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Masterplan1

MASTERPLAN haben mit ihrem neuen Werk „Time to be King“ und der Rückkehr von Ursänger Jorn Lande die Fans erfreut und entzückt. Nach dem ganzen Hick Hack im Vorfeld des neuen Albums war es für mich äußerst interessant Mastermind Roland Grapow über „Time to be King“, dessen Vorgeschichte, die Rückkehr von Jorn und über ein wenig Privates auszufragen.
Roland rief mich also eines Abends aus seiner Wahlheimat der Slowakei an und beantwortete sichtlich entspannt, gut gelaunt und sehr ausführlich in einem einstündigen Telefonat meine Fragen.


J.P: Hallo Roland wie geht es dir aktuell so kurz vor VÖ der Platte? Wie zufrieden bist du denn mit der neuen Scheibe und was ist das Besondere an „Time to be King“?

R.G: Wir sind sehr zufrieden mit der neuen Scheibe, weil es für uns auch so eine Art Neustart ist, jetzt wo Jorn wieder dabei ist. Wir sind ganz zwangfrei an die Sache rangegangen und haben uns einfach die Zeit genommen die wir brauchten. Unabhängig von Fans oder Plattenfirmenerwartungen. Nach der letzten Tour, vor Jorns Wiedereinstieg, war es eh eine sehr lange Phase wo ich mich eher in meine Produktionstätigkeit gestürzt habe. Wir sind aber wie gesagt sehr zufrieden mit „Time to be King“ und die Resonanz ist auch bislang sehr gut. Leider sind mal wieder Sachen noch vor VÖ im Internet gelandet, was irgendwie nicht verhindert werden kann. Man wird dadurch ja wirklich um den Lohn seiner Arbeit gebracht. Selbst wenn alles fertig gemastert ist, kommt es irgendwie unter das Volk. Also müssen ja Leute im Presswerk die undichte Stelle sein. Sehr schade das Ganze!

J.P: Du sprichst das Problem Raubkopien ja gerade an. Spürt ihr als Band dadurch einen starken Rückgang der Verkäufe? Fällt das stark ins Gewicht, kannst du uns das vielleicht in Zahlen sagen?

R.G: Man merkt das schon sehr stark. Wenn man sich so große Bands wie GAMMA RAY oder auch aktuell AVANTASIA anschaut, die sind zwar trotzdem noch hoch in den Charts, aber es sind nicht mehr die Zahlen die man vor 15, 20 Jahren gewohnt war. Der Trend ist schon beängstigend und begann circa mit VÖ unseres Debütalbums „Masterplan“. Die Leute wundern sich immer dass die Qualität der Produktionen sinkt, das ist ja auch ganz normal wenn einfach aufgrund der Verkaufszahlen keine 500.000 Euro Produktion mehr machen kann. Eine Zahl kann ich dir jetzt aber nicht sagen, aber man kann davon ausgehen das der ein oder andere Künstler mehr nur von seiner Band und der Musik leben könnte. Kein Wunder das immer mehr Musiker sich ein zweites Standbein aufbauen. Entweder in Form eines außermusikalischen Jobs oder als Songwriter/Produzent. Deswegen macht ja z.B. Jorn so viele andere Sachen oder auch Mike spielt bei vielen anderen Bands oder Projekten. Die Plattenfirmen betrifft das natürlich auch. Man hat es an der kürzlichen Insolvenzwelle gesehen, das standen viele Bands mal eben auf der Straße.

J.P: Was stehen denn aktuell für Arbeiten bei euch an? Vor Veröffentlichung ist bestimmt immer eine Menge Promotionarbeit zu machen?

R.G: Also für MASTERPLAN hatte ich eigentlich schon meine ganzen Promotiontage wo ich ein Interview nach dem Anderen gemacht habe und auch quer durch Europa geflogen bin. Heute habe ich nur euer Interview zu machen und bin aktuell schon wieder mit neuen Dingen beschäftigt. Aktuell habe ich Musiker in meinen Studio die ich produziere. (Anmerkung des Redakteurs, Roland betreibt in der Slowakei ein eigenes Aufnahmestudio) Eigentlich habe ich viel zu wenig Zeit und bin nur am Arbeiten. Z.b. habe ich unser Album das erste Mal wirklich erst vor 3 Tage gehört als AFM mir die fertige CD geschickt hat.

J.P: Der Name Jorn Lande ist ja nun schon ein paar Mal gefallen. Erzähl uns doch mal ein bisschen was über seine Rückkehr. Das dürfte unsere Leser sehr interessieren. Vielleicht hast du auch noch ein, zwei Worte zu eurem 2. Sänger Mike Di Meo, ich habe gehört zwischenmenschliche Probleme waren nicht der Trennungsgrund?

R.G: Die Trennung von Mike war eine reine Gefühlssache. Wir hatten kein Stress oder so und es gab auch keinen Rauswurf. Es passte einfach irgendwie nicht. Er hat dann auch von selbst seine Koffer genommen und wollte sich etwas anderes suchen. Ich war nach der Tour dann etwas frustriert und habe mich dann etwas in mein Studio zurückgezogen. Ich hatte nicht das Gefühl das ich mit MASTERPLAN noch mal etwas auf die Beine stellen könnte. Wir waren einfach nicht mehr dieselben wie mit Jorn und ich denke diese Unzufriedenheit die ich dadurch hatte, die hat Mike auch einfach gespürt. Ich habe Jorn dann ein paar Tage später angerufen und ihm die Situation erzählt. Ich wollte einfach nicht dass er es aus der Presse erfährt. Bei diesem Gespräch habe ich ihn dann natürlich auch gefragt ob er sich vorstellen könnte wieder einzusteigen. Es hat dann aber noch viele Monate gedauert bis es dann endlich so weit war. Wir mussten uns erst ein paar Mal treffen und in Ruhe über alles sprechen. Was zum Beispiel damals vorgefallen war oder schief gelaufen ist. Es ging ja eigentlich nur um ein paar musikalische Differenzen. Freunden sind wir eigentlich immer geblieben, wir hatten nie den Kontakt richtig verloren. Wir waren halt damals wie zwei bockige Kinder die jeder ihren musikalischen Kopf durchsetzen wollten.

J.P: Weißt du denn was Mike Di Meo jetzt macht? Man hat nach seinem Ausstieg bei euch nicht mehr wirklich viel von ihm gehört.

R.G: Was er aktuell macht weiß ich gar nicht so genau. Ich weiß dass er in der letzten Zeit viel als Studiomusiker arbeitet. Zum Teil dort sogar nur Keyboard spielte. Er hat zum Beispiel bei Bonnie Tyler mitgespielt und hatte wohl auch eine neue Band gegründet. Das habe ich aber nur gelesen und mal ein MP3 davon in die Finger bekommen. Aber davon habe ich nie wieder was von gehört.

J.P: Du hast ja vorhin schon angesprochen dass es viele Gespräch gebraucht hat um Jorn zu überzeugen. Ich denke in den Gespräch war bestimmt auch Thema, das Jorn ja in sehr vielen Projekten oder Bands aktiv ist und war. Man nehme nur mal sein Projekt ALLEN/LANDE oder seine eigene Band JORN. War das für dich ein Thema, seine Vielbeschäftigtheit?

R.G: Also für mich waren die vielen Bands und Projekte in den Jorn tätig ist nie ein wirkliches Thema. Ich kann ja schlecht Forderungen stellen oder jemanden einengen. So was würde ich auch nie tun. Für mich ist nur wichtig das Jorn sich bei uns wohlfühlt. Ich denke er hat einfach auch in den letzten 6 Monaten gemerkt das MASTERPLAN eine gewisse Qualität hat, die er nicht missen möchte. Er würde für uns zwar nie seine Solosachen sausen lassen, aber er sieht in MASTERPLAN etwas Vergleichbares. Er kann sich bei seinen Solosachen mehr auf die alte Rock Schiene konzentrieren. Er hat zum Beispiel im Januar auch ein DIO Tribute Album aufgenommen, welches auch über AFM veröffentlich werden wird. Da ist die aktuelle Situation natürlich besonders tragisch, (Anmerkung des Redakteurs, zum Zeitpunkt des Interviews war der Tod von Ronnie James Dio erst 1 Tag her) er hätte es ihm bestimmt gerne mal vorgespielt.

J.P: Wann ist denn das Album genau entstanden? Wann hast du angefangen dafür Songs zu schreiben und wer bringt sich denn so in die Songs ein? Ich vermute mal du wirst den Hauptteil des Schreibens machen.

R.G: Ich bin mehr oder weniger der Motor der Band. Als Chef würde ich mich nicht bezeichnen. Ich bin der, der das Ganze zusammenhält und der auch den Hauptteil der Produktion übernimmt. Früher war es ein Team mit Uli Kusch (Anmerkung des Redakteurs, Uli Kusch Ex Drummer) und nach seinem Ausstieg lag alles bei mir. Über mich läuft z.B. auch der Vertrag mit AFM Records. Jetzt bei „Time to be King“ bin ich aber nicht mehr der Hauptsongschreiber, sondern bin gleichberechtigt mit Jorn und Axel (Anmerkung des Redakteurs, Axel Mackenrott Keyboarder). Wir haben jeder unsere zwei bis drei Songs auf dem Album. Axel hat mittlerweile komplett den Part von Ulli übernommen. Jorn ist für alle Texte verantwortlich und hat diese logischerweise dann auch geschrieben. Entstanden ist das Album ab Januar letzen Jahres, nach Jorns definitiver Zusage. Wir haben die Songs teilweise bei Axel in Hamburg oder bei Jorn in Dänemark geschrieben und waren dann so im März mit dem Schreiben fertig. Ein paar Songideen resultieren zwar noch aus voriger Zeit, aber der größte Teil wurde wirklich in diesen 3 Monaten geschrieben.

J.P: Kommen wir mal zu ein, zwei Songs der neuen Scheiben. Mir sind z.B. der Opener „Fiddle of Time“ der mich extrem an eure „Aeronautics“ Scheibe vom Stil her erinnert und „Blue Europa“ der wohl einen starken geschichtlichen Hintergrund hat, besonders im Ohr hängen geblieben. Vielleicht erzählst du uns ein paar Sachen über diese zwei Titel?

R.G: „Fiddle of Time“ ist ein typischer MASTERPLAN Song. Ziemlich stark nach vorne gehend und mit Double Bass Drumming versehen. Ein sehr guter Opener. Wir haben aber nicht darauf geachtet und waren darauf bedacht das er so wie ein älterer Song klingen muss. Er hat definitiv die Qualität von „Crimson Rider“ und ich hätte ihn ungern an einer anderen Stelle auf dem Album gesehen. „Blue Europa“ resultiert aus einer Grundidee von Axel und wir haben ihn dann als Team zusammen fertig gestellt. Jorn hat den Text hier bei mir im Studio in der Slowakei geschrieben. Er meinte noch er wollte etwas über die Europäische Union schreiben und dann kam die Idee auf das wir vielleicht die Entstehungsgeschichte der EU nachdem 2. Weltkrieg mit einbeziehen. Bei mir kam dann die Angst auf „Bitte nicht die schlimme deutsche Geschichte hier verarbeiten“. Aber ich denke er hat es trotz meiner Bedenken gut hinbekommen. Die Geschichte des Songs fängt wirklich nachdem 2. Weltkrieg an und beleuchtet so ein bisschen die Geschichte bzw. die Entstehung der einzelnen Länder. Es ist aber schon erstaunlich dass ein Norweger so einen Song schreibt, obwohl sein Land gar nicht in der Europäischen Union drin ist. Er ist auch einer meiner drei Lieblingstitel.

J.P: Da hast du mir jetzt die perfekte Vorlage gegeben. Was sind denn deine Highlights auf der neuen Platte?

R.G: Das wären „Fiddle of Time“, „Time to be king”, “Blue Europa” und “The Dark Road”. Bei “The Dark Road” hat Jorn so ein wenig meine persönliche Situation nach dem 2. Album verarbeitet. Ich hatte privat ein paar Probleme und hinzukam dann die musikalische Unzufriedenheit. Jorn hat meine privaten Probleme mitbekommen und war Teil davon. Aber kein schlechter Teil, er hat versucht zwischen mir und meiner jetzigen Ex Freundin zu vermitteln und hat das dann darin verarbeitet. Er hat eigentlich zwei Songs meiner damaligen persönlichen Situation gewidmet. Das eine ist besagter „The Dark Road“ und der andere ist „The Black One“.

J.P: Kommen wir mal zum Coverartwork. Ich finde das ist eher MASTERPLAN typisch. Würdest du mir da zustimmen? Ist das Cover konzeptabhängig gewählt?

R.G: Ein bisschen typisch, ein bisschen untypisch würde ich sagen. Auf dem ersten selbstbetitelten Album hatten wir ja dieses Bild mit den vier Elementen, sehr detailliert. Beim zweiten Album „Aeronautics“ hatten wir ja dieses Cockpit, im Nachhinein irgendwie ein wenig kitschig. Beim dritten Album „MK II“ wollte ich kein typisches Metal Cover. Es fehlte mir irgendwie eine Art Logo. Und das ist auch dann das Albumcover geworden. Es ist also nicht das „MK II“ Logo, sondern das MASTERPLAN Logo. Diese ist ja auch aktuell wieder auf dem Cover in der Krone eingearbeitet. Das mit der Krone soll eigentlich nur darstellt „Hey wir sind selbstbewusst und wieder da“ also nicht arrogant oder so. Wir wollten kein kitschiges Metalcover mit Schwerter und Drachen und so. Bei uns sollte es etwas detaillierter und edler zugehen, deswegen die Idee mit der Krone und der doch edlen Aufmachung. Ich bin auch ein großer Rammstein Fan und stehe eher auf solche Cover. Also einfach ein Logo oder ähnliches, ein bisschen edel mit Gold oder so, fertig. Hinter dem Cover steht aber auch kein Konzeptalbum, man kann im Hintergrund zwar Teile der alten europäischen Karte sehen, ein Verweis auf „Blue Europa“ aber ein richtiges Konzept steht nicht dahinter. Was man leider nicht so ganz erkennen kann ist die Tatsache dass die gesamte Krone auch eine Art Totenschädel darstellt. Das sind die Feinheiten die man erst bei genauerem betrachten sieht.

J.P: Wie geht es denn jetzt eigentlich weiter bei MASTERPLAN? Habt ihr Tour oder Livepläne? Ist ein neues Album geplant oder gibt es vielleicht schon neue Songideen?

R.G: Nein, nein als aktuell sind keine neue Songideen da. Wir konzentrieren uns jetzt erstmal auf dieses Jahr und machen uns da keinen Stress. Wir warten mal wie das Album läuft .Es ist halt leider nicht mehr alles so einfach, wegen der schon angesprochenen Raubkopien und Musikpiraterie. Wir arbeiten aktuell mit unserem Label AFM an einer Tour und würden gerne im November auf Tour gehen. Aber nichts großes, vielleicht ein Package mit anderen AFM Bands quer durch Europa oder so. Wir haben auch noch vor ein Video zu drehen um die Band einigermaßen präsent zu halten. Mal sehen vielleicht können wir ja nächstes Jahr auf einigen Festivals spielen und danach kann man ja mal an ein neues Album rangehen und Ideen sammeln.

J.P: Kommen wir noch zu ein, zwei anderen Fragen. Du hast ihn vorhin schon ein paar Mal erwähnt, Uli Kusch. Weißt du was er aktuell macht? Es ist ja recht ruhig um ihn geworden, nachdem seine letzte Band RIDE THE SKY aufgelöst wurde. Hast du noch Kontakt zu ihm? Denn ich glaube die Trennung ist nicht ganz geräuschlos damals bei euch gewesen. Obwohl ihr ja eigentlich dicke Freunde wart?

R.G: Die Trennung war damals ein bisschen unschön. Viele Rechtsanwälte waren im Spiel. Ich weiß auch nicht wieso er nicht mehr an einem Tisch mit mir sitzen konnte, gleich auf stur geschaltet hat und seine Forderungen beim Ausstieg gestellt hat. Man verliert nach so vielen Jahren einfach seinen besten Kumpel wegen Kleinigkeiten oder Eifersucht, ich kann es dir gar nicht genau sagen an was es gelegen hat. Uli lebt in Norwegen hat seine Familie, hat auch einen „richtigen“ Job und macht wohl zwischendurch noch ein paar Studiojobs. Er hat sich ziemlich aus dem Musikbusiness zurückgezogen. Wir haben leider keinen großen Kontakt mehr. Ich hätte aber kein Problem damit mit ihm ein Bier trinken zu gehen. Er ist auch ein tierisch guter Songschreiber und Metal Drummer, so was zu sagen, damit habe ich auch kein Problem. Er war seit der Endphase von HELLOWEEN mein bester Freund und wir haben viel zusammen erlebt. Vielleicht hört man ja mal wieder voneinander und trifft sich mal, ich hätte damit kein Problem.

J.P: Ich bin ein großer Fan von eurem aktuellen Drummer Mike Terrana. Wo siehst du die musikalischen Unterschiede zwischen Uli und Mike? Dass Mike ein super sympathischer Mensch ist, absolut professionell und witzig, hört man ja oft.

R.G: Die beiden sind schwer zu vergleichen. Mike ist eher so der Power Drummer. Sein ganzes Auftreten ist ja schon etwas animalischer. Er spielt sehr laut und kraftvoll, hat aber natürlich auch technisch was drauf. Man sieht das ja immer daran was er für Kunststückchen mit seinen Sticks oder so macht. Uli ist mehr der technisch filigrane Drummer, der anstatt Power viele Finessen in sein Spiel einbaut. Beide haben aber ihre Qualitäten. Mike ist eher der Power Metal/Hard Rock Drummer mit Jazz Einfluss, Uli eher der Speed Melodic Metal Drummer. Mike ist wirklich super sympathisch und ein Teil seiner Jobs sind auch durch mich zustande gekommen. Er hat damals 1999 mein Soloalbum eingetrommelt, kam zu mir und meinte er möchte von Amerika nach Europa übersiedeln, ob ich nicht ein paar Jobs für ihn hätte. Ich meinte dann ich hör mich mal um. Viele hatten gelesen das ich Mike Terrana als Drummer hatte und dann gab es auf einmal einen Anruf von Axel Rudi Pell, der mich fragte wie denn Mike so wäre. Das gleiche Spielchen war es mit RAGE. Da hat auch der Bandchef Peavy mich angerufen und sich nach Mike erkundigt. Mike erwähnt das auch immer. Ich war quasi Mike’s Jobvermittler in den Anfangstagen und habe ihm so ermöglicht in Europa zu spielen.

J.P: Roland, eine Frage, die ja immer kommen muss. Du sprichst sehr häufig über die HELLOWEEN Zeit. Ist es etwas worüber du gerne sprichst, obwohl es damals nicht geräuschlos zur Trennung gekommen ist? Wie ist dein Verhältnis aktuell zu HELLOWEEN?

R.G: Ich habe mit den Jungs eigentlich keine Probleme. Ich habe sogar schon Kontakt zu Andi Deris (Gesang, HELLOWEEN) oder Weiki (Gitarre, HELLOWEEN) aufgenommen. Da kam aber nie wirklich was zurück. Markus Grosskopf (Bass, HELLOWEEN) ist der einzige zudem ich noch wirklich Kontakt habe und mit dem ich auch ab und mal etwas unternehme oder mich auf ein Bier treffe. Ich bin nicht stolz drauf wie das Ganze damals abgelaufen ist, habe aber damit auch keine Probleme. Zeit heilt alle Wunde. Ich bin stolz auf die HELLOWEEN Zeit und bin froh Teil davon gewesen zu sein. Ich habe damals viel gelernt. Blöd ist es nur immer wenn dich die Leute nur auf die HELLOWEEN Zeit reduzieren und gar nicht wissen dass du jetzt eine neue geile Band mit MASTERPLAN am Start hast.

J.P: Kurz noch zu dir persönlich, wie hat deine musikalische Karriere begonnen?

R.G: Meine Eltern wollte eigentlich dass ich etwas Anständiges lerne. Ich habe damals einfach bei der Musik die Lust entdeckt und wollte dann Gittarist und Sänger werden. Was ich ja auch zum Anfang war. Leider habe ich das Singen etwas schleifen gelassen. Mein Vater hat mir dann auch eine Wandergitarre gekauft und ich hab dran drauf rumgeklimpert. Das ging ihm aber tierisch auf den Nerv, also habe ich Unterricht bekommen. Ich bin dann nach 6 Monaten zwar dort rausgeflogen, weil der Lehrer meinte ich hätte kein Talent. Ich habe daher nie richtig Noten lesen gelernt. Der Rauswurf war mir dann so peinlich das ich mir gesagt habe jetzt erst Recht. Ich habe es mir dann selbst beigebracht indem ich mir von den Plattenspieler gesetzt habe, meine damaligen Heroes DEEP PURPLE oder VAN HALEN gehört habe, das Tempo verringert habe und versucht habe die Riffs und Akkorde nachzuspielen. Meine ersten Banderfahrungen kamen dann so mit 16 Jahren. Mein Ehrgeiz war immer sehr groß. Ich habe damals dann solche Guitar Heroes gesehen wie Eddy van Halen oder George Lynch und ich wollte dann immer genauso spielen wie sie. Also habe ich geübt.

J.P: Letzte Frage. Wenn du mal wieder richtig Zeit hättest, die du ja nicht hast, was würdest du dann machen? Was sind deine anderen Hobbys außer Musik?

R.G: Es klingt jetzt doof, aber das normale Leben einfach. Mit meinen Hund viel spazieren gehen, Sport treiben oder in den Urlaub zu fahren. Das sind Sachen die ich aktuell vermisse und die ich einfach gerne mache wenn ich Zeit hätte. Autos waren auch mal ein Hobby von mir. Vor meiner Zeit bei HELLOWEEN war ich ja KFZ Mechaniker.

J.P: Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen, Roland. Die berühmten letzen Worte gehören dir.

R.G: Einen freundlichen netten Gruß sende ich an die Leser dieses Interviews von Rockingboy.de. Ich hoffe dass euch das Album gefällt. Man soll es einfach ganz in Ruhe hören und keine Vergleiche ziehen zu früher. Das sind MASTERPLAN 2010 mit Jorn und es ist einfach geil!

Julian
 

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