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Band: Reece/Kronlund Album: Solid Spielzeit: 41:02 min. Plattenfirma/Vertrieb: AOR Heaven Veröffentlichung: 26.06.2011 Homepage: www.reeceworld.com Wertung: 8 von 10 „GYPSY ROSE waren eine einmalige Angelegenheit“ gibt David Reece (ACCEPT, BANGALORE CHOIR) zu Protokoll und begründet so dieses neue Projekt mit Tausendsassa Martin Kronlund (GYPSY ROSE, DOGFACE). Schon beim 2008 erschienenen GYPSY ROSE Longplayer, der den Namen „Another World“ trug, waren die beiden die Hauptfiguren und diese neuerliche Kollaboration ist praktisch die Essenz daraus. „Solid“ ist ein klassischer 10-Tracker mit knackigem Sound und starken Songs, die aber nicht nur aus der Feder der beiden Namensgeber geflossen sind. Einige Ideen stammen z.B. von Tommy Denander, Christian Tolle oder Andy Susemihl. Das tut dem Hörgenuss von Songs wie „Samurai“, „Animals And Cannibals“ oder „My Angel Wears White“ (ein schönes Wortspiel, wenn man an „Angel In Black“ vom ersten BANGALORE CHOIR-Album denkt) aber absolut keinen Abbruch. Ganz klar ist die charakteristische Stimme von David das richtungsweisende Merkmal, aber der Sound auf „Solid“ ist nicht so düster wie auf der neuen BANGALORE CHOIR und nicht so metallisch wie auf seinem Solo-Werk „Universal Language“. Die Scheibe könnte eher in die Kategorie „Hardrock, wie er 2011 klingen sollte“ eingestuft werden. Neben Rockern wie dem Opener „My Angel Wears White“ oder „Paint The Mirror Black“ gibt es auch einige tolle Balladen oder ruhigere Stücke, die das Album schön abwechslungsreich machen. Normalerweise finde ich solch eine hohe Anzahl an Balladen eher störend aber bei Stücken wie „Could This Be Madness“, „I Remember You“ oder „I Would“ muss man einfach ins Schwärmen geraten. Ein leichtes Schmunzeln bleibt beim ersten Lesen des Titels „Magic Pudding“ auch nicht aus, aber der Song entpuppt sich als richtiger Ohrwurm und ist ein weiteres Highlight. Das flotte „The Dead Shall Walk The Earth“ beschliesst eine kurzweilige Reise, auf der es praktisch keine Tiefen gibt. Leider fehlen aber auch der oder die großen Hits, an die man sich auch in 10 Jahren noch erinnert. „Solid“ bietet zeitlosen, ansprechenden Hardrock, der nicht vor dem Heute halt macht aber auch nicht auf Teufel komm raus modern klingen will. David Reece und Martin Kronlund (in dessen JM Studio die Platte auch entstanden ist) haben zusammen mit Drummer Hans In´t Zandt (VENGEANCE) eine schöne Platte gemacht, die ihren Weg in die Sammlung der Fans o.g. Kapellen finden wird.
Trackliste:
1.My Angel Wears White 2.Samurai 3.Could This Be Madness 4.Animals And Cannibals 5.I Remember You 6.Paint The Mirror Black 7.I Would 8.Edge Of Heaven 9.Magic Pudding 10.The Dead Shall Walk The Earth
Stefan
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