|
Band: Pride Tiger Album: The Lucky Ones Spielzeit: 50:11 min. Plattenfirma/Vertrieb: Powerage Records/Soulfood Homepage: www.pridetiger.com oder www.myspace.com/pridetiger Wertung: 7,5 Kaum vorstellbar, dass ein Zusammenschluss von Musikern aus den Bereichen Skate Punk und True Metal eine solche Band wie PRIDE TIGER hervorbringen kann. Und tatsächlich zockten drei der vier stolzen Tiger bei 3 INCHES OF BLOOD während Mike Payette bei den S.T.R.E.E.T.S. dem totalen Skateboardwahn verfallen war. Jetzt haben die Jungs mit PRIDE TIGER einen Neuanfang gewagt und machen Retrorock, der seine Wurzeln tief in den Siebzigern hat. So tief, dass selbst Phil Lynott (R.I.P.) im Rockhimmel aufhorchen dürfte und den Sound seiner THIN LIZZY äußerst gut wiedererkennen sollte. Vor allem die zweistimmigen Gitarrenriffs und –soli, aber auch der Gesang von Drummer (!!!) Matt Wood erinnern schon sehr an die einstigen Superstars. Songs wie „Let Em Go“, „The White Witch Woman Blues“ oder das abschließende „56 Days“ sind Beispiele dafür, dass auch anno 2009 Platz für 70ger Rock sein kann und dass PRIDE TIGER diesen mit Herz und Seele spielen. Dieser Aspekt wird auch noch durch Aussagen wie von Matt Wood untermauert, er höre keine CD´s sondern nur Vinyl. Die vier Jungs aus Vancouver sind definitiv nicht zum Spaß unterwegs, sie machen ihr Ding aus Überzeugung. Auch handwerklich sowie in Sachen Sound gibt es nichts an „The Lucky Ones“ auszusetzen. Bleibt jetzt nur eine persönliche Entscheidung offen: Für die einen klauen PRIDE TIGER einfach nur die Ideen anderer Bands und sind eine weitere Retro-Band, für die anderen sollte „The Lucky Ones“ ein gefundenes Fressen sein, mit dem sie ihre sehnsüchtigen Erinnerungen an vermeintlich bessere Zeiten befriedigen können. Stefan
|