|
Band: Magnum Album: The Visitation Spielzeit: 57:05 min Plattenfirma/Vertrieb: Steamhammer/SPV Veröffentlichung: 14.01.2011 Homepage: www.magnumonline.co.uk Wertung: 9,5 von 10 Wenn es eine Band gibt, in dessen sehr langen Bandkarriere, man ein wirklich schlechtes Album mit der Lupe suchen muss, dann sind das die Mannen um Sangesgott Bob Catley von MAGNUM. Seit knapp 40 Jahren, genauer seit 1978, gibt es die Jungs schon und sie haben uns in dieser gesamten Zeit mit so einigen großen Alben und genialen Songs beehrt. Nun sind die 5 Engländer mit ihrem neuen Werk „The Visitation“ zurück und wollen beweisen, das sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Den jüngeren Hörern unter uns dürfte der Name Bob Catley nur in Verbindung mit seinen Gastauftritten bei Tobi Sammet’s AVANTASIA Projekt etwas sagen. Aber wie schon gesagt bevölkert der Mann schon um einiges länger unseren herrlichen Rock Kosmos. Nur der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt das die Band MAGNUM außer Bob Catley (Gesang) noch aus seinem kongenialen Partner Tony Clarkin (Gitarre), Mark Stanway (Keyboard), Al Barrow (Bass) und Harry James (Schlagzeug) besteht. Die neue Scheibe erscheint in drei unterschiedlichen Formaten. Limited Edition DigiPak mit CD und DVD Doppel LP Gatefold / farbiges Vinyl und als CD im Jewel Case. Hier wird dem Fan also einiges für sein Geld geboten. Dann werfen wir jetzt doch mal ein genaueren Blick auf das neue Werk „The Visitation“. Es geht los mit dem etwas schleppenden und düsteren „Black Skies“, welches seine Stärken ganz klar im Gesang von Bob und der atmosphärischen Umsetzung hat. Die recht harten Gitarren Riffs sind für MAGNUM zwar ein wenig untypisch, passen aber wie die Faust aufs Auge zur Nummer. Der Chorus tut sein Übriges zum absolut gelungen Auftakt in Form von „Black Skies“. Man darf gespannt sein wie es weitergeht. Mit „Doors to Nowhere“ geht es erstklassig weiter. Eine sanfte Einleitung macht bald Platz, für richtige Sahneriffs von Tony, die so wohl nur er spielen kann. Diese Riffs und der absolut eingängig Chorus sind die Glanzpunkte der Nummer. Bob’s wieder erstklassiger Gesang hebt das Ganze schlussendlich auf die oberste Hitstufe. Diese Nummer geht euch so schnell nicht mehr aus dem Kopf das garantiere ich euch. Nun folgt das Titelstück der Scheibe „The Visitation“. Eine epische, atmosphärische Nummer, bei der es wieder ein paar instrumentale Meisterleistungen zu bewundern gibt. Die Riffs donnern und die Drums knallen sich im Chorus die Noten nur so um die Ohren. Eine recht langsame Nummer, was Bob natürlich sehr zu gute kommt, da er hier seine Stimme voll entfalten kann. Die Keyboards sind hier auch recht präsent, was aber dem sehr guten Gesameindruck absolut nicht schadet. Daumen hoch, Jungs. „Wild Angels“ ist einfach ein absoluter gute Laune Rocker, der mit einem Chorus ausgestattet ist, der Melodic Rock Fans einfach zum Niederknien bringen muss. Geniale Gitarrenriffs, absolute Eingängigkeit und Oh Oh Oh Chöre das sind die einfachen Grundmittel für diesen Wahnsinns Chorus. Ein einfach gestrickter Song, der aber absolutes Hitpotential hat und auf ganzer Linie überzeugt! Bei „The Last Frontier“ regiert wieder mehr die langsame und epische Gangart. Hier zeigt Bob wieder, welch begnadeter Sänger er doch ist und das ein Song auch nur von einer so starken Gesangsleistung getragen werden kann. Das folgende „Freedom Day“ ist ebenfalls ein langsamer Song und schlägt von seiner Ausrichtung her in die gleiche Kerbe wie der Vorgänger. Wenn auch nicht ganz so Balladen charakteristisch. Eine richtig gute Nummer die sich gut in das gesamte Konzept einfügt. Zum gefühlten Abschluss präsentiert man uns „Midnight Kings“, welcher ein klassischer Midtempo Song ist, der mit ein paar Überraschungen aufwarten kann und wieder einen richtigen guten Chorus beinhaltet. Den „richtigen“ Abschluss „ Tonight’s the Night“ lasse ich mal schnell unter dem Tisch verschwinden. So richtig begeistern kann mich die Nummer nicht. Hier wirkt alles doch einen Tick zu euphorisch und ein wenig zu schmalzig. Ein ganz kleiner Schönheitsfleck auf der bisher bärenstarken Platte.
Anspieltipps:
Hier herrscht ein sehr hohes Niveau. Wenn ich müsste würde ich euch „Doors to Nowhere“, „The Visitation“ und „Wild Angels“ als Anspieltipps mit auf den Weg geben.
Fazit :
Hola, MAGNUM haben mich doch überrascht. Richtig schlechte Alben hatten die 5 Männer von der Insel ja bisher nie im Gepäck. Dass sie aber auf ihre „alten“ Tage noch so ein Mörderalbum raushauen, hätte ich nicht gedacht. Das Album klingt frisch und kann mit ein paar neueren Einflüssen glänzen. Nach wie vor bekommt der geneigte Fan aber was er von MAGNUM gewohnt ist, erstklassige Melodien, geniale Chöre und ein fantastisch singender Bob Catley. Die richtige Mischung zwischen langsamen und schnellen Songs ist hier ebenfalls vorhanden und den kleinen Schnitzer beim Abschlusstrack verzeiht man den Jungs bei so vielen Rockperlen, die es zuvor gab. Abschließend kann ich nur MAGNUM meinen Glückwunsch zu dieser genialen Scheibe aussprechen, vergebe angemessene 9,5 Punkte und spreche hier jedem Fan von gut gemachten Melodic Rock eine absolute Kaufempfehlung aus!
Trackliste:
01. Black Skies 02. Doors To Nowhere 03. The Visitation 04. Wild Angels 05. Spin Like A Wheel 06. The Last Frontier 07. Freedom Day 08. Mother Nature's Final Dance 09. Midnight Kings 10. Tonight's The Night
Julian
|