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Mit MESSENGER habe ich es mal wieder mit einer Band zu tun die komplett an mir vorbei gegangen ist. Gut die Jungs bringen dieser Tage mit „See you in Hell“ auch erst ihr zweites Album raus. Ihr Debütalbum „Under the Sign“ erschien im Jahre 2006. Soviel verpasst habe ich da also anscheinend noch nicht. Sei es drum. Die Truppe kommt aus dem Saarland und verbreitet von dort ihre True Metal Botschaft über das gesamte Land. Ganz im Stile von MANOWAR und MAJESTY wird also alles dem Himmel entgegen gereckt was man hat. Die Jungs sind für ihre gute Liveperformance bekannt, die sie schon auf einigen Festivals, z.B. dem Keep It True VII, Metal Inferno 2010, Rockmania 2007, Headbanger’s Open Air und Saarbangers I-IV, unter Beweiß gestellt haben. Aber auch im Vorprogramm von RUNNING WILD, AXXIS, MAJESTY, POWERWOLF und ROSS THE BOSS konnte man sich die Livesporen verdienen. Nun möchte man sich auch wieder vermehrt im Studio austoben und hat sich dafür mit Massacre Records den passen Partner ausgesucht. Bevor wir nun zum musikalischen kommen, hier noch schnell der Blick auf die aktuelle Besetzung. Da hätten wir, Siggi Schüßler (Gesang), Frank Kettenhofen (Gitarre), Patrik Deckarm (Gitarre), Benny Strauß (Bass) und Markus Merl (Schlagzeug). Nun aber fix zur Musik. Als Opener dröhnt uns „Flames of Revenge“ aus den Boxen entgegen. Dieser dient aber nur dazu ein bisschen Stimmung und Atmosphäre zu erzeugen. Richtig los geht es dann erst mit dem Titelstück „See you in Hell“. Hier wird erstmal ein wenig langsamer und behäbig gestartet, bevor es dann schön melodisch und midtempomäßig weiter geht. Siggi legt los und schon sind wir mitten drin im Song. Man groovt sich recht ordentlich bis zum Chorus der auch ordentlich eingängig ausgefallen ist. Ordentlich ist auch die gesamte Nummer, für eine Titeltrack also ganz ok. Das folgende „Make it Right“ geht dann schon eine Spur härter und schneller zu Werke als der Vorgänger. Dementsprechend aggressiv ist auch dieses Mal der Gesang von Siggi. Die Riffs und Gitarrenläufe knallen uns nur so um die Ohren und den Chorus gräbt sich tief in die Ohrmuscheln. So muss ein True Metal Song sein! Passt, sitzt, wackelt und hat Luft. „The Prophecy“ ist dann wieder das genaue Gegenteil. Ein typischer Midtemposong der recht ordentlich umgesetzt ist und mit einem guten Chorus aufwarten kann. Der Gesang ist hier recht variabel gehalten, mal hoch, mal tiefer und aggressiver. Dürfte eine ziemlich gute Livenummer sein der Song. Auf jeden Fall einer der Hits des Albums. Danach kommt ein wenig Durchschnittsware, bevor man bei „Falconlord“ wieder zur Form zurückfindet. Eine sehr epische und daher auch überlange Nummer, die mit allerlei musikalischen Raffinessen aufwarten kann. Hier ist genau hinhören angesagt, die Nummer braucht den ein oder anderen Durchlauf, zündet danach aber umso besser. Gut gemacht Jungs. Ähnliches kann man auch zu „The Dragonships“ sagen. Also zumindest was das epische angeht. Überlang wie sein Vorgänger ist die Nummer nicht, aber richtig schön true mit Ohhh Ohhh Gesängen und allem was dazugehört. Der Chorus passt perfekt und dürfte live zum mitschmettern einladen. Auch wieder eine richtig geile Nummer! Der wieder sehr true und episch ausgefallene Doppelpack „Valkyries“ und „Land of the Brave“ beschließen die Platte perfekt würde ich sagen. Mit „Valkyries“ hat man eine True/Power Metal Halbballade erster Güte im Gepäck und bei „Land of the Brave“ wird wieder ordentlich die Power und True Metal Keule geschwungen. Das Cover von HELLOWEEN's „Dr. Stein“ hätten sich die Jungs aber sparen können. Schon zu oft gehört und auch schon mal besser gehört. MESSENGER haben doch genug eigenes Material? Hätte nicht unbedingt sein müssen wie ich finde. Deswegen ist für mich auch der Schluss der Platte mit „Valkyries“ und „Land of the Brave“ erreicht. Anspieltipps: Bei der langen Spielzeit stechen ganz klar die Tracks “See you in Hell”, “Make it Right”, The Prophecy” und “The Dragonships” hervor. Fazit Wie schon gesagt, MESSENGER waren mir komplett unbekannt. Das hat sich aber nun geändert. Die Jungs haben ein ordentliches zweites Album hingelegt, was ihnen viel neue Fans bescheren dürfte. Bei Massacre Records scheint der Monat der True Metal Kombos angebrochen zu sein, kommt mit dem neuen Werk von MAJESTY eine zweite Scheibe der Stilrichtung dort raus. Also die Vollbedienung für alle Die Hard True Metaller. Aber auch für den normalen Fan wird hier ordentlich was geboten. Die Songs sind alle recht gut umgesetzt, gut der ein oder andere Ausfall hat sich auf der doch sehr langen Platte auch eingeschlichen, aber das verzeiht man den Mannen um Siggi Schüßler doch recht schnell. Eine auf jeden Fall ordentliche Vorstellung von MESSENGER, auch wenn sie natürlich noch nicht ganz an die Werke der großen True Metal Bands herankommt. Gute 8 Punkte ist mir die Scheibe aber auf jeden Fall wert und ich würde sagen Leute da solltet ihr auf jeden Fall mal reinhören! Julian
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