|
The Bad Boys of Rock´n Roll are back for attack! Satte acht Jahre nach ihrem letzten Output “New Tattoo” mit Randy Castillo an den Drums (Gott hab ihn selig) und elf Jahre nach dem letzten Album in Originalbesetzung holen die Jungs aus zu einem Schlag, der sich ordentlich gewaschen hat. Leicht ist es mir ehrlich gesagt nicht gefallen, diese Besprechung zu schreiben, zu enttäuscht war ich beim ersten reinhören. Denn die Vorab-Single „Saints Of Los Angeles“ versprach einiges, ein Knaller vor dem Herrn. OK, das Intro „L.A.M.F.“ beamt Dich gnadenlos zurück ins Jahr 1983, denn es hat ziemliche Ähnlichkeit zum Einstieg von „Shout At The Devil“ in Form von „In The Beginning“. Doch danach kamen mir die 12 Songs außer eben dem Titeltrack und ein, zwei Ausnahmen ziemlich, naja sagen wir gewöhnungsbedürftig vor. Jetzt habe ich mich durchgerungen und gebe der Scheibe eine zweite Chance, und was soll ich sagen, es wurden viele Chancen daraus, denn jetzt zündet ein Song nach dem anderen. Wie ein Megafeuerwerk zündet die altehrwürdige CRÜE eine Rakete nach der anderen. „Down At The Whiskey“, „Motherfucker Of The Year“, „Face Down In The Dirt“ oder der Titeltrack sind Songs, die viele den Veteranen vom Sunset Strip nicht mehr zugetraut hätten. Ursprünglich sollte der neue Output nach ihrer Biografie „The Dirt“ benannt werden, denn die Texte basieren ja auch darauf. Trotzdem hat man sich relativ kurzfristig dazu entschlossen, den Straßen ihrer geliebten Heimatstadt die Ehre zu erweisen (unzählige Straßen in L.A. sind nach Heiligen benannt). Genauso wie sich die Band noch kurz vor Fertigstellung noch mal ins Studio begeben hat, um den letzten Song der Scheibe „Goin´ Out Swingin´“ aufzunehmen. Ein Song, der laut Band einfach das perfekte Ende der Platte darstellen soll. Und tatsächlich ist die Nummer ein Rausschmeißer im Stile von „Kickstart My Heart“, eine echte Gute-Laune-Kanone. Produziert hat dieses geile Stück Plastik James Michael, der diesen Job auch schon bei SIXX A.M. inne hatte, in Verbindung mit Nikki Sixx und DJ Ashba (ebenfalls SIXX A.M.). So muss MÖTLEY CRÜE anno 2008 klingen, zeitgemäß mit tonnenschweren Riffs und jeder Menge cooler Melodien, aber nicht überladen und auf Teufel komm raus modern. So, ihr Nachwuchsrocker, zieht Euch warm an, denn die CRÜE ist gerade mittendrin im dritten Frühling! Stefan
|