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molotow - rocktales

Band: Molotow
Album: Rocktales
Spielzeit: 39:10 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Nordic Records
Veröffentlichung: 04.05.2009
Homepage: www.molotow.no oder www.myspace.com/molotowrock
Wertung: 8,5 von 10
Ganz unverhofft erreichte mich die neue Langrille der Norweger MOLOTOW, die nach ihrem Debüt “feat. Rock´n Roll” ihr neues Material auf die Leute loslassen. Bei der Aufmachung und dem Cover haben sich die Nordlichter wieder einmal nicht mit Ruhm bekleckert, aber nachdem bei MOLOTOW eh alles nur Rock´n Roll ist und es ordentlich stauben muss, sind solche Nebensächlichkeiten wie die Aufmachung des Tonträgers eh zweitrangig. Dieses Mal sind wenigstens die Texte lesbar und klar gegliedert. Jetzt aber zu den 10 neuen Songs, die erneut ordentlich nach vorne marschieren und schon beim Opener “Bad Reputation” ist klar, dass sich was getan hat seit dem letzten Album. MOLOTOW rotzen ihre “Rocktales” runter, als gäbe es kein Morgen und trotzdem präsentiert sich die Band sichtlich gereift. Auch beim Sound konnten sich die Norweger steigern, so können sich Sgt. Alexx (v+g), Terry The Tank (d), Lt. LesPaul (g), TriggerBoy (k) und The Reverend (b) ins rechte Licht sezten. Wer die Band kennt, wird feststellen, dass sich beim Line-Up einiges verändert hat. Basser Stian “The Reverend” Traasdahl ersetzt Aleksander “Sgt. Alexx” Eriksen am Tieftöner, dieser übernimmt jetzt neben dem Gesang noch die Rhythmusgitarre. Gitarrist Andreas Sandven ist dafür nicht mehr mit von der Partie. Das ändert zum Glück nichts an der Tatsache, dass “Rocktales” ein richtig geiles Album geworden ist, das weder Anspieltipps braucht noch Vergleiche mit anderen Combos. Wer auf Schweinerock mit Sleaze-Attitüde steht, wird hier gnadenlos bedient. Notiert Euch MOLOTOW auf der Einkaufsliste, sollte die Scheibe in Deutschland nicht zu kriegen sein, helfen die Links auf der Myspace-Seite sicher weiter. Zum Schluß muss ich noch erwähnen, dass sich die fünf Osloer jezt mit dem Titel “Beste norwegische Garagenband 2009” schmücken dürfen. Warum MOLOTOW nicht mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist mir schleierhaft, an der Mucke kann es nicht liegen, die ist erste Sahne.
Stefan

 

molotow - feat. rock´n roll

Band: Molotow
Album: feat. Rock & Roll
Spielzeit: 48:34 min.
Plattenfirma/Vertrieb: Molotow Records/Eigenvertrieb
Vergleichbare Bands: Sleaze meets Donots
Homepage: www.molotow.no oder www.myspace/molotowrock
Wertung: 8 von 10
MOLOTOW kommen aus Norwegen und spielen laut Info energischen, eingängigen und modernen Sleazerock. Na gut, wenn ich nach dem Cover und dem Bandnamen gehe, ist da nicht so viel mit Sleaze, da denke ich eher an den x-ten tralala Blink 182 Klon. Und was zum Teufel ist moderner Sleazerock??? Die ersten Sekunden vom Opener „Stand Up And Shout“ lassen schlimmes erahnen. Eine schrecklich verzerrte Stimme schreit „Come On“, aber dann überraschen MOLOTOW mit einem wirklich geilen Einstieg. Energisch, eingängig und ziemlich rotzig - wie auch der Rest der Platte, soviel sei schon mal verraten (somit hat das Info also nicht zuviel versprochen). Die Jungs haben ihre Wurzeln definitv in den 80ern, was auch ein Song wie das schlicht betitelte „80´s“ zeigt, das musikalisch ziemlich an „Whatever Happened To The 80´s“ von den DONOTS erinnert, aber die Mischung machts, und die ist bei MOLOTOW sehr ausgewogen, somit kommt keinerlei Langeweile auf. Vom Uptempo-Rocker („Godforsaken“, „The Edge“) über gediegene Midtempo-Nummern („Surrender To Rock & Roll“, „Warlords“) bis hin zum Mega-Ohrwurm („Beam Me Up For Glam And Glory) ist alles vertreten, was man von einer geilen Rock-Scheibe erwarten kann. Das letztgenannte „Beam Me Up…“ war übrigens auch schon auf verschiedenen Samplern in USA und China (!!!) vertreten, somit konnte die Band also schon mal mächtig Eindruck schinden, denn dieser Song ist wirklich der Hammer und wäre für mich schon Grund genug, um die Scheibe zu kaufen. Die restlichen Songs können aber durchaus gegen den großen Schatten anstinken und sich auch gut behaupten. Also checkt diesen Modern-Sleaze´n-Punk´n-Roll-Bastard an, MOLOTOW fuckin groovez!
Stefan

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