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MAGNUM & KISSIN’ DYNAMITE
04.-06.07.08 Festival Holledau Open Air Empfenbach
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Das Holledau-Festival im oberbayerischen Mainburg, besser gesagt in Unterempfenbach, ging dieses Jahr schon in die 26. Runde. Leider habe ich die ersten 25 Ausgaben verpasst, und hätten dieses Mal nicht die Newcomer KISSIN DYNAMITE dort gespielt, wäre ich nicht in den Genuss gekommen, mir wenigstens den Freitag des eigentlich dreitägigen Kult-Festivals zu geben. Ist echt eine Schande, dass mir diese Veranstaltung bis dato unbekannt war, zumal sie ja praktisch vor der Haustüre stattfindet.
Anyway, die Zeit kann ich nicht zurückdrehen, aber einen Überblick über das Geschehen an diesem schönen Freitag Abend, den kann ich Euch geben:
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Die Jungspunde von KISSIN DYNAMITE treffen auf die Routiniers von MAGNUM. Die Geschehnisse rund um MAGNUM wird dann mein Kumpel und Kollege Jürgen erörtern, mir bleibt die Ehre, den echt gelungenen Gig der fünf Schwaben-Jungs festzuhalten, die ich anschließend auch noch Backstage zum Interview treffen konnte (was natürlich an anderer Stelle nachlesbar ist). Wir waren zwar pünktlich um 20 Uhr vor Ort, aber die Veranstalter waren noch pünktlicher, denn den ersten Song „My Religion“ konnten wir nur in der Warteschlange zum Gelände hören. Ausgestattet mit Eintrittsband und dem Jahrgangsbierkrug 2008 zum Holledau-Festival (übrigens das einzige zu verwendende Flüssigkeitsgefäß für etwaigen Biergenuss, es gibt keine Becher o.ä.) machten wir uns dann sofort auf zum Ort des Geschehens, wo KISSIN DYNAMITE auch schon den nächsten Song anzustimmen: „I Hate Hip Hop“. Leider sind noch relativ wenige der Anwesenden direkt vor der Bühne versammelt, was sich aber im Laufe des Auftritts noch ändern sollte. Was mich sofort total beeindruckt ist die professionelle Bühnenpräsenz sämtlicher Akteure. Alle haben ihre Instrumente mehr als im Griff und auch Sänger Hannes ist bei den Ansagen nicht auf den Mund gefallen und auch seine Performance ist top. Immerhin muss hier gesagt werden, dass keiner der Bandmitglieder die Volljährigkeit erreicht hat. Es folgen mit „Heart Attack“, „Out In The Lane“ und dem Titeltrack des Debüts „Steel Of Swabia“, das zur Zeit des Auftritts noch nicht veröffentlicht war, drei weitere Eigenkreationen, bevor der erste von lediglich zwei Coverversionen zum Zuge kommt.
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Mit MANOWAR´s „Kings Of Metal“ hat man sich ja nicht gerade einen 0815-Titel dafür herausgesucht, die Umsetzung versetzt mich erneut in Staunen. Spätestens jetzt ist das beschnuppern vorbei, die Reihen vor der Bühne verdichten sich und die Stimmung ist für diese frühe Uhrzeit echt gut. Für das anschließende „You´re Like A Zombie“ ist die Band für kurze Zeit zu sechst, denn dafür bekommen sie „Verstärkung“ eines „Zombies“ mit zwei Gesichtern und, jetzt kommts, einem knallrosa, na sagen wir Kleid dazu. Die Hintergründe musste ich natürlich im Interview hinterfragen, mehr dazu also dort. Eine recht coole Abwechslung im Programm. Danach wurde aber wieder gerockt, und zwar ohne Schnörkel, denn mit „Only The Good Die Young“ und dem offiziellen IDM Rennsong „Freaky“ hatten die Schwaben noch zwei weitere starke Nummern in der Hinterhand. Damit aber nicht genug, denn jetzt kam Rosie, genauer gesagt „Whole Lotta Rosie“, im Original von AC/DC, auch mit aufblasbarer Puppe (wie auf dem Bild zu sehen). Eine echt coole Version des Klassikers und selbstverständlich ein weiterer Pluspunkt, den die Band bei den Fans sammeln konnte. „Ready, Steady, Thunder“ und „Welcome To The Jungle“ (nicht der Song von Guns´n Roses) beschließen das Set des Fünfers nach exakt einer Stunde. Leider durfte die Band auch nach langen Zugabe-Rufen nicht noch einen nachlegen, da der Zeitplan angeblich recht eng war, naja. Dem Publikum hätte es auf jeden Fall Spaß gemacht, noch ein oder zwei Songs zu hören, aber es sollte nicht sein. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass ich noch nie eine so junge und gleichzeitig so professionelle Rockband gesehen habe. KISSIN DYNAMITE haben eine Show abgezogen, die sich echt sehen lassen kann, die Jungs beherrschen ihre Instrumente wie aus dem FF und sehen dabei aus, als hätten sie ihr Leben lang noch nichts anderes gemacht. Wirklich allererste Sahne. Und mit dieser Meinung war ich definitiv nicht alleine. Als kleines Manko muss ich allerdings erwähnen, dass die Stimme von Shouter Hannes nach ca. 2/3 der Show ein wenig gelitten hatte und er somit nicht alle Töne getroffen hat, aber das sollte das positive Gesamtbild nicht weiter trüben. Für mich ging es anschließend zu einem Abstecher hinter die Bühne, wo ich die Möglichkeit hatte, die Jungs gleich einmal zu diesem gelungenen Gig zu gratulieren und ein Interview mit Gitarrero Ande zu machen. Ich gebe jetzt ab zu Jürgen, der mit dem Auftritt von MAGNUM weitermachen wird, zum Glück war die Umbaupause von ca. 45 Minuten recht opulent ausgefallen, somit habe ich keine Sekunde von MAGNUM verpasst.
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Pünktlich um 22.00 Uhr war es dann soweit. Nach einem kurzen Intro betraten die „alten Männer“ der Rockkunst die Bühne und eröffneten das mit Spannung erwartete Konzert mit „Back to Earth“. Was sofort auffiel war wieder mal der bombastische und klare Sound, der bei Magnum seit Jahrzehnten Programm ist. Weiter ging´s mit „When we where Younger“ vom aktuellem Album “Princess Alice and the Broken Arrow”.
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Dann kam für mich das erste Highlight. Schon bei den ersten Tönen zu „Midnight“ tobte die Menge. Erst jetzt fiel mir auf, dass das Publikum total wild gemischt war. So flippten direkt vor mir eine Handvoll junger Mädels, die noch nicht mal geboren wurden als „Vigilante“ veröffentlicht wurde, regelrecht aus, während links neben mir ein geschmeidiger 50jähriger total ausrastet und das ganze Konzert in einer „anderen Sphäre“ erlebte. Da hat sogar dem sonst eher zurückhaltenden Tony Clarkin einige Lächler entlockt. „Spirit“ wurde erst von Tony und Bob akustisch dargeboten, bevor zur Hälfte dann die ganze Band mit einem Paukenschlag dermaßen einstieg, dass es mir meine Nackenhaare aufstellte. Überhaupt muß man sagen, dass die fünf Akteure ABSOLUTE WELTKLASSE Musiker sind außerdem noch megasymphatisch rüberkommen. Im Anschluss jagte mit „Days of no Trust“, „Wild Swan“, „Start talking love“ und „Must have been Love” ein Höhepunkt den nächsten. Als jedoch Tony Clarkin das Riff zu „Vigilante“ anstimmte war die Menge nicht mehr zu halten. Jetzt tobte, hüpfte und sang das ganze Festivalgelände mit und sogar mein Kumpel Stefan, bekennender „NICHT-MAGNUM FAN“, wippte mit den Füssen und bewegte seinen Kopf im Takt in der Hoffnung, dass dies mir in meiner Begeisterung entgeht.
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FANTASTISCH, SAGENHAFT !!!! Das geniale „ Don´t wake the Lion „, in dem Magnum mehr Musik verpackt haben als andere Bands in ihrer gesamten Karriere, beendete den regulären Set. Nach leider nur einer Zugabe „ Kingdom of Madness“ war dann nach knapp 90 Minuten entgültig Schluss und Magnum hinterließen einen Haufen freudiger Gesichter und mit Sicherheit wurden in dieser Nacht einige neue Fans geboren…. Ich persönlich besuche seit 22 Jahren jede Magnum Tour und in dieser Form bin ich mir sicher, es kommen noch viele, viele Jahre und tolle Konzerterlebnisse dazu!!!
J.K. (und Stefan für Kissin´ Dynamite)
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