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Band: Pain Of Salvation Album: Road Salt One Spielzeit: 51:18 min Plattenfirma/ Vertrieb: Inside Out Homepage: www.painofsalvation.com oder www.myspace.com/painofsalvation VÖ: 14.05.2010 Wertung: 10 von 10 Im Grunde bin ich ehrlich kein Fan von progressiv angehauchter 70er Jahre Mucke, doch was Daniel Gildenlöw und Band hier mit „Road Salt One“ abgeliefert haben, ist das emotionalste, bewegendste und von der musikalichen Umsetzung genialste Album, das ich in den letzten Jahren gehört habe. Mir kommen als Vergleich mal BIGELF, mal FRANK ZAPPA in den Sinn, doch PAIN OF SALVATION sind so variabel und klingen doch immer völlig eigenständig, dass es eine wahre Freude ist. Die Ballade „Sisters“ hat dann sogar etwas von einem epischen Folksong und Gildenlöws Gesang verursacht bei mir eine Gänsehaut nach der anderen. Unglaublich intensiv. „Of Dust“ hat Teile eines Kirchensongs, „Tell Me You Don't know“ ist ein Blues Song der dreckigen Strassenblues-Sorte, cool. Das folgende „Sleeping Under The Stars“ hat die Atmosphäre eines Zirkussongs mit Schunkelgarantie. Und immer ist der jeweilige Stil und Song genial umgesetzt und abwechslungsreich. Mit dem psychedelisch angehauchten „Darkness Of Mine“ geht es dann wieder stark in die 70er Jahre Richtung und man glaubt förmlich die Rauchschwaden zu sehen, in deren Einfluss dieses Stück entstanden sein könnte. Richtig geil rockt „Linoleum“ nach vorne, coole Hammondsounds und großartige Gitarren. Schließlich gibt es dann mit „Road Salt“ noch den absolut genialsten Song der letzten 5 Jahre zu bestaunen. PAIN OF SALVATION haben diese Nummer auch beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest in Schweden vorgestellt und ich weiß bis heute nicht, warum sie es nicht geschafft haben, alle Konkurrenten zu überflügeln. „Road Salt“ besteht nur aus Gildenlöws Gesang und einem Piano, minimalistisch und jenseits dieser Welt. Ich habe seit Jahren keine so großartige Melodie gehört, hier heißt es einfach Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen und 3 Minuten absoluten Musikgenuß spüren. Eigentlich müsste ich für dieses Überwerk 11 Punkte geben, doch dafür ist unsere Skala nicht ausgerichtet, denn im Grunde genommen kann ich mit dieser Art Musik rein gar nichts anfangen, ich bin völlig geplättet und werde dieses Album weiter auf Dauerrotation laufen haben. Und die LP werde ich mir ebenfalls noch zulegen, um das gewisse Vinyl-Feeling auch noch dazu zu bekommen.
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