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Band: Molly Hatchet Album: Justice Spielzeit: 65:40 min Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/SPV Homepage: www.mollyhatchet.com VÖ: 24.05.2010 Wertung: 8 von 10 Meine liebsten Southern Rocker von MOLLY HATCHET melden sich lange Jahre nach ihrem letzten Output „Warriors Of The Rainbow Bridge„ mit „Justice“ wieder vehement in meinem CD Player. Was hat sich geändert? Nun, die Härte wurde wieder ein wenig zurückgeschraubt nachdem der Vorgänger doch für die Verhältnisse der Amis ungewohnt heftig zur Sache ging. Schon zu Beginn merkt man, dass der Boogie Anteil wieder etwas gewonnen hat und „Been To Heaven Been To Hell“ rockt und wackelt bis sich die Balken biegen, flott und straight nach vorne. Das nachfolgende „Save In My Skin“ ist für eine große Band wie MOLLY HATCHET aber eher Durchschnittskost. Mir schwante nichts Gutes. Dann das komische Synthie-Keyboard Intro bei „Deep Water“ und ich wollte schon die CD rausschmeißen, doch dann? Wow, was für coole Gitarren!!! Und geile Melodien, was für eine Bridge!! Episch und trotzdem auf den Punkt. Genial. Wenn nur das Intro nicht wäre, egal. Gut gelaunt weiter zu „American Pride“ Jawohl!! So liebe ich Südstaaten-Rock, lässig, cool und mit Melodien vor denen ich knien möchte. Dieser Song hat alles. Und dann folgt mit „I´m Gonna Live `Til I Die“ der erste über 8-minütige Song und er stellt sich als eine Halbballade heraus, die zwar verdammt knapp an die Kitschgrenze stößt, aber als absolut gelungen bezeichnet werden kann. Besonders die zweite Hälfte lässt mich fast vor den Boxen schmelzen (könnte aber auch an der Hitze liegen). Warum sofort danach aber die zweite Ballade des Albums folgt, kann ich ehrlich nicht nachvollziehen. Hier nehmen MOLLY HATCHET das Tempo und die Spannung aus dem Album völlig raus und überschreiten sogar die Kitschgrenze ganz ordentlich. Und oh Wunder „As Heaven Is Forever“ ist ebenfalls eine Ballade. Holla, bisschen viel, aber diesmal wieder gelungen. Doch endlich wird bei „Tomorrows And Forevers“ wieder ordentlich gerockt, und das mit Esprit und Power. Oh weh, wieder ein 1-minütiges Keyboard-Intro, das dann aber von den Gitarren regelrecht in die Einzelteile zerlegt wird. „Vengeance“ ist einer der stärkeren MOLLY HATCHET Songs, die ich kenne und das sind nicht wenige. „In The Darkness Of The Night“ will dann irgendwie der Nachfolger von „The Journey“ sein, ist es aber nicht, trotzdem ein richtig guter Song und das abschließende „Justice“ lässt mich wieder in den tiefen Süden zu Cowboys und weiten Canyons eintauchen, einfach nur herrlich und mit weit über 8 Minuten auch wunderbar episch. Insgesamt ist MOLLY HATCHET ein sehr abwechslungsreiches, leider auch kurzfristig etwas kitschiges Album gelungen, das zwar nicht an Großtaten wie „Devil's Canyon“ ran kommt, die Konkurrenz aber wieder um mehrere Pferdelängen hinter sich lässt. Wenn nur die Keyboards nicht so dominant wären....Hell Yeah!
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