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DJ Oldwoodstock wird euch außerdem mit weiteren Schmankerln einheizen.

Flyer-Paranoid

Außerdem gibt es jeden Mittwoch ab
 20.00 Uhr einen von uns ausgewählten Song aus einem brandaktuellen Album auf
www.radio-paranoid.net.
In der Heart N Heavy Sendung des großartigen DJ GeneralCuster. Auch hier heißt es unbedingt reinhören!

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Band: Naked
Album: Double Down
Spielzeit: 48:02 min.
Plattenfirma/ Vertrieb: T-Bag Records (Import)/ erhältlich auf www.nakedonline.net/shop oder i-Tunes etc.
Homepage: http://www.nakedonline.net oder myspace.com/nakedofficial
VÖ: 15.11.2010
Wertung: 7,0 von 10
Die Haare fallen aus, oder werden grau – manche entscheiden sich dazu erst einmal grau zu werden und anschließend auszufallen – man setzt Hüftgold an und merkt, dass man konditionell nicht mehr mit jüngeren Menschen mithalten kann. Ja, auch bei mir treten diese Nebeneffekte des Alterns auf.

NAKED nehmen mich auf eine Zeitreise mit und sorgen dafür das ich mich glatte 20 Jahre jünger fühle. Einen Blick in den Spiegel erspare ich mir lieber.

Die vier Finnen sind in ihrem Heimatland  längst keine Unbekannten mehr und ihr aktuelles Album, ist schon die vierte Veröffentlichung in ihrer Diskografie. Ihre Outputs erschienen bisher nur als Import und auch „Double Down“ macht da keine Ausnahme. Sehr schade, denn ihr frischer Rocksound erinnert mich, an selige spät '80er/ früh '90er Jahre, Sleaze/Glam Rock Acts. Aufgrund des Revivals ist es eigentlich unverständlich, dass sich bisher noch kein anständiger Distributionskanal für unseren Breitengrad gefunden hat. Anscheinend läuft es für NAKED in der restlichen Welt besser, als bei uns in Deutschland. Bis zum 28.5.2001 befand sich die Band auf U.S. Tour und treten am 22. Juli auf dem Trash Fest USA, in Philadelphia, auf.

Die Band trat das erste Mal 2004 mit ihrem Debüt in Erscheinung und besteht aus:
The Muff - Lead Vocals/Rhythm Guitar
Zack - Lead Guitar/Backing Vocals
Ilari - Bass Guitar/Backing Vocals
Mr Tikka - Drums

„Double Down“ haben die Finnen in Eigenregie produziert und hält internationalen Vergleiche stand. Ihr Sound kommt schön druckvoll und frisch aus der Anlage und dürfte der ideale Soundtrack für Fahrten im Cabrio sein.
Musikalische Parallelen zu MÖTLEY CRÜE, POISON und HANOI ROCKS sind nicht abzustreiten. Das ganze würzen die Jungs noch mit einem Schuss Pop  und  Pop-Punk. Vom spielerischem Niveau bewegen sich NAKED auf einem soliden Niveau und The Muff's Stimme erinnert, mehr als nur einmal, an eine junge und rotzige Mischung aus Nikki Sixx und Bret Michaels. Die Band hat ein gutes Gespür dafür, leicht einprägsame Melodien in ihr Material einzubauen und die Refrains gehen recht schnell in Ohr. An manchen Stellen kommt mir die Popader aber ein bisschen zu sehr zum Vorschein und 2-3 Songs verlieren dadurch am nötigen Drive. Manchen Songs hätten eine härtere Ausrichtung sehr gut vertragen und würden sich dadurch zu astreinen Partyrockern entwickeln. Wirklich schlecht ist „Double Down“ beileibe nicht, da es auf der anderen Seite tolle Rocker bietet.

Den Reigen eröffnet „Gotta Feeling“ und ist ein toller Partysong mit bratenden Gitarrenriffs und einem coolen Refrain. „Back To Haunt You“ erinnert mich an MÖTLEY CRÜE und überzeugt aufgrund einer guten Arbeit der Rhythmusgruppe. Der Gesang kommt schön catchy rüber und die Nummer lädt zum Mitwippen des Fußes ein. Einer der stärksten Songs auf „Double Down“ ist der Rocker „Shit Out Of Luck“, bei dem auch ein Piano zum Einsatz kommt. Die Gitarren kommen schön kräftig rüber und der Refrain ist stark und erinnert mich an QUEEN. Die nächste Nummer verbreitet sofort gute Laune. „Sonic High“ hat den NAKED typischen, mehrstimmigen Chorus/Refrain und könnte auch auf einem TEENIE MOVIE SOUNDTRACK stehen. Mir macht die Nummer einfach nur Spaß. „Reset“ und „Ridin?“ sind zwei klasse Sleaze Rocker und erinnern mich an bessere POISON Nummern. Besonders hervorheben muss man die erstklassige Leistung von Zack, an der Gitarre, und Mr. Tikka, hinter der Schießbude. Die beiden Jungs toben sich regelrecht bei den Nummern aus und durch ihr druckvolles Spiel verleihen sie den Songs genau den Drive, den ich an manchen Stellen des Albums vermisst habe.  Das recht poppige „Shine A Light“ und der Rocker „Giving You Up“ sind zwei weitere Highlights, die besonders von The Muff's Gesangsqualitäten leben. Auch hier beweisen NAKED, dass ihre Stärken ganz klar im Schreiben von erstklassigen, meldodischen Hooklines und Refrains liegen.

Trackliste:
01 - Got A Feeling
02 - Back To Haunt You
03 - Shit Out Of Luck
04 - One More Time
05 - I Know
06 - Powerblind
07 - Sonic High
08 - Lost Along The Way
09 - Reset
10 - Ridin'
11 - Shine A Light
12 - Break Me
13 - Giving You Up

Wem Platten von MÖTLEY CRÜE, POISON und HANOI ROCKS gut reingehen, der sollte auf jeden Fall einmal „Double Down“ antesten.
Trotz einiger schwächeren und zu zahnlosen Songs ist den Jungs von NAKED ein solides Album gelungen.
Von mir gibt es 7 Punkte.
Götz

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