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Wer erinnert sich noch an die nach Schweden ausgewanderten Finnen von OZ? Bereits Ende der Siebziger Jahre gegründet, erschien deren Debüt 1982. Da war ich gerade mal ein paar mickrige Jährchen alt. So richtig kamen OZ nicht aus dem Untergrund- und Kultstatus hinaus und veröffentlichen bis 1991 weitere vom NWOBHM beeinflusste Alben. Tja, dem damaligen Death Metal "Boom" zufolge, löste sich die Band auf, um nun 20 Jahre später wieder aus der Versenkung aufzutauchen. Mein erster Gedanke war leider: Schon wieder so eine Reunion, die wahrscheinlich keiner braucht. Im Gegensatz zu anderen "One-Man" Comebacks sind aber glatt 3 der Originalmitglieder noch vorhanden und die aktuelle Mischung aus alten neu eingespielten Klassikern und neuem Stoff nun auf "Burning Leather" macht ordentlich Laune. Als Vergleich kann ich euch SAXON oder SAVAGE anbieten, doch OZ haben schon ihren eigenen Stempel der ganzen Chose aufgedrückt. Da merkt man einfach die über 30-jährige Erfahrung. Beginnend mit dem absoluten Highlight der Scheibe "Dominator" knallen die Finnen/Schweden 11 Stücke raus, die nur so vor Spielfreude überschäumen. Das galoppierende "Search Lights" hat mir schon auf dem 83er Album "Fire In The Brain" nicht wirklich gefallen, so tut es die Neueinspielung leider auch nicht. Da fand ich den Titeltrack, der auch auf "Burning Leather" zu finden ist, tatsächlich besser. Was aber die Scheibe richtig gut macht ist, dass man nicht wirklich mitbekommt, ob dies nun ein Klassiker der Band ist oder ein neuer Song, so nahtlos fügen sich die neuen Stücke ein. Man könnte fast meinen, wir hätten noch immer das Jahr 1985. Weitere Highlights kann ich mit "Let Sleeping Dogs Lie" und "Enter Stadium" ausmachen. Klar, einen Innvotaionspreis können OZ nicht gewinne, aber ich denke mal, das wollen sie auch gar nicht. Wer aber auf Bands wie SAXON oder mit Abstrichen auch MAIDEN steht, dürfte mit "Burning Leather" nichts falsch machen. Die Scheibe macht einfach Spaß, die Mucke rockt und OZ versprühen eine Energie, die nicht ihrem reellen Alter entspricht, haha.
Markus
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