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Queensryche - Dedicated To Chaos

Band: Queensryche
Album: Dedicated To Chaos
Spielzeit:: 54:03 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Roadrunner Records
Homepage: www.queensryche.com
VÖ: 24.06.2011
Wertung: 6,5 von 10

Ach was waren das für Zeiten, als ich noch auf jedes QUEENSRYCHE Album hin fieberte. Kein Wunder, denn Scheiben wie „Operation Mindcrime“, „The Warning“ oder auch „Promised Land“ sind in meinen Augen Meisterwerke gewesen. Und das die Jungs aus Seattle immer experimentierfreudig waren, hat mich eigentlich nie gestört. Aber nicht nur der Vorgänger „American Soldier“ war sehr schnell wieder aus meinem Player verschwunden. Auch die davor erschienenen „Operation Mindcrime II“ und der bisherige Tiefpunkt ihres Schaffens „Tribe“ konnten mich absolut nicht mehr überzeugen. Um es vorweg zu nehmen: So schlecht ist „Dedicated To Chaos“ nicht geworden. Doch als Fan wieder gewinnen können mich QUEENSRYCHE anno 2011 auch nicht mehr. Und warum? Weil das Album tatsächlich stellenweise belanglos an mir vorbei plätschert. Natürlich sind QUEENSRYCHE weiterhin Musiker, die ihre Instrumente im Schlaf beherrschen, nur ich merke wenig davon. Allerdings fängt „Dedicated To Chaos“ zumindest halbwegs gut an. Denn der straighte Rocker „Get Started“ hat genügend Feuer im Hintern, um bei mir für gute Laune zu sorgen. Mit dem progressiven Metal, für den die Jungs aus Seattle früher standen, hat es natürlich nicht mehr viel zu tun, aber das macht mir nix aus. Mit „Hot Spot Junkie“ fahren sie allerdings gleich wieder viel an die Wand, gut, der Song ist progressiver, Geoff Tate kann noch immer singen und auch die restliche Instrumentierung ist klasse, doch das Songwriting schafft es nicht ansatzweise mich zu fesseln. Das orientalische Intro von „Got It Bad“ lässt mich dann hoffen und tatsächlich: QUEENSRYCHE haben einen spannenden Song geschaffen, dessen funky Refrain mich sogar ein wenig begeistern kann. Hier schimmert ihr Können mal wieder durch. Wie man danach einen Langweiler wie „Higher“ platzieren kann, ist mir aber schleierhaft. Vielleicht weil man nicht mehr viel zu bieten hat? Volltreffer: „Around The World“ z.B. ist ein Reinfall erster Güte und „Retail Theory“ lässt mich ebenso unbeeindruckt. Ich fange tatsächlich zu gähnen an. Wenigstens „At The Edge“ kann mich dann vom völligen Einschlafen abhalten. Hier ist ein Spannungsbogen erkennbar, die Melodien sind auch endlich wieder da, die ich lange vermisst habe. Neben „Got It Bad“ der beste Song auf der ganzen Scheibe. Mit dem vom Hip Hop beeinflussten „Wot We Do“ gibt es vorher aber noch den absoluten Tiefpunkt der Scheiben zu „bewundern“. Brr, mir läuft es eiskalt den Rücken runter. Und dieses miese Saxophon Solo, würg. Wie kann man als guter Musiker nur solch einen Mist aufnehmen? „Dedicated To Chaos“ ist also nicht der erhoffte Befreiungsschlag geworden, sondern nur ein weiteres belangloses Album. Mehr als 6,5 Punkte kann ich wirklich nicht vergeben. Schade.   

Tracklist:
1. Get Started
2. Hot Spot Junkie
3. Got It Bad
4. Higher
5. Wot We Do
6. Around The World
7. Drive
8. At The Edge
9. I Take You
10. Retail Therapy
11. The Lie
12. Big Noize

Markus

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