wir werden sehen in welche Richtung bzw. ob man die Stärken des Debüt’s auch beim zweiten Werk wiederfindet. Die Band besteht nach wie vor aus The Boss himself an der Gitarre, Patrick Fuchs (Gesang), Carsten Kettering (Bass) und Matthias Meyer (Schlagzeug).
Genug der Vorrede, ab ins musikalische Getümmel, mal sehen ob sich MANOWAR auch dieses Mal warm anziehen müssen.
Los geht es mit dem Instrumental „I.A.G“, welches nichts Spektakuläres ist, aber gut Stimmung erzeugt und auf die Scheibe gut einstimmt.
Der erste richtige Song folgt dann mit „Kingdom Arise“. Die Drums galoppieren von Anfang an ordentlich los, der Bass ist hier sehr stark im Vordergrund und Ross schüttelt sich die Riffs quasi aus dem Ärmel. Dieser Track erinnert sehr stark an das letzte Album „Kings of Metal“ von Ross mit Manowar und hätte dort auch ohne weiteres stehen können. Der Gesang und der Chorus gehen hier ebenfalls in Ordnung, womit wir in der Summe einen guten Opener hätten. Das folgende „Dead Man’s Curve“ ist für mich um einiges stärker.
Es geht hier etwas melodischer zu Werke, was mir persönlich ja immer gut gefällt. Dazu kommt noch ein gut mitsingbarer Chorus, welches die Nummer zur einer sicheren Bank im nächsten Liveset der Band machen sollte. Die Melodiebögen im Mittelteil gefallen mir auch sehr gut, hier wird deutlich was für ein begnadeter Songwriter Ross doch ist, und was MANOWAR zu leisten im Stande wären, wäre er noch dabei.
Als Nächstes erwartet uns der Titeltrack „Hailstorm“. Hier wird das Gaspedal ordentlich durchgetreten, so dass wir es mit einem flotten Stück True Metal zu tun bekommen. Das Ding erinnert mich, vom Aufbau her, an das Debüt „New Metal Leader“. Im Chorus bekommen wir ein paar mehrstimmige Shouts um die Ohren gehauen. Ansonsten bleibt der Titeltrack ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Gut ja, überragend und abwechselnd nicht wirklich.
Wesentlich besser gefällt mir das folgende „Burn Alive“. In der beiliegenden Promoinfo wird das Stück als Rückbesinnung von Ross zu seine Rock N Roll Wurzeln beschrieben. Das trifft es relativ gut. Das Ding ist partytauglich und passt so gar nicht ins True und Die for Metal Klischee. Mir gefällt es trotzdem richtig gut. Zeigt es doch das die Band nicht nur MANOWAR kopieren will, sondern auch eigene Vipes einfließen lässt. Fakt ist, so eine Nummer wäre mit Joey De Maio nicht möglich gewesen!
Was gibt es sonst noch zu erwähnen? Die Tracks „Behold the Kingdom“ und „Among the Ruins„ vielleicht. Hier beschreitet man etwas mehr den mystischen/hymmnischen Pfad. Hier bekommen True Metaller genau das, was sie wollen. Ausdrucksstarker Gesang, epische Melodien und Riffs, sowie ein Schuss Abwechslung.

Anspieltipps:

Um sich ein Bild vom neuen Album zu machen, empfehle ich die Tracks „Dead Man’s Curve“, „Burn Alive“ und „Behold the Kingdom“.

Fazit :

Man merkt an meiner Schreibweise, ich bin mittlerweile kein glühender MANOWAR Fan mehr. Zu sehr haben mich die einstigen Kings of Metal in der letzten Zeit enttäuscht. Die gerade veröffentlichte Ankündigung, man wollte den Klassiker „Battle Hymms“ anstatt dem neuen Album erneut veröffentlichen, lässt die Enttäuschung nur noch wachsen. Egal dies soll kein Anti MANOWAR Verhau werden. ROSS THE BOSS beschreiten hier konsequent den Weg den sie mit ihrem Debüt begonnen haben weiter. True Metal der alten Schule wird hier geboten und jeder der Ross Namen liest erwartet das ja auch ein bisschen. Viele Überraschungen gibt es nicht und das ist auch gut so. Für mich haben ROSS THE BOSS ganz klar ihre Daseinsberechtigung und ich bin mir sicher das man sich bei einem dritten Album bestimmt songtechnisch noch steigern kann.
Es ist kein spektakuläres Album geworden, aber ein gutes und deswegen vergebe ich auch gute 8 Punkte.

Trackliste:

01. I.A.G.
02. Kingdom Arise
03. Dead Man's Curve
04. Hailstorm
05. Burn Alive
06. Crom
07. Behold The Kingdom
08. Great Gods Glorious
09. Shining Path
10. Among The Ruins
11. Empire's Anthem

Julian
 

Site Search Site Search