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Band: Reaper Album: Gardens Of Seth Spielzeit: 44:45 min. Plattenfirma/Vertrieb: STF Records Veröffentlichung: 06.11.2009 Homepage: www.reaper.de oder www.myspace.com/fairiesreturn Wertung: 7,5 von 10 REAPER zelebrieren puren Heavy Metal der alten Schule, das ist schon seit 1984 so und hat sich auch auf ihrem mittlerweile 6. Longplayer nicht geändert. Auf “Gardens Of Seth” scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, man wähnt sich in einer Ära, in der das Debütalbum von METAL CHURCH oder frühe Werke von GRAVE DIGGER erschienen. Genau hier setzen REAPER auch anno 2009 an (ja, die Scheibe hat schon ein gutes halbes Jahr auf dem Buckel), und es gelingt ihnen in großen Teilen wirklich gut, die Frische und den Esprit von damals genauso in die Neuzeit zu transportieren wie es scheinbar mühelos gelungen ist, einen Retrosound zu produzieren, der seinesgleichen sucht. Hört man sich die Scheibe ohne jegliche Informationen an, deutet nichts, aber auch gar nichts darauf hin, dass sie nicht schon um die 25 Jahre in den CD-Regalen stehen könnte. Wer das nicht als störend empfindet – immerhin gab es zur damaligen Zeit schon genügend Meilensteine oder Bands, die es nicht geschafft hatten, wer braucht da vermeintlich noch einmal eine Combo, die einen ähnlichen Stil spielt – könnte höchstens noch am Gesang von Daniel Zimmermann scheitern. Dieser shoutet zugegebenermaßen ähnlich wie ein gewisser Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER), und das ist für einige ein rotes Tuch. Alles kein Problem? OK, dann bereitet das Intro “Into The Gardens Of Seth” den Weg für eine absolut geile Nummer, die auf den Namen “The Age Of Hunger” hört. Hier werden Erinnerungen wach, die man höchstens beim Hören des schon erwähnten METAL CHURCH-Erstlings haben kann. Bedrohlich, roh und doch melodiös walzt sich dieses Stück durch die Gehörgänge – genial!!! Auch Songs wie “Leviathan”, “Super Mystique” oder “Revolution” knüpfen dort an. Dann kommt Abwechslung in die Bude, denn sowohl “Al Andaluz” als auch “Der Erlkönig” sind Nummern, die man nicht alle Tage auf einem Heavy Metal Album findet. “Al Andaluz” ist ein akustisch gehaltenes Instrumental, das – wie der Name schon verrät – spanisch angehaucht ist, während “Der Erlkönig” eine Hommage an das Gedicht von Johann Wolfang von Goethe ist, mein lieber Mann, da steckt Kultur drin. Beschlossen wird “Gardens Of Seth” von “Light Of Anger”, das mit einem tonnenschweren BLACK SABBATH Riff ausgestattet ist und daher sehr doomig klingt. Für Abwechslung ist also gesorgt und REAPER geben wirklich keinen Cent auf Trends oder auf zeitgemäßen Sound. Sie ziehen ihr Ding durch, und das macht sie sympathisch, und daß sie jede Menge Spaß daran haben, zeigt sich nicht nur anhand des Fotos auf dem Info. Zu den wirklich Großen fehlt teilweise zwar noch das gewisse Etwas in Sachen Songwriting aber Verfechter des Genres sollten REAPER keinesfalls aus den Augen verlieren. Stefan
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