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Band: Ratt Album: Infestation Spielzeit: 42:16 min. Plattenfirma/Vertrieb: Roadrunner Records Veröffentlichung: 2010 Homepage: www.therattpack.com Wertung: 9 von 10 Nach Werken wie “Collage” und zu vielen Best-Of´s hatte ich die ehemaligen Heroes RATT nicht mehr auf dem Radar. Als die Gerüchte um ein weiteres Comeback dichter wurden, hätte ich keinen Cent darauf verwettet, dass Stephen Pearcy, Bobby Blotzer, Warren DeMartini und Co. noch einmal zu Höchstform auflaufen und uns heimsuchen (to infest) könnten. Aber schon der Opener “Eat Me Up Alive” fegt mit Windstärke 12 durchs Wohnzimmer und lässt meine Augen immer größer werden. So heavy und frisch habe ich die Band noch nie gehört, oder zumindest so lange Zeit nicht, dass ich es glatt vergessen habe. Die Gitarren schreien um die Wette, der Sound ist sehr voll und kompakt und Shouter Stephen Pearcy hat seine Stimme mit einem Whiskey-Rasierklingen-Cocktail ordentlich auf Vordermann gebracht. Viele ihrer früheren Alben sind wirklich klasse, aber ein bisschen mehr Arschtritt hätte ich mir öfter mal gewünscht. Naja, die 80ger waren halt doch poppiger als man sich manchmal eingestehen will und Produzenten wie Beau Hill haben zwar tolle Alben auf dem Kerbholz aber auch das ein oder andere Mal etwas zu viel Weichspüler in die Mischung geschüttet. Den Sound, den Michael (Elvis) Baskette auf “Infestation” gezaubert hat, möchte ich als schlichtweg perfekt bezeichnen. Dazu kommen noch megastarke Songs wie das schon erwähnte “Eat Me Up Alive” oder die keineswegs schlechteren Nummern “Best Of Me”, “A Little Too Much” und “Lost Weekend”. Metalheart, was willst Du mehr??? OK, zum Schluß hin haben die Stücke nicht mehr ganz dieselbe Durchschlagkraft, aber das schadet der Scheibe nur geringfügig. RATT haben sich mit einem Paukenschlag zurück gemeldet – Totgesagte leben eben manchmal doch länger... “Infestation” schließt an die Highlights der Band an und ist eine absolute Pflichtscheiblette, nicht nur für das Rattpack! Stefan
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