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MEAN_STREAK_-_DECLARATION_OF_WAR_artwork

Band: Mean Streak
Album: Declaration of War
Spielzeit: 44:10 min
Plattenfirma/Vertrieb: Black Lodge Records
Veröffentlichung: 28.01.2011
Homepage: www.myspace.com/meanstreaksweden
Wertung: 8 von 10
Das Debütalbum der schwedischen Schwermetaller MEAN STREAK „Metal Slave“ aus dem Jahre 2009 wurde mit positiven Kritiken gerade zu überschüttet. Auch wenn die Band keine große innovativen Ideen vorweisen konnte, konnten sie doch mit ihrem True Heavy Metal im Stile von MANOWAR die Fanschar überzeugen. Das Line Up von MEAN STREAK hat sich im Vergleich zum Debüt auf der Gitarrenposition ein wenig geändert und besteht nun aus Gründer Peter Andersson (Bass), Andy La Guerin (Gesang), Jonas Källsbäck (Schlagzeug) und den beiden eben schon erwähnten Neuzugängen an den Gitarren Patrik Gardberg sowie David Andersson. Nach ihrem Debütalbum konnte die Band einige Liveshows spielen und ihre Songs fanden auch Beachtung in der BBC 6 Radiosendung von IRON MAIDEN Fronter Bruce Dickinson. Die Stilrichtung des ersten Albums soll natürlich bei behalten werden und so wird uns auch hier reinrassiger Tru Metal geboten.
Dann schauen wir mal wie uns das neue Werk mundet.
Der Titelsong „Declaration of War“ eröffnet gekonnt das Album. Nach einem kleinen Intro fliegen uns gleich nur so die Gitarrenriffs um die Ohren. Riffbetont geht die Nummer weiter, begleitet durch den hier recht hohen Gesang von Fronter Andy, der doch etwas gewöhnungsbedürftig ist, Der Track geht als Opener aber vollkommen in Ordnung, auch wenn der Chorus und die Struktur selbst einen nicht vom Hocker hauen.
Weiter geht es mit „In for the Kill“. Ein Midtempo Kracher vor dem Herren, der den Opener doch um längen übertrifft und der um einiges besser in die Gehörgänge geht. Andy singt tiefer und angenehmer, der Chorus ist wesentlich prägender und die Riffs kommen so richtig fett durch die Boxen. Hier muss man einfach die Hände in die Höhe recken und die Matte kreisen lassen. Klasse Nummer!
Bei „Crimson Sky“ haben wir es mit einem epischen Song, ala MANOWAR zu tun. Eingeleitet durch Orgelklänge fühlt man sich gleich zurückversetzt in die Zeit wo MANOWAR noch wirklich MANOWAR waren und auch der Rest des Tracks kann durchaus überzeugen. Hält er doch mit seinem langsamen Rhythmus und dem kraftvollen Gesang von Andy was man als Fan von so einer Nummer erwartet. Zusätzlich angereichert wird das Ganze noch mit Oh Oh Oh Chören, ein Fest für True Metal Jünger.
Mit dem folgenden „The End of the Rainbow“ hält wieder etwas mehr die Geschwindigkeit Einzug. Der Chorus ist hier richtig klasse und die Nummer weiß mit ihrem treibenden Spiel durchaus zu begeistern. Große Innovationen braucht man hier zwar nicht zu erwarten, aber immer brauch man das ja auch nicht, oder?
Eine ähnliche Beschreibung könnte man auch für den nächsten Track „As you sow you shall reap“ finden. Stilistisch haut das Teil in die gleiche Kerbe, auch wenn es hier manchmal ein wenig aggressiver vom Gesang her zu geht, die Grundausrichtung bleibt gleich.
Richtig True Metal wird es dann, von den Songtiteln her, bei „Brothers til the End“ und „Sons of Metal“. Erstere ist eher Durchschnittskost, beim Zweiten aber horchen Die Hard Metaller noch mal auf. Das Teil könnte Live aufgrund des typischen Chorus richtig gut abgehen. Man sieht förmlich die Konzertmeute, die kraftvoll die Arme in die Luft reckt. Eine nicht sehr spektakuläre, aber trotzdem eine gute Nummer.
Zum gefühlten Abschluss der Platte bekommt man mit „History of Lies“ einen richtig starken Track um die Ohren geknallt. Hier stimmt mal wieder die Mischung zwischen Härte, Schnelligkeit und Melodie. Diese Mischung zusammen mit dem bärenstarken Chorus machen das Teil zu einer kleinen Perle. Die kommt zwar recht spät, aber besser spät als nie.

Anspieltipps:

Viele Tracks ähneln sich doch sehr, aber klar herausstechen tun hier „In for the Kill“, „Crimson Sky“ und „History of Lies“.

Fazit :

Das neue Werk von MEAN STREAK hat durchaus seine guten Momente und seine starken Songs. Leider sind aber viele Songs zu ähnlich geraten, wodurch das Album leider nicht so viele Hits aufweißt wie ich gedacht hätte. Ok True Metal Anhänger finden hier durchaus ihre Freude und richtig schlechte Songs sind hier auch nicht enthalten. Ich hätte mir aber ein paar Hits mehr gewünscht, das Potential dazu haben die Jungs auf jeden Fall. Sänger Andy beweißt das nur zu gut.
In der Summe reicht es leider „nur“ zu ordentlichen 8 Punkten. Anchecken sollte man die Platte aber auf jeden Fall und sich dann ein eigenes Bild machen.

Trackliste:
01. Declaration of War
02. In for the Kill
03. Crimson Sky
04. The End of the Rainbow
05. As you sow you shall reap
06. No mans land
07. Brothers til the End
08. Sons of Metal
09. Sign in the Sky
10. History of Lies
11. The Oblation

Julian
 

mean streak - metal slave

Band: Mean Streak
Album: Metal Slave
Spielzeit:43:38  min.
Plattenfirma/Vertrieb: Black Lodge Records/Sound Pollution
Veröffentlichung: 11.09.2009
Homepage: www.myspace.com/meanstreaksweden
Wertung: 7 von 10
Neues Heavy Metal Futter aus Schweden, der Heimat eines schier unerschöpflichen Musikantenvolkes, gibt es mit dem Debüt “Metal Slave” auf die Ohren. MEAN STREAK haben ihren Narren an der NWOBHM gefressen und sind dem Sound von JUDAS PRIEST oder IRON MAIDEN sehr angetan. Den Fehler, den die Jungs um Bassist und Komponist Peter Anderson dabei machen, ist der, dass die Songs beileibe nicht schlecht sind (im Gegenteil), aber ein wenig Identität vermissen lassen. Zudem klingt der zweite Teil des kreativen Duos, Shouter Andy La Guerin, sehr nach Kai Hansen oder Mat Sinner, auch wenn er meistens einiges tiefer singt als Kai. Seine Stimme ist echt gut, aber auch hier kommen wieder dieselben Probleme wie oben genannt zum Tragen. Trotzdem gibt es einige Lichtblicke wie bei “Seventh Sign”, ein geile Nummer, die total aus dem Schema des restlichen Albums heraustritt. Auch “Sin City Lights”, der Titeltrack oder der Opener “Whom The Gods Love Die Young” können begeistern, denn auch hier haben die Schweden einige Knaller am Start. Über die Produktion, die die Band übrigens selbst zu verantworten hat, möchte ich nur sagen, dass sie klassisch und heavy ausgefallen ist, gemixt hat “Metal Slave” übrigens Fredrik Nordström (IN FLAMES, HAMMERFALL). Beim Sound gibt es also überhaupt nix zu meckern. Wer also auf reinrassigen (retro) Heavy Metal steht, für den ist das Debüt von MEAN STREAK zu empfehlen. Aber es muss erwähnt werden, dass es “Metal Slave” schon zigmal gegeben hat, nur unter anderem Namen eben – und das verhindert eine bessere Platzierung.
Stefan
 

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