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MYON wurden 1995 im finnischen Oulu gegründet und haben bisher 3 Longplayer auf den Markt gebracht.
Die ersten beiden Alben wurden noch von Sänger Sami Huotari eingesungen, der die Band jedoch kurz vor der Release des zweiten Longplayers „Ghost in Paradise“ (2002) verließ. Kurzfristigen Ersatz fand man in Jukka Nummi, welcher auch die anschließende Tour mit dem Rest der Band absolvierte.
Aktuell besteht die Band aus: Jukka Nummi (Vocals) Mika Pohjola (Keyboards) Jyrki Laiho (Guitar) Keijo Koivikko (Bass) Matti Torro (Drums)
Parallel zum 2010 erschienen aktuellen Album „Slideshow“, veröffentlichten MYON die Single „Inner Fire / Built By The Distance“. Beide Songs sind auch auf dem Album vertreten.
Die musikalische Ausrichtung von MYON ist ganz klar der Melodic Rock, den sie auch gerne mit progressiven Anteilen veredeln. Sie schaffen es trotz der progressiven Einsprengsel immer sehr eingängig zu klingen. Die Gefahr in komplettem Gefrickel unterzugehen ist einfach viel zu gering, da der Melodic Rock Anteil zu dominant ist.
1.“ Inner Fire“ beginnt fulminant mit einer an DREAM THEATER erinnernden Instrumentalpassage und lebt von der Stimme des wirklich ausdrucksstarken Sängers Jukka, der über ein kräftiges Organ verfügt. Der Progressive Rock Anteil weicht während des Verlaufes immer mehr und der Song entwickelt sich zu einem Melodicrocker, der Acoustic Gitarrenparts und sphärische Keyboardklänge enthält. Für mich persönlich hätten MYON die anfängliche Progressivität beibehalten können, da diese kompetent durchgeführt wurde und dem Track sehr gut zu Gesicht stand. Warum man die anfängliche Marschrichtung des Songs nicht bis zum Schluss nachvollzogen hat, will sich mir nicht erschließen. 2.“Built By The Distance“ ist im Midtempo angesiedelt und stellt für mich ganz klar den stärkeren Song dar. Leichte Progressive Rock Anleihen treffen auf Melodic Rock, dessen Keyboardspiel sich sofort im Ohr festfrisst. Der rote Faden ist bei diesem Song die ganze Zeit nachvollziehbar und der gute Gesang setzt dem Song die Krone auf. Eine wirklich sehr kompetent vorgetragene Rocknummer, die mir verdammt gut gefällt!
Die beiden Songs machen neugierig auf mehr Material von MYON und zeigen auf, dass sie ihre Instrumente erstklassig beherrschen, über ein hohes kompositorisches Potential- und einen überragenden Sänger verfügen. Sie sollten nur lernen die guten Ideen auch songdienlicher (siehe „Inner Fire“) zu verwerten.
Aufgrund des mir nicht ganz nachvollziehbaren Kurswechsels mitten im Song „Inner Fire“ wird dadurch das Gesamtbild ein wenig getrübt. Von mir gibt es 7,5 Punkte. Das Potential noch oben ist jedoch groß. Götz
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