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Mr. Big - What If

Band: Mr. Big
Album: What If
Spielzeit: 50:47 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Homepage: www.mrbigsite.com
VÖ: 21.01.2011
Wertung: 7 von 10
14 lange Jahre musste der geneigte MR.BIG Fan warten, ehe neben dem Heini aus „Sex And The City“, endlich wieder die richtigen MR.BIG in Originalbesetzung die Welt unsicher machen dürfen. Nach dem fulminanten Livealbum letztes Jahr und der Welttournee dazu, folgt nun endlich neues Material. Und der Opener „Undertow“, der mit einem Musikvideo ja auch schon seit Wochen bei uns zu hören ist, weckt dann so manches Aha Erlebnis. Das sind die Jungs um Sänger Eric Martin, Gitarrist Paul Gilbert, Basser Billy Sheehan und Drummer Pat Torpey in Topform. Auch das bluesige „American Beauty“ mit tollem Solo und Refrain weiß mehr als nur zu gefallen. Doch dann treten MR. BIG zum ersten Mal auf die Bremse, um mit der zwar gelungenen Ballade „Stranger In My Life“ das weibliche Publikum zu fesseln? Zum Glück halbwegs kitschfrei. Doch dann gibt es leider viel durchschnittliches zu hören. „Nobody Takes The Blame“ ist zwar instrumental toll gespielt, aber vom Songwriting bietet es nix überragendes. „Still Ain't Enough For Me“ läuft komplett an mir vorbei ohne Eindruck zu hinterlassen, „Once Upon A Time“ langweilt stellenweise sogar, lediglich das funkig angehauchte „As Far As I Can See“, welches mich manchmal an EXTREME erinnert, setzt sich dann doch fest. So richtig auf den Keks geht mir dann das mit Instrumentalgeichse beginnende „Around the World“, welches zwar mit einem halbwegs ordentlichen Refrain punkten kann, aber durch das Gewichse von Bass und Gitarre unerträglich wird. Wenn ich mir Gewichse anhören will, nehme ich ein Progalbum, keinen Hardrock, ehrlich. Halbwegs können mich MR. BIG dann mit dem Glam Rocker „I Get The Feeling“ versöhnen, der zeigt, dass es die alten Herren doch noch drauf haben. Cool. Der Bonus Track „Unforgiven“ vermischt dann auf einmal erträgliches Gewichse mit einem guten bluesigen Hardrocksong und lässt mein Stimmungsbarometer dann doch noch ein wenig steigen. Insgesamt ist „What If“, übrigens mit einem leicht doofen Cover ausgestattet, dann eben nur solide Hausmannskost geworden und kein Gourmetmenü für den gepflegten Rockfan. Schade.
Markus
 

Mr Big - Back To Budokan

Band: Mr. Big
Album: Back To Budokan (Live)
Spielzeit: 146:18 min (Doppel CD)
Plattenfirma/ Vertrieb: Frontiers Records/Soulfood
Homepage: www.mrbigsite.com
VÖ: 16.10.2009
Wertung: ohne Wertung
Das Jahr 2009 sollte für alle MR.BIG Jünger mit vielen positiven Neuigkeiten aufwarten. Erstens haben sich Eric Martin, Billy Sheehan, Paul Gilbert und Pat Torpey wieder zusammen gefunden und die Band im Original Line Up wieder formiert und zweitens folgte im Sommer gleich eine Tour. Wer es während der Sommermonate nicht bis nach Japan geschafft hat, hat nun die Möglichkeit das Konzert aus Tokyo (dem Budokan) nun auch auf Konserve zu genießen. Nun, MR.BIG hat sich nicht lumpen lassen und 2 CDs randvoll gepackt mit insgesamt 32 Stücken, so dass hier wirklich Value For Money geboten ist. Neben den Livestücken haben es sich MR.BIG nicht nehmen lassen noch drei weitere Stücke als Bonus drauf zu packen. Da wäre als erstes „Next Time Around“ zu nennen, ein typischer MR.BIG Rocker, der zwar nicht ganz die Hitqualitäten mancher andere Songs der Jungs hat, mich aber trotzdem ganz laut nach mehr rufen lässt. Dazu das ARGENT-Cover „Hold Your Head Up“, welches für mich doch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Drittens soll noch einen akutische Neuaufnahme von „To Be With You“ enthalten sein, die es aber nicht auf die Promo geschafft hat. Doch das eigentlich wichtige ist doch das Livekonzert.  Und diese hat es in sich. Der Sound ist astrein, die Spielfreude enorm und es ist sogar gelungen einigermaßen die Liveatmosphäre einzufangen. Dazu sind praktisch sämtliche Hits enthalten. "Addicted to that Rush" geht beispielsweise genauso wie „Colorado Bulldog“ voll nach vorne ab, doch auch für die ruhigen Momente ist mit „To Be With You“ oder „Just Take My Heart“ gesorgt. Einzig die etwas zu langen Soloausflüge der einzelnen Musiker, obwohl instrumental natürlich hervorragend, nehmen etwas das Tempo aus dem Album und verleiten mich doch dazu mal die Skip Taste zu betätigen. Doch die restlichen Songs sind einfach grandios. Die Version von „Smoke On The Water“ dürften selbst DEEP PURPLE live schwer so gut hinbekommen. Genießt einfach 2 ½ Stunden hervorragende Rockmusik. Wer will, kann sich auch die DVD bestellen und den optischen Faktor ebenfalls hinzuzählen. Dieser ist mir nicht bekannt, der akustische hat es mir aber angetan.

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