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Band: Nightranger Album: Somewhere in California Spielzeit: 54:12 min Plattenfirma: Frontiers Records Veröffentlichung: 17.06.2011 Homepage: www.nightranger.com WERTUNG: 8 von 10
Kaum eine andere Band steht mehr für die Begriffe Sommer, Sonne und Partyfeeling wie die Amerikaner NIGHTRANGER. In den 80igern waren sie eine der angesagtesten Bands im Melodic Rock Sektor und ihre Hits wie z.B. "Sister Christian" oder "(You Can Still) Rock in America“ wurden von den Radiostationen rauf und runter gespielt. Mit dem Ausbleiben des Erfolges im Melodic Rock Bereich und dem immer mehr aufkommenden härteren Klängen kam dann leider das Aus für die Band und man setzte sich nach geschätzten 15 Veröffentlichungen erstmal zur Ruhe. Die genaue Zahl lässt sich schwer nachvollziehen, da es so viele Best Of und andere Completations gab. Im Jahre 1996 kam dann aber, für viele etwas überraschend die Wiedervereinigung mit vielen Original Mitgliedern. Das aktuelle Line Up besteht aus den Gründungsmitgliedern Jack Blades (Bass, Gesang), Kelly Keagy (Schlagzeug, Gesang) und Brad Gillis (Gitarre), sowie den Neuzugängen Joel Hoekstra (Gitarre) und Eric Levy (Keyboard). Nun sind die Jungs also mit frischen Kräften wieder zurück im Geschäft und präsentieren uns heuer 2011 nun die Früchte ihrer Arbeit der letzten Jahre in Form des neuen Studioalbums „Somewhere California“. Wir werden jetzt zusammen herausfinden ob das neue Werk an die alten Erfolge anknüpfen kann und wie sich der „alte“ NIGHTRANGER Sound im 20igen Jahrhundert schlägt. Mit dem quasi Titelstück „Growin' Up In California“, zu dem auch ein Video gedreht wurde, geht es gleich los. Der Song vermittelt sofort ein unglaubliches Sommerfeeling und begeistert sofort mit seiner Spielfreude. Ohne Umschweif legen die Jungs los und der Bass und das Keyboard legen einen schönen Hintergrundteppich, der den Song schön voll klingen lässt. Richtiges Sommerfeeling kommt dann im Chorus auf, der zum mitsingen einlädt und einfach nach Sommer, Sonne und Meer klingt. Coole Nummer, der erste Hit gleich zum Einstieg, so kann es weitergehen! Geht es auch. Das folgende „Lay it on Me“ bietet uns einen großartigen Groove und eine interessante Melodieführung. Im Chorus ist es dann um einen geschehen und spätestens hier kann man gar nicht anders als den Song mit zu klopfen und mit zu trällern. Durch die tiefer gestimmten Gitarren und des tieferen Gesangs ist es zwar keine Sommerpartynummer wie der Vorgänger, aber das tut dem Ganzen kein Abbruch. Einfach eine saugute Melodic Rocknummer. Wieder ein bisschen mehr Fahrt wird bei „Bye Bye Baby (Not Tonight)” aufgenommen. Die Strophen sind zwar noch recht langweilig gestrickt und so richtig gefällt die Nummer im ersten Moment nicht, aber das ändert sich sehr schnell wenn der klasse Chrous erklingt, den man auch wieder sofort mitsingen kann. Trotzdem muss man hier zusammenfassen, das der Song doch ein wenig Durchschnittsware ist. Eine Ballade erwartet uns mit „Time of our Lives“. Gefühlvoll und passend kommen uns NIGHTRANGER hier um die Ecke. Schöne Melodiebögen, mehrstimmiger Gesang und ein schöner Chorus sind hier die Hauptmerkmale des Songs. Passt und fügt sich sehr gut ins Gesamtgefüge ein. Im letzten Teil der Platte sind es vor allem die Tracks „It's not over“ und „Say it with love“ die hier ihre Duftmarken setzen. Erster ist ein geradliniger Rocker wie er im Buche steht und überzeugt durch seine straighte Melodieführung und dem packenden Chorus der einen sofort in Fleisch und Blut übergeht. Letztere fährt nochmal alles an Charakteristika von NIGHTRANGER auf. Abwechslung in den Melodien, mehrstimmiger Gesang, ein einprägsamer Chorus und irgendwie eine Prise Sommerfeeling. Einen passenderen Abschluss hätte man nicht finden können.
Anspieltipps:
Eindeutig hervorstechen tun hier der Opener „Growin Up in California”, „Lay it on Me” und „Time of our Lives”.
Fazit :
Ich bin ein bisschen zwiegespalten was das neue Werk “Somewhere in California” von NIGHTRANGER angeht. Auf der einen Seite stehen ein paar wirkliche Kracher und coole Sommerhits, auf der anderen Seite klingt aber auch vieles gleich und es haben sich doch ein paar durchschnittliche Songs eingeschlichen. Für einen richtigen Vergleich der Vorgängeralben bin ich leider ein klein wenig zu jung (obwohl ich die 20iger auch schon hinter mir gelassen habe), aber was ich hier zu hören bekomme, lässt mich zum Fazit kommen gut bis sehr gut, aber nicht überragend. Keine Frage den Mannen um Fronter Jack Blades ist ein cooles Album gelungen, welches den alten Sound der 80iger perfekt in die Neuzeit transportiert, aber ganz an die Decke springen kann ich hierbei nicht. Anchecken sollten Fans der Band und der Stilrichtung die Scheibe aber auf jeden Fall! Trotz allem kann ich ohne Probleme gute 8 Punkte für das neue Werk von NIGHTRANGER vergeben. Und das ist doch auch was.
Trackliste:
01. Growin' Up In California 02. Lay It On Me 03. Bye Bye Baby (Not Tonight) 04. Follow Your Heart 05. Time Of Our Lives 06. No Time To Lose Ya 07. Live For Today 08. It's Not Over 09. End Of The Day 10. Rock N' Roll Tonite 11. Say It With Love
Julian
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