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Pathfinder_cover

Band: Pathfinder
Album: Beyond the Space, Beyond the Time
Spielzeit: 71:51 min
Plattenfirma/Vertrieb: Sonic Attack/Soulfood Music
Veröffentlichung: 18.03.2011
Homepage: www.pathfinderband.com
Wertung: 8,5 von 10
Aus Polen kannte man bislang meistens nur Bands die dem Death, Black Metal oder sonst einer extrem harten Gangart angehören. Dies ändert sich jetzt mit einem gewaltigen Schlag, denn PATHFINDER erscheinen auf der Bildfläche um uns mit ihrem Debütalbum „Beyond the Space, Beyond the Time“ mit klassischem Power Melodic oder auch, wie es seit RHAPSODY OF FIRE heißt, Film Score Metal zu verzücken. Deswegen sind auch die Haupteinflüsse mit RHAPSODY OF FIRE, KAMELOT oder auch NIGHTWISH glasklar und erkennbar.
Die Bandgründer Arkadiusz E. Ruth und Karol Mania riefen die Band im Jahre 2006 ins Leben, das Lineup komplettierte sich schlussendlich 2007 und im Jahre 2009 startete man dann die Arbeiten am mir nun vorliegenden Debüt „Beyond the Space, Beyond the Time“.
Die illustre Bandbesetzung liest sich wie folgt. Die bereits angesprochenen Arkadiusz E. Ruth (Bass) und Karol Mania (Gitarre), gefolgt von Simon Kostro (Gesang), Kamil Ruth (Schlagzeug), Gunsen (Gitarre und Grafik Design) und Slavomir Belak (Synthesizers/Keyboards). Sehr außergewöhnlich da man anscheinend keinen Schlagzeuger hat sondern die Drums aus dem Synthi erzeugt und es einen eigenen Haus und Hof Grafiker gibt. So etwas liest man auch nicht alle Tage. Sei es drum.
Namenhafte Gastmusiker sind hier auch vertreten. In persona sind dies Roberto Tiranti (LABYRINTH), Bob Katsionis (FIREWIND) und Matias Kupiainen (STRATOVARIUS). Nun stürzen wir uns aber ohne weiter Umschweife auf die Songs des Debütalbums von PATHFINDER.
Eröffnet wird das ganze Spektakel mit dem, mehrere Akte umfassende, „Deep into that Darkness Peering…“ Dieser versetzt einem mit seinem Filmsoundrack ähnlichen Flair schon in eine ganz andere Welt und man fühlt sich an so großartige Fantasy Streifen wie „Der Herr der Ringe“ oder „Conan“ erinnert. Eine schöne atmosphärische Einleitung die dann im nächsten Track „The Whisper of ancient Rocks“ mündet. Hier geht es dann richtig in die RHAPSODY OF FIRE Ecke. Schnelle Gitarrenriffs, viel Bombast und eingängige Refrains sind die Hauptmerkmale des Tracks und machen das Ganze zu einem frühen Glanzstück der Platte! Genialer Doppelschlag der Jungs.
Die Stärke der Jungs liegt auf jeden Fall im Melodic Metal mit ordentlich Geschwindigkeit und vielen Bombast Einflüssen. So zum Beispiel auch bei „All the Mornings of the World“ welches immer mal wieder mit KAMELOT Einflüssen aufwarten kann. Man höre sich nur mal das Klavier im Intro und den Gesang von Fronter Simon an. Mehr KAMELOT geht glaube ich nicht  .Ein klasse Track mit einem klasse Refrain, was will man als Melodic Metal Anhänger mehr?
Verträumte Songs dürfen natürlich auch nicht fehlen. Einer davon ist „Undiscovered Dreams“. Eine Halbballade mit viel Atmosphäre, allerlei musikalischen Klängen, weiblichen Gesang, gefühlvollen Passagen aber auch ab und an die notwendige Portion Härte und instrumentale Frickelei. Gemütlich auf die Couch kuscheln und genießen ist hier angesagt.
Das folgende „Lord of Wolves“ ist dann das genaue Gegenteil und geht wieder mehr in die Power Melodic Bombast Ecke. Hier ist wieder alles drin was der Power Metal Anhänger erwartet.
Alle Tracks hier anzusprechen ist bei der Komplexität des Albums schier unmöglich, erwähnen muss ich aber auf jeden Fall noch den Titelsong „Beyond the Space, Beyond the Time“. Dieser ist eine 10 minütige Bombast Power Metal Nummer mit allem was dazu gehört. Hier wird jeder Fan von den, schon angesprochenen Bands, seine wahre Freude habe. Einfach anhören und genießen! Ein wahres Meisterwerk zum Abschluss das ist wirklich aller Ehren wert.

Anspieltipps:

Wärmstens empfehlen kann ich euch hier „The Whisper of ancient Rocks“, „All the Mornings of the World“, „Lord of the Wolves“ und den Titeltrack Beyond the Space, Beyond the Time.

Fazit :

Die Jungs von PATHFINDER legen hier wirklich ein ordentliches Debüt vor. Alles klingt wie aus einem Guss, man weiß griffige Refrains mit klasse Melodien gut zu kreuzen und die Produktion ist auch nicht von schlechten Eltern. Alles im grünen Bereich also. Warum zücke ich hier aber nicht eine höhere Note? Ganz einfach, für mich wollen die Jungs manchmal ein bisschen zu viel auf einmal und deswegen ist das Album manchmal eine Spur zu komplex ausgefallen, was einfach der leichten Zugänglichkeit nicht gut tut. Man ist aber auf einem guten Weg. Gute 8,5 Punkte gibt es von mir für das Debüt „Beyond the Space, Beyond the Time“ und eine Kaufempfehlung für alle Power Melodic und Film Score Metal Fans oben drauf.

Trackliste:

01. Deep Into That Darkness Peering…
02. The Whisper of ancient Rocks
03. Vita Reducta through the Portal
04. Pathway to the Moon
05. All the Mornings of the World
06. The Demon awakens
07. Undiscovered Dreams
08. The Lord of Wolves
09. Sons of immortal Fire
10. Stardust
11. Dance of Flames
12. The Island of immortal Fire
13. Beyond the Space, Beyond the Time
14. What if….

Julian

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