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Wertung: 8 von 10
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Vorsicht bei dieser Platte - nein, nicht weil sie etwa schlecht ist (im Gegenteil), sondern weil man sehr viel Zeit braucht, um mit ihr warm zu werden. So erging es mir jedenfalls, denn die ersten Durchläufe der neuen Megadeth-Scheibe waren eher ernüchternd. Bis auf ein paar rare Ausnahmen wollten sich kaum Songs im Gehörgang festsetzen und alles klang irgendwie austauschbar. Wenn man dann aber bereit ist und noch einige Anläufe nimmt, klickt es dann doch irgendwann und es kristallisieren sich einige Perlen heraus. „Sudden Death" als Opener ist eher etwas zahm, wie überhaupt die ganze Scheibe nach der doch recht brachialen „Endgame"-Vorgängerscheibe eher in eine melodischere Richtung geht. Auch "Public Enemy #1" - bereits zuvor auf „Guitar Hero“ veröffentlicht - ist eine sehr melodische und richtig hitverdächtige Nummer. Ein erster Höhepunkt. Ins Thrashlager tendiert dann „Whose Life (Is It Anyways?)“, eine heftige Nummer mit wieder einmal genialen Riffs vom Meister himself, der mit seinem Sidekick Chris Broderick wirklich herausragend harmoniert, besonders was die zweistimmigen Gitarrenattacken angeht. „We The People“ ist ein eher schleppender Track, zwar auch mit einem guten Refrain ausgestattet, aber nicht ganz so stark. „Guns, Drugs And Money“ hat dann wieder ein Riff, aus dem die feuchten Träume jedes Nachwuchsgitarristen gemacht werden. Zwischendurch gibt’s heftige Doublebassattacken. „Never Dead“ startet ruhig und atmosphärisch, um sich dann in ein heftiges, aber auch wieder melodisches Stück zu steigern. Der harte Fan/Sammler kennt „New World Order“ bereits in einer anderen (Demo-)Fassung vom „Youthanasia“-Re-Release aus 2004, ebenso wie „Millennium Of The Blind“. Inwieweit dies nötig gewesen wäre, sei einmal dahingestellt, gehören diese zwei Songs nicht gerade zu den Highlights von „13“, aber die Platte brauchte eben 13 Songs und die mussten abgeliefert werden. „Fast Lane“ ist da schon wieder von einem anderen Kaliber, alleine der Beginn mit Sirene ist ein Highlight ebenso wie der Refrain des Songs – klasse! „Black Swan“ schlägt in die gleiche Kerbe, gleich zum Start des Songs klappt der Unterkiefer jedes Hobbyshredders nach unten, wenn Megadave mit einem Solo loslegt, das sich gewaschen hat. „Wrecker“ ist dann eher wieder Durchschnittskost, aber eben für Megadeth- Verhältnisse, was bei anderen Bands sicherlich bereits als Highlight durchgehen würde. In „Deadly Nightshade“ klingen Dave’s Vocals rotziger denn je, bevor dann der Titelsong die CD etwas enttäuschend als Halb-Ballade beendet. Viel Licht, etwas Schatten, vor allem wenn man sich als Hörer nicht die Zeit nimmt, sich intensiv mit der Scheibe auseinanderzusetzen. Wer das nicht tut, dem entgehen einige Ohrwürmer, die erst später zünden und über die Gitarrenarbeit noch groß Lobeshymnen zu verfassen ist schlichtweg überflüssig auch wenn es solomäßig an manchen Stellen etwas zu viel ist. Da wäre manchmal weniger mehr gewesen, ebenso was die Anzahl der Songs angeht. So nimmt die Scheibe letztlich ein versöhnliches Ende und ist – entgegen der ersten Befürchtung – doch nicht ganz so weit hinter der neuen Anthrax einzureihen, die jedoch trotzdem die Nase vorne hat, wenngleich auch knapper wie anfangs erwartet. Vom Artwork hat man von Megadeth auch schon Besseres gesehen muss man sagen, aber das Wichtigste ist und bleibt nunmal die Musik und die passt weiterhin! Martin W.
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Wertung: 9,5 von 10
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Mit Spannung wurde das neue Album "Endgame" von den Fans erwartet. Wie klingen Megadeth anno 2009? Wie hat sich Chris Broderick in die Band integriert? Wie ist die musikalische Ausrichtung des Albums? Das sind alles Fragen die ich mir gestellt habe bevor das Album erschienen ist. Die erste Single "Headcrusher" lässt dich dann schon mal aufhorchen. Aber gut. Ein guter Song macht noch kein gutes Album. Das haben wir ja bei "United Abominations" gesehen. Aber dann kommt die grosse Überraschung. Schon das Eröffnugsdoppel "Dialectic Chaos" und "This Day We Fight", eigentlich Intro und erster Song, machen deutlich das mit Megadave und seinen Mannen zu rechnen ist. High Speed Riffing, irrwitzige Solos und Gitarrenduelle wie man sie seit seeligen "Rust In Peace" Zeiten nicht mehr gehört hat dominieren das Geschehen. Mit "44 Minutes" wird es zwar etwas ruhiger aber nicht schlechter. "1,320" zieht den Speed aber wieder gewaltig an und ist Dank der übermächtigen Solos am Ende ein Hammer vor dem Herrn. Wahn was Dave und Chris hier abliefern. Überhaupt kommt es einem so vor das Mustaine mit Chris Broderick wieder mal einen Sidekick gefunden hat der den Meister richtig fordert. Ansonsten kann ich mir die Ansammlung an wahnwitzigen Riffs und gottgleichen Solos nicht erklären. Aber auch das Songwriting weiss zu überzeugen. Egal ob "Endgame", "How The Story Ends" oder "The Right To Go Insane". Alle Songs zünden sofort und nutzen sich auch nach zwei Wochen Dauerrotaton kein bisschen ab. Leider gibt es mit der Ballade "The Hardest Part Of Letting Go... Sealed With A Kiss" auch einen Song auf dem Album der mich nicht so packt wie der Rest. Aber von der einen Nummer abgesehen hält man das beste Megadeth Album sei "Youthanasia" in Händen das den Test of Time locker bestehen wird. Versprochen! Steve
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Wertung: 7,5 von 10
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Megadeth is back! Zudem schneller, härter und angeblich wieder auf dem einzig richtigen Weg, der da heißt: “Back To The Roots”. Im Vorfeld gab es ja schon viele heiße Spekulationen um dieses Album, deswegen war ich mehr als gespannt, was meine Heros diesmal hingezaubert haben. Um es gleich vorwegzunehmen, ich gehe nicht ganz unvoreingenommen an diese CD ran, denn...ich liebe Megadeth. Diese Band hat einen unverkennbaren Stil und zudem noch weltklasse Alben abgeliefert. Genug geschwafelt, denn hier geht es schließlich um „United Abominations“. Der Opener „Sleepwalker“ zeigt von Anfang an, wo’s eigentlich langgehen soll. Alle Trademarks der Band bzw. von Dave Mustaine werden voll ausgespielt und wissen sehr gut zu gefallen. Die Produktion ist glasklar, heavy und absolut auf den Punkt gespielt. Jedes Instrument ist hervorragend in Szene gesetzt und ich mag’ behaupten, dass der Sound mit das Beste ist, was ich die letzte Zeit gehört habe. Auch die nächsten beiden Songs „Washington is next“ und „Never Walk Alone...A Call To Arms“ gefallen auf Anhieb. „United Abominations“ könnte locker auf Countdown To Extinction sein. Für mich einer der besten Refrains und eines der ganz großen Highlights auf dem Album. „Gears of War“ wird von einem unheimlichen Groove getragen und hat dazu natürlich den passenden heavy riff, der brät ohne Ende. Danach kann Megadeth die überaus starke Anfangsphase leider nicht mehr halten, geschweige denn toppen. Was mich ehrlich gesagt stört, ist die Tatsache, dass Mr. Mustaine einen der genialsten Megadeth Songs für diesen Output noch mal neu aufgelegt hat. Die Rede ist von „A Tout Le Monde“ mit der Gast-Sängerin Cristina Scabbia (Lacuna Coil). Diese Version ist meiner Meinung nach überflüssig und nicht wirklich gelungen. Ich wage zu behaupten, dass diese „neue“ Version über mangelnde Songideen hinwegtrösten soll...aber na ja, ist nur eine Vermutung meinerseits. Das letzte Drittel der CD wirkt ein bisschen ermüdend bis eintönig, denn die Songs ähneln sich immer mehr. Keine prägnanten Riffs, zu viele Solis und die Refrains finden leider nur erschwert den Weg in den Gehörgang. Schade, hätte die CD genauso aufgehört, wie sie angefangen hat, hätte ich einen Kniefall gemacht und das Album wäre wochenlang nicht mehr aus meinem Player gekommen. So muss ich leider behaupten, dass mir „The System Has Failed“ besser gefallen hat, da es refraintechnisch, mehr zu bieten hatte. El Hombre
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Info
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Band: Megadeth Album: 13 Spielzeit: 57:43 Plattenfirma: Roadrunner Veröffentlichung: 28.10.2011 Homepage: www.megadeth.com
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Tracklist
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1. Sudden Death 2. Public Enemy No. 1 3. Whose Life (Is It Anyways?) 4. We the People 5. Guns, Drugs & Money 6. Never Dead 7. New World Order 8. Fast Lane 9. Black Swan 10. Wrecker 11. Millennium of the Blind 12. Deadly Nightshade 13. 13
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Info
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Band: Megadeth Album: United Abominations Spielzeit: 47:54 Min. Plattenfirma/Vertrieb: Roadrunner Records Vergleichbare Bands: gibt es keine Homepage: www.megadeth.com
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Tracklist
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