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Band: Merging Flare Album: Reverence Spielzeit: 41:40 min Plattenfirma: Disentertainment Veröffentlichung: 11.05.2011 Homepage: www.mergingflare.com Wertung: 7 von 10 Und wieder eine weitere Runde des Geburtszyklus einer skandinavischen Metal Band. Die Finnen MERGING FLARE machen dieser Tage mit ihrem Debütalbum „Reverence“ auf sich aufmerksam. Außerhalb von Finnland konnten die Jungs bislang nicht großartig in Erscheinung treten, in Finnland selbst hat man aber schon auf einigen Festivals zusammen mit so Größen wie BLAZE BAYLEY, ENFORCER oder SEVENTH WONDER gespielt. Die Bandeinflüsse werden wie so oft mit den Großen ACCEPT, JUDAST PRIEST oder auch HELLOWEEN angegeben. Uns erwartet also Power Metal in seiner reinsten Form. Die Mannschaft von MERGING FLARE konnte bislang in einigen Bands Erfahrungen sammeln. Darunter wären AMBERIAN DAWN, HEAVY METAL PERSE, DOMINATION BLACK und ELENIUM. Der bekannteste unter den fünf Mitgliedern ist aber Lead Gitarrist Kasperi Heikkinen, da er bei einigen Shows von GAMMA RAY den dortigen Gitarristen Henjo Richter vertrat. Die restliche Mannschaft liest sich so, Henri Pyy (Schlagzeug), Matias Palm (Gesang), Joni "Jonsba" Hattuniemi (Gitarre) und Harri Leinonen (Bass). Mehr gibt es leider nicht über die Band zu erfahren, lassen wir also das aussagekräftigste in unserem Genre sprechen, die Musik. Mit dem Opener „At Daggers Dawn“ geht es los und ich muss sagen besser hätte eine Eröffnung nicht sein können. Der Song geht richtig schön steil nach vorne und bietet mit der Hilfe von Deutschlands Metal Papst Kai Hansen (GAMMA RAY, Ex HELLOWEEN), der hier als Gastsänger auftritt, richtig gute Power Metal Kost. Ansonsten muss man sagen das der Midtempo Song einfach ziemlich gut reinläuft und einen sehr genialen Chorus hat, den man ohne Problem sofort mitgröhlen kann. Gut gemacht Jungs! Bei „Faker“ hält sich meine Begeisterung aber ein wenig in Grenzen, das Ganze ist zwar ganz gut umgesetzt und man kann es sich auch ganz gut anhören, aber der letzte Kick fehlt hier. Eher nur Durchschnitt würde ich sagen. „Carved in Stone“ bietet wieder deutlich mehr Qualität. Eine schöne melodische Nummer, die mit einer guten Melodieführung und einem klasse Chorus ausgestattet ist. Scheint so als ob die etwas langsameren, melodischeren Stücke den Jungs von MERGING FLARE ein wenig mehr liegen, als die schnellen Stücke wie das vorherige „Faker“. Ein wenig in die Richtung geht auch „In the Line of Fire“. Leider fehlt hier ein wenig die melodische Eingängigkeit. Man ertappt sich immer wieder dabei, das man an der einen oder anderen Stelle sagt, hab ich doch schon mal irgendwo gehört. Wieder eher nur Durchschnitt muss ich sagen. Beim folgenden „Steel Redeemer“ ist wieder Kai Hansen als Gastsänger zu hören. Passt auch sehr gut, könnte man sich die Nummer doch auch auf einen der früheren Werke von GAMMA RAY vorstellen. Hier geht die Qualität wieder spürbar nach oben. Aggressiver Gesang, eingängiger Chorus und coole Riffs sind hier die Markenzeichen des Songs. Ein gut würde ich hier vergeben. „Pride and Bravery“ bekommt ohne zu zögern aber wieder ein sehr gut von mir. Eine Midtempo Nummer die über viel Melodie und einen schönen Chorus verfügt. Hier fühlen sich Power Melodic Metal Anhänger wieder bestens aufgehoben. Der Schlussteil wird dann mit „Star Odyssey“ eingeläutet. Ein gute Laune Midtempo Rocker, der mit einem schöne Chorus und schönen Melodieläufen aufwarten kann. Läuft gut rein und bleibt gut hängen, nicht überragend was uns die MERGING FLARE hier abliefern, aber trotzdem ganz ordentlich. Das abschließende RIOT Cover „Sign of the Crimson Storm“ bietet nicht viel Neues und ist vermutlich einfach als Huldigung gedacht.
Anspieltipps:
Viel Durchschnittskost wird uns hier geboten, da ist es einfach die Perlen mit dem Opener “ At Daggers Dawn”, “Carved in Stone” und “Pride an Bravery” zu nennen.
Fazit :
Tja was soll ich sagen, ich bin ja recht unvoreingenommen an die ganze Sache ran gegangen und MERGING FLARE liefern auch eine ganz ordentliche Leistung auf ihrem Debütalbum “Reverence” ab. Aber und das ist ein großes Aber, vieles davon hat man irgendwo anders schon einmal gehört und so richtig viel Neues gibt es nicht zu hören. Normalerweise stört mich das nicht so sehr, aber hier ist es wirklich ein bisschen zu viel des Guten. Zusätzlich schwankt auch die Qualität der Songs recht stark und sorry Jungs aber drei bis vier ordentliche Nummern von insgesamt elf Tracks ist einfach in der heutigen Zeit zu wenig um aufzufallen. Zu viele Veröffentlichungen tummeln sich momentan auf dem Power Melodic Metal Sektor! Potenzial ist vorhanden, aber beim nächsten Mal muss auf jedenfall die Qualität der Songs dauerhaft hoch gehalten werden. Gute 7 Punkte vergebe ich hier mal!
Trackliste:
01. At Daggers Dawn 02. Faker 03. Carved in Stone 04. Terrordome 05. In the Line of Fire 06. Steel Redeemer 07. Pride and Bravery 08. Killing Ground 09. Under the Fire 10. Star Odyssey 11. Sign of the Crimson Storm (RIOT Cover)
Julian
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