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Band: Memory Garden Album: Tides Spielzeit: 59:38 min. Plattenfirma/Vertrieb: Vic Records/Plastic Head Homepage: www.memorygarden.net oder www.myspace.com/memorygardenofficial Wertung: 8 Nach der vielbeklatschten 2008er Comeback-Scheibe „Carnage Carnival“ gibt sich MEMORY GARDEN´s neue Plattenfirma Vic Records nun die Ehre und veröffentlicht gleich noch einmal das 1996er Debüt der Schweden, angereichert mit 3 Bonüssen. Denn auch schon damals war das Talent der Power-Doomer als außergewöhnlich zu bezeichnen. Ihr Mix aus MORGANA LEFAY und CANDLEMASS (bei den schleppenden Parts) gepaart mit den tollen Vocals von Stefan Berglund hatte auch schon vor fast 13 Jahren seinen Reiz, und so macht es durchaus Sinn, dieses längst vergriffene Album noch einmal zu veröffentlichen. Leider ist das Bonusmaterial nicht so üppig ausgefallen, wie seitens der Plattenfirma angepriesen. Denn 2 der 3 zusätzlichen Songs sind lediglich Demoversionen und auch die dritte Zugabe „Dark Embrace“ entpuppt sich als Ur-Version von „The Innocent Sleep“, das aber auch auf dem Album enthalten ist. Somit ist eine Neuanschaffung für alle, die bereits im Besitz des Originals sind, eine äußerst fragliche Nummer. Doch zurück zur eigentlichen Scheibe. Der Einstieg ist in Form von „Genesis“ (u.a. auch einer der Bonus-Demoversionen) recht sperrig, aber spätestens bei „Dream Horizons“ kommt das erste Mal richtig Freude auf. Die setzt sich bei „The Rhyme Of The Elder“ oder auch bei „Judgement Day“ locker fort, auch die anderen Songs sind nicht zu verachten. An allen Ecken und Enden ein Tempowechsel hier, eine kleine Spielerei dort, all das macht „Tides“ so interessant und abwechslungsreich. Das Remastering kommt meines Erachtens nicht so recht zur Geltung, hier wurde (Gott sei es gedankt) nicht so viel verändert wie befürchtet, doch beim Cover hätte man doch das Original beibehalten können. Den Sinn eines neuen Covers bei einer Wiederveröffentlichung werde ich wohl nie verstehen. Das soll aber das Gesamtergebnis (für das Originalwerk) nicht schmälern. „Tides“ sei aber nicht nur allen Doomern ans Herz gelegt, sondern praktisch allen Metal-Fans, da MEMORY GARDEN weit mehr machen als reinen Doom. Nach wie vor ein tolles Debüt. Stefan
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